Saisonabschluss im alten und neuen Zuhause

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BVV Beach Masters Kat. 1 Ebersberg

Das letzte Turnier der Bayerischen Serie wurde im Klosterbauhof Ebersberg ausgespielt und war für mich als alt-Grafinger und für Fabi als neu-Grafinger quasi ein Heimspiel.Es war in diesem Jahr wahrscheinlich auch die letzte Gelegenheit sich nochmal einen fetzen-Sonnenbrand zu holen und dementsprechend voll besetzt waren die drei Tribünen. Für uns war es nicht nur aufgrund des “Heimspiels” das schönste Turnier der Saison, sondern vor allem wegen des beeindruckend aufgebauten Centre Courts der im Klosterbauhof wie ein Hexenkessel wirkte. Ein riesen Lob an die ganze Mannschaft von Beach-2-Go !!
Zur Setzliste:
Eine lebende Legende nach der anderen hatten sich angekündigt. Da wären zum einen das Team Schöberl-Ullmann die wir dieses Jahr ganz oben bei den deutschen Seniorenmeisterschaften sehen möchten. Die braungebrannten Promis Peiske-Sladek wollten in Ebersberg allen zeigen was sie auf Mallorca gelernt hatten und das absolute Sahnehäubchen bildete die Bohle-Kaupa Kombo! Gänsehaut vorprogrammiert.
Unser erster Sieg konnte gegen die frech aufspielenden Wahlinsbrucker Baldauf/Jankowski eingefahren werden, die uns mit ein paar Ballkunststückchen ganz schön zum Staunen gebracht haben. Die zwei sind richtig witzige Kanarienvögel, die wir gern wieder in Bayern sehen würden. Sherlok Schmid-Wagner hat aber die Vermtung man kann sie nur mit parallel stattfindenden Volksfesten oder Ähnlichem locken.
Im zweiten Spiel gings mal wieder gegen David Drexler und Philip Eser die mich netterweise mit ihrem alten BMW Cabrio mit nach Ebersberg genommen hatten. Nachdem wir sie diesmal etwas deutlicher als noch vor einer Woche schlagen konnten war mir klar, dass ich mir für die Rückfahrt eine andere Lösung suchen musste.
Das letzte Spiel des Tages und damit schon das Viertelfinale Winnerrunde durften wir uns mit dem “Bad Boy” der diesjährigen Serie Max Hauser und seinem Neueinkauf Julius Höfer messen. Wer die Herrschinger Zustände kennt weiß, dass es da drüber und drunter geht und deshalb darf auch jeder mal mit jedem spielen und somit ergab sich eine für uns ziemlich einschüchternde Paarung aus groß und mächtig im Block sowie klein und flink in der Abwehr.
Dieses Topspiel wurde netterweise auf den Sidecourt auf dem Volksfestplatz gelegt um nachher schneller im Bierzelt zu sein.
In der Abendsonne entwickelte sich für mich das schönste Spiel des Turniers. Es gab richtig spektakuläre lange Ralleys zu bewundern und beide Teams schenkten sich nichts. Letztendlich hatte der Schiedsrichter, mein Mannschaftskollege Mo Dobler, ich betone nochmal: Mein Mannschaftskollege… dann irgendwann so einen gewaltigen Durscht, dass er den dritten Satz beim Spielstand von 12:14 durch einen Netzfehler meinerseits beendete. Das wird er diese Saison noch oft zu hören bekommen (abgesehen davon, dass die Entscheidung völlig richtig war).
Im Anschluss konnten wir mit vielen Spielern und Zuschauern auf dem Volksfest noch anstoßen und uns Heldentaten erzählen.
Hier muss es auch passiert sein, dass mir irgendwer was unters Essen gemischt hat. Der nächste Tag lief bei mir nämlich zunächst gar nicht gut. Gegen unsere Freunde Tim Noack und Moritz Steinberg hab ich ab 18:15 den Sport eingestellt und somit 18:21 verloren. Im zweiten Satz ging es dann im Grunde nur noch darum wer Aufschlag hat. Weil die bedienten Spieler Mo auf der einen Seite und ich auf der anderen Seite konnten so gut wie kein Side-out verbuchen. Für die Psychologen unter den Zuschauern sicher ein höchst interessantes Spiel. Mo und ich wollen uns hiermit ganz offiziell bei Tim und Fabi entschuldigen. Das nächste mal spielt ihr zwei einfach One on One und der Mo und ich gehen mit seiner stinkenenden Hündin (sehr nervig in den Auszeiten) gassi.
Diese drastischen Worte sind nötig weil ich nach dem Spiel von einem Redakteur des Münchner Merkurs als “Holzklotz an Fabis Bein” bezeichnet wurde.
Erwähnenswert sicher der Satzball zum 30:28 den der Fabi beim zweiten Ballkontakt technisch sauber über Kopf die Netzkante entlang ins gegnerische Feld platzierte. Im dritten Satz gedeihten aus Rosinen wieder große Weintrauben und die Sache war durch!
Im Halbfinale gings natürlich wieder mal gegen Hurler-Schweikart. Gegen kein anderes Team haben wir in den drei Jahren öfter gespielt und gegen kein anderes Team haben wir in den drei Jahren öfter gewonnen
Die Taktikbesprechung war kurz (“Konsti, versuch einfach jedes zweite Side-out zu machen”). Am Anfang war ich noch ein bisschen mit den Gedanken beim T-Shirt durch die Gegend ballern (Lieblingsspiel von Benjamin alias BJ Koch – siehe Facebook Profilbild) weil der BJ nämlich bei einem Schuß volle Granate ein kleines Baby abgeschossen hat, welches der stolze Papa in die Luft gehalten hat.
Als ich diese grausame Gewaltsszene beim Spielstand von 10:16 endlich verdrängt hatte gewannen wir natürlich noch den ersten und dann auch den zweiten Satz
Finale! Die Stimmung war einfach nur herrlich im Klosterbauhof. Die Ehre gaben sich niemand geringeres als die U19 Weltmeister und neuen Superstars Reichert-Wickler. Der Clemens war von seinen Eltern schon mächtig unter Druck gesetzt worden weil seine Schwester Jenny ja schon das Damenfinale verloren hatte.
Eigentlich wollten wir den zwei kleinen zeigen, dass sie heute mal nicht gegen Schulbuben spielen aber irgendwie ist der Plan nicht aufgegangen. Wir verloren 2:0. Beide Sätze waren mit 19:21 zwar denkbar knapp aber alles in allem waren sie einen Tick besser.
Die Weihnachtsgeschenke werden dieses Jahr bei Clemens auf jeden Fall größer ausfallen als bei Jenny.
Jetzt soll ich noch ein paar abschließende Worte finden.
Es war eine grandiose Saison! Wir haben in nur 4 Masterturnieren 76 deutsche Punkte geholt und landen damit auf Rang 32 in Deutschland (wobei noch eine polnische und eine brasilianische Mannschaft vor uns gelistet ist).
Wir waren in jedem Turnier an dem wir teilgenommen haben mindestens im Halbfinale und führen dementsprechend souverän die bayerische Rangliste mit 1252 Punkten an (Zweiter Platz geht an Hurler-Schweikart mit 991 Punkten). Wir haben Doranth-Hauser in ihrer besten Phase geschlagen. Wir sind dieses Jahr medial extrem präsent gewesen (Merkur, Süddeutsche Zeitung, München TV, Beach-Inside, Bayerischer Rundfunk) und am Sonntag hab ich mein 10tes Autogramm schreiben dürfen
Der ganz große Wurf im Sand mit einem Masters Kategorie 1 Sieg oder der Bayerischen Meisterschaft ist uns leider noch verwehrt geblieben dafür dürfen wir uns seit diesem Sommer Hochschuleuropameister in der Halle nennen. Man wird sehen wie es weitergeht. Jetzt erstmal freu ich mich riesig mit meinem Fabi die Hallensaison einzuläuten und für mega Stimmung in der Grafinger Bärenhöhle zu sorgen.
Ein herzliches Dankeschön an alle Sponsoren ohne die es nicht möglich gewesen wäre, das alles zu erreichen und meinen Kleiderschrank zu füllen!
Mit sportlichen Grüßen
Konsti und Fabi

Bayerische Beachvolleyball Meisterschaften in Oberschleißheim

3. Platz 2013

Wir hatten uns die letzten zwei Wochen vor der Meisterschaft vorgenommen intensiv zu trainieren und unsere Mannschaftskameraden vom TSV Grafing einschließlich Coach Adrian Zoppelt tolerierten eine von uns unterirdische Trainingsbeteiligung in der Halle um öfter in den Sand gehen zu können.

Das zahlte sich gleich im ersten Spiel gegen Drexler/Eser aus. Die zwei Basketballspieler, die sich diese Saison unerhört gut im Beachvolleyball entwickelten verlangten uns gleich zum Auftakt alles ab. David verwirrte uns in der Abwehr durch seine doppelt angetäuschten Flitzeinlagen so sehr, dass wir uns erst im dritten Satz mit 15:13 hauchdünn durchsetzten konnten. Puh! Egal! Hauptsache gewonnen lautete die Devise.

Im Gegensatz zu den Top gesetzten Beck/Schlegel sowie unseren geliebten Trainingspartnern Höfer/Winter und Noack/Steinberg konnten wir zumindest eine Faustdicke Überraschung gleich in der ersten Runde verhindern und mussten uns keine blöden Sprüche anhören, ganz im Gegenteil  – Ich musste mich ja irgendwie an den Fuß-Wackler Kommentaren vom München-TV Auftritt ravanchieren.

Das zweite Spiel gegen Knauer/Künecke durften wir dann auf dem wunderschönen Centercourt direkt vor dem Ruderregattasee bestreiten. Die Jungs vom Power Horse Beach Resort haben hier keine Kosten und Mühen gescheut und uns eine massive Steintribüne mit 2000 Sitzplätzen errichtet…

Das Spiel verlief besser als im Vorfeld gedacht. Die Sprungaufschläge saßen und spätestens nachdem der Fabi einen brutalen Linienschlag von „Hane“ voll auf die 10 bekommen hatte war auch mein Abwehrspieler wach. Der Schlag hinterließ in Fabis Gesicht mehr Schaden als auf der neuen Sonnenbrille von Rudy-Project, die Gott sei Dank nicht in tausend Einzelteile zersprang (genauso wenig wie im folgenden Spiel bei mir, als ein unvorhergesehener Ball meine Brille traf).

Die Heike hat also mit dem Feilchen unter Fabis linkem Auge nichts zu tun, auch wenn sie das stolz mehrfach am nächsten Tag kund tat.

Mit einem Ass konnte der zweite Satz  und somit das Spiel bei 21:18 gewonnen werden.

Im Viertelfinale bekamen wir es endlich mal wieder mit den zwei Friedbergen Spaßvögel Alex Hurler und Flo Schweikart zu tun. Die hatten uns in der letzten Woche zum Training versetzt, wahrscheinlich aus Angst uns zu sehr ihre Stärken und Schwächen zu offenbaren.

Von den Schwächen war erstmal leider nicht viel zu sehen. Zumindest bis zum Stand von 20:16 für die zwei Schaben. Dann kam die Zeit vom späteren MVP Fabian Wagner. Er wusste anscheinend schon immer vor Flo Schweikart wo der seine Bälle hinspielen wollte und somit konnten wir den schon sicher verloren geglaubten Satz gewinnen. Die zunächst langen Gesichter von Flo und Alex erhellten sich am Anfang des zweiten Satzes als sie schon wieder mit 5:1 führten. Spätestens jetzt spürte ich ein wenig Unmut bei meinem Partner aufgrund der schwachen Side-out Vorstellung meinerseits. Da die Sätze aber bis 21 ausgespielt wurden blieb uns noch genug Zeit auch diesen Rückstand wieder wett zu machen und 21:19 zu triumphieren. Das war das letzte Spiel an diesem Tag. Wir waren endlich endlich mal durch die Winnerrunde ins Halbfinale eingezogen und konnten ausschlafen.

Die Werbetrommel wurde kräftig gerührt und am nächsten Tag waren zum Halbfinale um 14 Uhr mindestens 40 eingefleischte Schmid-Wagner Fans auf der Tribüne die ordentlich Gas gaben.

Der Gegner lautete Beck/Schlegel die sich am morgen deutlich gegen die 5 fachen bayerischen Meister Buchner/Richter durchsetzen konnten.

Wir hatten in diesem Jahr die zwei Nürnberger Jungs zweimal deutlich schlagen können. Vielleicht lag es auch daran, dass wir nicht mit so massiver Gegenwehr rechneten und irgendwie keinen Zugriff auf den ersten Satz bekamen.

In der Mitte des zweiten Satzes konnten wir uns ein wenig absetzen und diesen Vorsprung hielten wir bis zum Ende. Es spricht für ein hohes Niveau, dass keine Mannschaft 4 oder 5 mal am Stück punkten konnte um den Vorsprung dann wieder abzugeben wie es oft der Fall ist. Sowohl im ersten Satz als auch im zweiten reichte eine kleine Schwächephase der einen oder der anderen Mannschaft aus um den Satz zu entscheiden. Dies sollte leider auch im Entscheidungssatz der Fall sein. Wir starteten schlecht und wechselten bei 1:4 die Seiten. Ab jetzt war weder hüben noch drüben ein Break zu holen und wir mussten uns verdient den späteren bayerischen Meistern mit 15 zu 12 geschlagen geben. An dieser Stelle: Herzlichen Glückwunsch Harry und Yannik. Ihr hattet einfach einen Sahnetag und bei solchen Turnieren entscheidet die Tagesform!

Im Spiel um Platz drei ist es immer sehr schwer sich zu motivieren. Für mich eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Allerdings kamen unsere 40 Fans geschlossen auf den Side Court und verzichteten auf das Damenfinale. Somit wurden wir angepeitscht und konnten nochmal ein richtig gutes Spiel gegen Schmidbauer/Wiskirchen abliefern. Die beiden wurden im Anschluss zum besten Abwehrspieler und zum besten Blocker gewählt. Das zeigt schon wie hoch dieser Sieg einzuschätzen ist.

Damit gelang Fabi und mir im dritten Anlauf der Sprung aufs Treppchen. Wir hatten ein gutes Turnier gespielt und alle Zuschauer versicherten uns ein tolles Wochenende erlebt zu haben. Jetzt, mit ein bisschen Abstand überwiegt der Stolz soviel Unterstützung und Zuneigung von den Zuschauern zu bekommen. Wir durften sogar ein paar Autogramme schreiben und Trikots verschenken

Wir zwei haben dieses Jahr einen großen Schritt gemacht und werden auch nächstes Jahr wieder alles geben. Jetzt steht noch der Saisonabschluss auf dem Masters Kategorie 1 Turnier in Ebersberg an. Für uns geht’s einerseits um deutsche Punkte in dem ranghöchsten bayerischen Turnier, andererseits darf ich den Fabi unseren Fans in Grafing und Ebersberg vorstellen. Beide Seiten können sich aufeinander freuen ! Am Abend wird sicher noch eine Maß auf dem Volksfest getrunken!

Prost!!

Videos folgen im Laufe der Woche!

Konsti und Fabi