Bayerische Beachvolleyball Meisterschaften in Oberschleißheim

3. Platz 2013

Wir hatten uns die letzten zwei Wochen vor der Meisterschaft vorgenommen intensiv zu trainieren und unsere Mannschaftskameraden vom TSV Grafing einschließlich Coach Adrian Zoppelt tolerierten eine von uns unterirdische Trainingsbeteiligung in der Halle um öfter in den Sand gehen zu können.

Das zahlte sich gleich im ersten Spiel gegen Drexler/Eser aus. Die zwei Basketballspieler, die sich diese Saison unerhört gut im Beachvolleyball entwickelten verlangten uns gleich zum Auftakt alles ab. David verwirrte uns in der Abwehr durch seine doppelt angetäuschten Flitzeinlagen so sehr, dass wir uns erst im dritten Satz mit 15:13 hauchdünn durchsetzten konnten. Puh! Egal! Hauptsache gewonnen lautete die Devise.

Im Gegensatz zu den Top gesetzten Beck/Schlegel sowie unseren geliebten Trainingspartnern Höfer/Winter und Noack/Steinberg konnten wir zumindest eine Faustdicke Überraschung gleich in der ersten Runde verhindern und mussten uns keine blöden Sprüche anhören, ganz im Gegenteil  – Ich musste mich ja irgendwie an den Fuß-Wackler Kommentaren vom München-TV Auftritt ravanchieren.

Das zweite Spiel gegen Knauer/Künecke durften wir dann auf dem wunderschönen Centercourt direkt vor dem Ruderregattasee bestreiten. Die Jungs vom Power Horse Beach Resort haben hier keine Kosten und Mühen gescheut und uns eine massive Steintribüne mit 2000 Sitzplätzen errichtet…

Das Spiel verlief besser als im Vorfeld gedacht. Die Sprungaufschläge saßen und spätestens nachdem der Fabi einen brutalen Linienschlag von „Hane“ voll auf die 10 bekommen hatte war auch mein Abwehrspieler wach. Der Schlag hinterließ in Fabis Gesicht mehr Schaden als auf der neuen Sonnenbrille von Rudy-Project, die Gott sei Dank nicht in tausend Einzelteile zersprang (genauso wenig wie im folgenden Spiel bei mir, als ein unvorhergesehener Ball meine Brille traf).

Die Heike hat also mit dem Feilchen unter Fabis linkem Auge nichts zu tun, auch wenn sie das stolz mehrfach am nächsten Tag kund tat.

Mit einem Ass konnte der zweite Satz  und somit das Spiel bei 21:18 gewonnen werden.

Im Viertelfinale bekamen wir es endlich mal wieder mit den zwei Friedbergen Spaßvögel Alex Hurler und Flo Schweikart zu tun. Die hatten uns in der letzten Woche zum Training versetzt, wahrscheinlich aus Angst uns zu sehr ihre Stärken und Schwächen zu offenbaren.

Von den Schwächen war erstmal leider nicht viel zu sehen. Zumindest bis zum Stand von 20:16 für die zwei Schaben. Dann kam die Zeit vom späteren MVP Fabian Wagner. Er wusste anscheinend schon immer vor Flo Schweikart wo der seine Bälle hinspielen wollte und somit konnten wir den schon sicher verloren geglaubten Satz gewinnen. Die zunächst langen Gesichter von Flo und Alex erhellten sich am Anfang des zweiten Satzes als sie schon wieder mit 5:1 führten. Spätestens jetzt spürte ich ein wenig Unmut bei meinem Partner aufgrund der schwachen Side-out Vorstellung meinerseits. Da die Sätze aber bis 21 ausgespielt wurden blieb uns noch genug Zeit auch diesen Rückstand wieder wett zu machen und 21:19 zu triumphieren. Das war das letzte Spiel an diesem Tag. Wir waren endlich endlich mal durch die Winnerrunde ins Halbfinale eingezogen und konnten ausschlafen.

Die Werbetrommel wurde kräftig gerührt und am nächsten Tag waren zum Halbfinale um 14 Uhr mindestens 40 eingefleischte Schmid-Wagner Fans auf der Tribüne die ordentlich Gas gaben.

Der Gegner lautete Beck/Schlegel die sich am morgen deutlich gegen die 5 fachen bayerischen Meister Buchner/Richter durchsetzen konnten.

Wir hatten in diesem Jahr die zwei Nürnberger Jungs zweimal deutlich schlagen können. Vielleicht lag es auch daran, dass wir nicht mit so massiver Gegenwehr rechneten und irgendwie keinen Zugriff auf den ersten Satz bekamen.

In der Mitte des zweiten Satzes konnten wir uns ein wenig absetzen und diesen Vorsprung hielten wir bis zum Ende. Es spricht für ein hohes Niveau, dass keine Mannschaft 4 oder 5 mal am Stück punkten konnte um den Vorsprung dann wieder abzugeben wie es oft der Fall ist. Sowohl im ersten Satz als auch im zweiten reichte eine kleine Schwächephase der einen oder der anderen Mannschaft aus um den Satz zu entscheiden. Dies sollte leider auch im Entscheidungssatz der Fall sein. Wir starteten schlecht und wechselten bei 1:4 die Seiten. Ab jetzt war weder hüben noch drüben ein Break zu holen und wir mussten uns verdient den späteren bayerischen Meistern mit 15 zu 12 geschlagen geben. An dieser Stelle: Herzlichen Glückwunsch Harry und Yannik. Ihr hattet einfach einen Sahnetag und bei solchen Turnieren entscheidet die Tagesform!

Im Spiel um Platz drei ist es immer sehr schwer sich zu motivieren. Für mich eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Allerdings kamen unsere 40 Fans geschlossen auf den Side Court und verzichteten auf das Damenfinale. Somit wurden wir angepeitscht und konnten nochmal ein richtig gutes Spiel gegen Schmidbauer/Wiskirchen abliefern. Die beiden wurden im Anschluss zum besten Abwehrspieler und zum besten Blocker gewählt. Das zeigt schon wie hoch dieser Sieg einzuschätzen ist.

Damit gelang Fabi und mir im dritten Anlauf der Sprung aufs Treppchen. Wir hatten ein gutes Turnier gespielt und alle Zuschauer versicherten uns ein tolles Wochenende erlebt zu haben. Jetzt, mit ein bisschen Abstand überwiegt der Stolz soviel Unterstützung und Zuneigung von den Zuschauern zu bekommen. Wir durften sogar ein paar Autogramme schreiben und Trikots verschenken

Wir zwei haben dieses Jahr einen großen Schritt gemacht und werden auch nächstes Jahr wieder alles geben. Jetzt steht noch der Saisonabschluss auf dem Masters Kategorie 1 Turnier in Ebersberg an. Für uns geht’s einerseits um deutsche Punkte in dem ranghöchsten bayerischen Turnier, andererseits darf ich den Fabi unseren Fans in Grafing und Ebersberg vorstellen. Beide Seiten können sich aufeinander freuen ! Am Abend wird sicher noch eine Maß auf dem Volksfest getrunken!

Prost!!

Videos folgen im Laufe der Woche!

Konsti und Fabi

FaWa

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