SchmidWagner im Land der Berge.

Daylong SuperCup Lienz

In unserer fünften gemeinsamen Saison fühlten wir uns endlich gerüstet aus unserem Schneckenhaus zu kriechen und internationale Luft zu schnuppern.

Der österreichische Super-Cup in Lienz drängte sich hierfür geradezu auf. Da Heike (Spielerfrau von Schmid-Wagner) Verwandtschaft in Osttirol hat, konnten wir sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Zur geographischen Einordnung: Liiiienz liegt 3,5 Stunden Autofahrt süd-westlich von Linz.

Das große Abenteuer begann schon Freitagabend, da wir als brave Gäste pünktlich frühmorgens für das Technical Meeting Präsenz zeigen wollten. In einem urigen Gasthof („Zum Falken“) wurden wir um Mitternacht herzlich empfangen und konnten unser gemeinsames 3er Zimmer beziehen. One Team one Dream!

Nach einer viel zu kurzen Nacht zwängten wir ein paar Frühstückshappen runter um schnellstmöglich an den Center Court zu kommen. Dort ernteten wir wegen unserer deutschen Pünktlichkeit spöttische und mitleidige Blicke. Außer den zwei Teams die das erste Spiel bestreiten mussten waren wir nämlich weit und breit die Einzigen vor Ort. In Österreich ist es Usus erst zum eigenen Spiel zu kommen und das war für uns erst für 13 Uhr angesetzt. Das war ein herber Tiefschlag – 3 Stunden Schlaf verschenkt!! Wir müssen noch ein ernsthaftes Wörtchen mit unserem deutschesten BVV Koordinator Roland H. reden.

Wir nutzten unsere gewonnene Zeit für kleine Ratschereien mit den Veranstaltern. Hier erfuhren wir, dass die Beachtour von Daylong gesponsert wird und der Name war anscheinend Programm. Unsere gemütlichen Nachbarn zogen nämlich das reine 16er Herrenturnier in Sage uns Schreibe 3 Tagen durch! Jedes Spiel fand am Center Court im Herzen der Innenstadt statt.

In unserer ersten Begegnung spielten wir gegen den einzig uns bekannten Spieler, nämlich Patrick Kain. Den durften wir schon letztes Jahr in Lohhof an der Seite von Chris Otte bewundern. Damals baute er das Turnier für die Lohhofer quasi im Alleingang auf und spielte anschließend auch noch unverschämt gut. Ein Traum von einem Mann! Trotzdem konnten wir uns an diesem Wochenende gegen ihn und seinen Partner Robert Moser in zwei Sätzen durchsetzen.

Als nächstes mussten die zwei Slowenen Tadej BOŽENK  und Danijel POKERŠNIK  dran glauben und das obwohl das Spiel mit 1:8 gegen uns begann. Blödes Side-out! Einer von beiden war übrigens schon 4maliger slowenischer Meister.

Wir waren nach diesem Tag mega erleichtert, dass unsere Generalprobe so geschmiert lief. Wir waren jetzt schon im Viertelfinale Winnerrunde! 320 Euro waren auch schon sicher und somit zumindest das Hotel wieder reingespielt. Im Nachhinein betrachtet hätten wir an diesem Punkt eigentlich schon wieder heim fahren können. Das einzige Spiel am Samstag wurde nämlich leider 22 zu 20 und 21 zu drölf gegen die späteren Silbermedaillengewinner Jörg WUTZL und Simon FRÜHBAUER verloren. Erschwerend hinzu kam, dass wir vorher offiziell mit den Ausrichtern ausgemacht hatten, dass der Verlierer auch gleichzeitig die Niederlage im Eurovision Song Contest, der ja am Abend zuvor glorreich 0 zu 0 zwischen beiden Ländern geendet hat, eingestehen muss. Hiermit ist es also amtlich: Deutschland ist Letzter, Österreich auf einem hervorragenden  vorletzten Platz!

Auch bei unserer zweiten Chance ins Halbfinale einzuziehen, mussten wir uns den späteren Turniersiegern Helmut MOSER und Martin STREITFELLNER mit 21 zu 19 und 21 zu 16 geschlagen geben. In beiden Spielen zeigten wir extrem untypisch gerade bei Breakchancen und in entscheidenden Aufschlägen Nerven und zahlten somit Lehrgeld. Für den Ärger und den flehenden Blick gen Himmel wurde man aber jedes Mal mit einem herrlichen Dolomitenpanorama entschädigt.

Mit etwas Abstand kann man sagen, dass wir uns zwar sportlich etwas unter Wert verkauft haben und noch mehr drin gewesen wäre, aber die Erfahrung, die wir auf unserer kleinen Reise gemacht haben, ist noch viel viel mehr Wert. Außerdem haben wir viele unheimlich nette Menschen kennen gelernt. Sehr bewegend auch, dass die Österreicher uns letztendlich als Bayern und nicht mehr als Deutsche einordneten! Wer weiß, vielleicht machen wir irgendwann wieder einen Abstecher ins Land der Berge. Es hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht!

Nächstes Wochenende steht das BVV Masters Kategorie 2 in Unterschleißheim an und wir brennen geradezu darauf unsere Erfahrungen gegen die bajuwarische Konkurrenz auszuspielen!

Rot-weiß-rote Grüße!!!

Fabi und Konsti

FaWa

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