Weiterhein gegen bayerische Teams ungeschlagen!

Block5

BVV Beach Masters Kat.1 Kempten

Als ich meinem Vater erzählt hab, dass ich am Wochenende ein Beach-Turnier in Kempten (BVV Beach Masters Kat. 1) spielen werde, hat er sich gewundert und gefragt: „Wieso? Ich dachte du spielst nur bei Regen.“
In Kempten hat sich der Sommersport endlich mal ausgezahlt. Herrliches Wetter und eine traumhafte Setzliste. Alle bayerischen Spieler, die Rang und Namen haben, waren sowieso vertreten (und der Benni) aber auch die DVV Teams Schmidt/Wolf und Becker/Grabowski sowie das österreichische Top Team Koraimann/Schnetzer gaben sich die Ehre. Dementsprechend starteten wir von Rang 4 aus.
Der Fabi hat das Kunststück fertig gebracht gesund über die langen, kalt-feuchten Winter- und Frühlingsmonate zu kommen, aber sich bei den ersten paar warmen Tagen eine fiese Erkältung einzufangen.
Durch Pokerface (inklusive großer Sonnenbrille) spielte unser erster Gegner Drexler/Schütze ihre Aufschläge Gott sei Dank über weite Strecken über mich. Der Plan ging allerdings nur im ersten Satz auf (15:7), im zweiten Satz hatten wir nicht mit einberechnet, dass ich sehr gerne mal im Side-out komplett einbreche. Rückstände von 3:7 und 6:13 konnten aber durch starke Block-Feldabwehr egalisiert werden und wir gewannen doch noch 2:0!
Es kam zur Neuauflage gegen Schmidt/Wolf. Die hatten sich besser auf uns vorbereitet und spielten konsequent über meinen angeschlagenen Partner. Ich weiß nicht wie’s der Fabi geschafft hat sich durch dieses Spiel zu beißen, aber er machte seine Sache großartig und mit der Hilfe meiner Blocks konnten wir immer wieder Rückstände aufholen. Am Ende bewahrheitete sich die Ankündigung von Torsten Pohl: „Ein Schmid-Wagner ist besser als ein Schmidt-Wolf!“ 😉
Somit überstanden wir mit Ach und Krach den ersten Tag. Hätten wir auch nur ein Spiel mehr gehabt wären wir zum Aufgeben gezwungen gewesen.
Am Sonntag in der Früh durften wir gegen das an 1 gesetzte Team um den Einzug ins Halbfinale kämpfen. Fabi war wieder fit! Die Luftduelle gegen den über 2 m großen Joshi Grabowski gestalteten sich als sehr schwierig, aber oftmals machbar. Eine top Leistung von uns reichte am Ende ganz knapp nicht um die im letzen Jahr 7ten der Deutschen Meisterschaft in Timmendorf platzierten Becker/Grabowki zu bezwingen. 19:21 und 21:23. Das Resultat gab uns trotzdem mächtig Selbstvertrauen.
Es blieb uns noch die Loserrunde um ins Halbfinale einzuziehen und dort trafen wir nach dem Turnier in Herrsching zum zweiten mal auf Harry Schlegel und Yannic Beck. Der Schlüssel zum Erfolg führte hier über ein bärenstarkes Side-out. Die zwei wussten am Ende nicht mehr über wen sie spielen sollten. 21:17 und 21:16 ging das Spiel an uns. Wir wetten, dass wir dieses Jahr nicht gegen Beck/Schlegel… Scherz die 2te! 🙂
Halbfinale!!
Gegen Dornath/Hauser !!
Fabi und ich spielen jetzt im 3ten Jahr zusammen. Wenn ich richtig gezählt habe hatten wir bis dato 6 Duelle gegen die zwei Herrschinger, davon 2 mal im Halbfinale der bayerischen Meisterschaft. Nur einmal wars knapp. Ansonsten hatten wir nie wirklich eine Chance gegen das bayerische Vorzeigeteam. Prädikat „Angstgegner“.
Diesmal sollte es anders kommen.
Traditionell schlugen die zwei auf meinen Partner auf. Solang der Fabi nicht auf meine Calls gehört hat haben wir eigentlich immer den Punkt gemacht. Für die vielen Zuschauer am Center-Court glaub ich war es das schönste Spiel des Turniers. Es gab richtig lange und spektakuläre Ballwechsel. Unglaublich was die zwei Abwehrspieler aus dem Sand ausgegraben haben!
In diesem Spiel griffen auch endlich wieder meine Sprungaufschläge. Wir konnten uns somit viele Breaks sichern, die uns den ersten Satz mit 21:19 bescherten.
Im zweiten Satz gab es eine kurze (oder lange) Kostprobe, wie es die letzten Jahre immer gegen Doranth/Hauser ausgesehen hat. 10:21! Eine richtige Packung! Auch wenns im 3ten Satz nochmal von Null losgeht, hat der zweite Satz Spuren hinterlassen und erst beim 0:3 konnten wir den ersten Punkt verbuchen. Was danach passiert ist war wie im Rausch. Auf dem hitzigen Center-Court ging es bis zum Schluss hin und her. Bei 14 zu 13 konnten wir das allererste mal in Führung gehen. Drei Matchbälle konnten die zwei noch abwehren. Der vierte saß! Die Freude unbeschreiblich! 17:15!
Wichtiger als der Einzug ins Finale war endlich die Gewißheit, dass wir an einem sehr guten Tag auch Max und Bene schlagen können.
Am Ende sprang ein dritter platz für die Herrschinger raus und wir drücken ganz fest die Daumen, dass es dieses Jahr für die zwei nach Timmendorf geht! Das hat schon ganz lang kein bayerisches Team mehr geschafft, aber die zwei packen das!
Im Finale warteten wieder die durchtrainierten und top fitten Becker/Grabowski auf uns. Fabi und ich waren mit unseren Kräften wirklich am Ende. Das Ziel war es den Zuschauern noch eine gute Show zu bieten. Dass es für den 1ten Platz nicht reichen würde war uns eigentlich klar.
Wir gaben wirklich nochmal alles, liefen aber im gesamten Spiel immer einem knappen Rückstand hinterher und verloren auch verdient mit 18:21 und 18:21 gegen ein richtig sympathisches Team!
Wir hoffen die Freundschaft wurde uns von Paul und Joshi danach nicht deshalb angeboten, weil wir sie zweimal netterweise aus Gastfreundschaft gewinnen haben lassen … 😉
Durch das Turnier haben wir den 1. Platz in der bayerischen Rangliste weiter ausgebaut und sind auch wieder in der DVV Rangliste geklettert.
Nächste Woche geht es für uns auf die Hochschuleuropameisterschaft auf Zypern. Diesmal aber Halle. Also richtiges Volleyball 😉
Das nächste Beach-Turnier zocken wir am 13./14. Juli in Fürth!
Liebe Grüße
Konsti und Fabi

Feucht fröhliches Wochenende am Ammersee!

BVV Beach Masters Kat. 1 Herrsching

Gleich in unserem allerersten Spiel beim Masters Kategorie 1 Turnier (=A+ Turnier…) in Herrsching setzte es eine deftige 0:2 Niederlage gegen die U23 Nationalspieler aus Lettland Finsters/Solovejs. Der erste Satz wurde souverän beim Stand von 13:14 durch ein unsauberes Zuspiel beendet und danach habe ich das Side-out demenstrativ eingestellt.
Dementsprechend frustriert waren wir zwei nach diesem nass-kalten Spiel. Aber der Fabi fand die richtigen aufbauenden Worte indem er meinte, dass irgendwann eh mal das One-Two-Barbecue kommen müsse.
Da das Wetter aber kein Barbecue zuließ mussten wir uns im nächsten Spiel gegen Geißelmeier/Klement durchsetzen was auch mit einem deutlichen 2:0 gelang. Gott sei Dank!
Als nächstes wartete das an 3 gesetzte Duo Bakumovski/Rudolph auf uns in der inzwischen bärenstark besetzten Loser-Runde. Weil sich aber vor allem der Angriff stabilisierte und der Fabi unmögliche Abwehrbälle erreichte, konnte der frühere Erstligaaußenangreifer aus Haching mit seinem Partner mit 15:12 und 15:13 unter die kalt gewordene Dusche geschickt werden.
Somit entschied sich im vierten Spiel ob wir am Abend feiern- oder am Sonntag in der Früh wieder spielen durften.
Es ging gegen unsere zwei Friedberger Freunde Alex Hurler und Flo Schweikart die uns immer wieder mit neuen modischen Accessoires begeistern. Diesmal setzten sie mit einem neongrünen Stirnband (Alex) und einer neonpinken Mütze + kleinem Puschel (Flo) das Sahnehäubchen oben drauf. Alles in allem waren wir in diesem Spiel nicht auf unserer Höhe und über weite Strecken unterlegen. Glücklicherweise gewinnt im Sport manchmal auch die schlechtere Mannschaft und das waren in diesem Fall mit 12:15, 15:12 und 16:14 wir. Es wird nicht das letzte mal gewesen sein, dass wir gegeneinander gespielt haben und wir sind gespannt in welchen Kleidungsstücken uns die sympathischen Schwaben nächstes Turnier begegnen.
Jetzt ging es auf dem schnellsten Weg nach München zurück um sich das Pokalfinale der Bayern anzuschauen. Die Elektrolytspeicher wurden dabei auch wieder aufgefüllt und durch das „Triplö“ (Franck Ribery) gingen wir hochmotiviert in den Sonntag hinein.
Am späten Vormittag trafen wir auf das an zwei gesetzte Team Schmidt/Wolf und wir konnten unerwartet deutlich nach einer starken Vorstellung mit 21:18 und 21:15 gegen das junge Team gewinnen welches dieses Jahr bei der deutschen Meisterschaft mit von der Partie sein möchte. Wir wünschen auf diesem Weg viel Glück!
Durch diesen Sieg standen wir im Viertelfinale und durften sogar vor unmengen von Zuschauern (kleiner Scherz) auf dem Center Court zocken. Der See war inzwischen beängstigend nahe an das Feld herangetreten und der Regen kam hier horizontal vom Gewässer in Richtung Haupttribüne. Die Gegner welche wie wir mutig dem Wetter trotzten waren mein Lieblingslibero „Mo“ Dobler mit seinem Partner „Hane“ Künecke die sich bis dato sensationell unter anderem gegen Bakumovski/Rudolph und die Letten Finsters/Solovejs durchgesetzt hatten (Sie blieben auch das einzige Team, die gegen die Osteuropäer gewinnen konnten). In einer Side-out Schlacht behielten wir knapp mit 21:19 und 21:18 die Oberhand. Am Ende entschied der ein oder andere ungewollt platzierte Sprungaufschlag bei ansonsten perfekt geführtem Side-out beider Teams die Partie. Der Grafinger Coach Adrian Zoppelt der seinen blockenden Libero Moritz Dobler und seinen annehmenden Mittelblocker in Aktion sah wird sich gut überlegen müssen ob er nächstes Jahr die Positionen nicht besser tauschen sollte.
Im Halbfinale warteten nun die zwei Schwaiger Sprücheklopfer Yannik Beck und Harry  Schlegel. Sie wollen wie das andere bayerische Team Doranth/Hauser dieses Jahr in den hohen Norden an den Timmendorfer Strand. Bis dahin ist es ein weiter Weg und die erste Hürde heißt Schmid/Wagner. Der erste Satz gestaltete sich nach großer Führung (16:11) nun ja … sagen wir schwierig und wurde knapp mit 22:20 gewonnen. Im gesamten zweiten Satz (13:21) konzentrierten wir uns voll auf den dritten in dem wir dann wieder richtig Gas gaben und 15:8 dominierten. Wir wetten, dass wir in diesem Jahr kein einziges Spiel gegen Beck/Schlegel … Scherz!
Das Finale können wir aus Platzgründen leider nicht weiter kommentieren.
Auf jeden Fall war es ein wahnsinns Wochenende für uns zwei und der größte Erfolg in unserer bis dato 3 jährigen Karriere. Der Lohn: Souveräner erster Platz der bayerischen Rangliste und Platz 29 der deutschen Rangliste. Wir hoffen in zwei Wochen in Kempten wieder was zu reißen!
Mit den besten Grüßen
Fabi und Konsti