Es riecht nach unserem 1. BVV Beach Masters Kat. 1 Sieg

BVV Beach Masters Kat. 1 Kempten

BVV Kat. 1 Sieg in Kempten!!

Leck, hat sich der Schmid-Wagner da durch getankt.

Gleich beim allerersten Spiel mussten wir uns gegen Mo Steinberg und Paul Cherbin geschlagen geben. Der Mo hat uns durch sein hartes Angriffsspiel und vor allem durch seine noch nie dar gebotene Konstanz so dermaßen überrascht, dass wir noch bevor wir auch nur die Chance hatten ein bisschen mitzudenken und vielleicht mal über seinen Schweizer Kollegen zu spielen, schon 2:1 besiegt wurden. Mir war bewusst, dass die eingetretene Situation suboptimal für uns ist, aber wie ernst es wirklich um uns stand, begriff ich erst, als mir mein kleiner Beach Partner verboten hat, das neue Auto von Bierbenni Pfister mit einem Schmid/Wagner Aufkleber zu verschönern.

Das Wetter passte zur Stimmungslage. Es regnete nur dann nicht, wenn es hagelte.

Frierend, müde und entnervt ging es mit dem gestellten Shuttle Service Richtung Center Court. Die Stimmung hellte sich aber etwas auf, weil Be eeen Winter im selben Auto saß und auch sein erstes Spiel verloren hat. Der kleine Ben kann so unglaublich schön leiden, schimpfen und traurig sein, dass es einem selbst direkt etwas besser geht.

Das One Two Barbecue konnten wir durch einen Sieg gegen Kulzer/Prosch abwenden. Zumindest die Sprungaufschläge fanden schon wieder öfter ihr Ziel. Auch das Side-out wurde besser. Da tat es auch nichts zur Sache, dass der Fabi immer noch auf seine erste Abwehr warten musste.

Im Loser 13 Spiel bekamen wir es mit dem zweiten Schweizer Gentleman zu tun. Ein sehr galanter Frauenschwarm namens Luis Geiser. Auch wenn sein Partner kleiner ist und Markus Zimmerer heißt, mussten wir einfach aus Prinzip über Luis spielen. Der Plan ging auf. Schmid/Wagner gegen die Schweiz: 3 zu 2 nach Sätzen! Kollege Zimmerer wird sich ärgern. Noch hält unsere Serie gegen ihn. Spätestens bei den Paraolympics 2028 ist es dann aber so weit!

Das letzte Spiel des Tages bestritten wir gegen Johnny Januschke. Ein gnadenloser Physiotherapeut mit einem Körperfettanteil von unter 2 Prozent. Im ersten Satz hatten wir ihn und seine Athletik noch gut im Sack. Aber im Zweiten Satz brachten wir kein einziges Break mehr gegen ihn zustande. Der Beweis, dass der Schmid/Wagner lernfähig ist: Wir wechselten einfach auf seinen Partner. Ein gewisser Maximilian Hauser – ein von Volleyballfunktionären frustrierter Erstligatrainer, der nächstes Jahr die Bayerische Nationalmanschaft im Trikot des GCDW gegen Restdeutschland antreten lassen wird. Ich lernete meine Wadenkrämpfe zu nutzen, um den optimalen Zeitpunkt zum Abschlag beim Sprungaufschlag zu finden. Beim leichten Einsetzen des Krampfes voll drauf auf den Ball 😉 Daraufhin machte Maxi ein bis zwei Fehler zu viel und ärgerte sich, dass es ihm in der Annahme nicht anders erging, als seinen Lieblingsbene.  Aus die Maus!

Jetzt hielt mich nichts mehr davon ab jede Menge Autos zu verschönern – unter den wohlwollenden Augen meines Beach Partners.

Glücklich gingen wir ins Bett – wussten wir doch, dass uns am nächsten Morgen endlich, endlich, endlich wieder Alex Hurler und Flo Schweikart erwarteten! Wer die beiden auf der Straße nicht erkennen würde: Der Alex sieht genauso aus wie der Fabi, inzwischen auch mit Schienbeinschoner, oder wie man die Dinger nennt. Der Flo sieht im Vergleich zu mir ein bisschen abgemagert aus, aber er fühlt sich wohl mit seinem Body Maß Index. Wirklich! Da wir letztes Jahr, auch bei Loser 7, genau an gleicher Stelle die erste Niederlage gegen die zwei Friedberger hinnehmen mussten, waren wir natürlich top motiviert! Es durfte am Ende der erste Sieg gefeiert werden, bei dem wir auch wirklich besser als die zwei waren.

Im Viertelfinale kam es zum Duell gegen Eugen Bakumovski und Martin Peiske. Die zwei waren nur aus der Winnerrunde ausgeschieden, weil sie im Gegensatz zu ihren Gegnern um 19 Uhr vor lauter Dunkelheit den Ball kaum mehr sehen konnten. Ihr Einspruch gegen das Ergebnis wurde aber abgelehnt. Was tun gegen zwei so erfahrene Spieler? Auf jeden Fall nicht über den Ex-Nationalspieler Bakumovski gehen, soviel war klar. Also musste der Martin dran glauben. Alles Jammern, Beschweren und Wehklagen im ersten Satz half nix und wir konnten klar gewinnen. Anfang des zweiten Satzes verletzte sich Eugen am Rücken. Das ganze hatte eine 15 minütige Unterbrechung zur Folge. Als ich mit bekam, dass sie den Notarzt rufen wollten, weil sie sich nicht sicher waren wie schwer die Verletzung ist, erinnerte ich mich dunkel an meinen Arzthintergrund. Immerhin konnte ich einen Notarzteinsatz verhindern und dafür sorgen, dass das Spiel zu Ende gespielt wurde. Für den Kopf war das ein sehr schweres Spiel und ich bin froh, dass wir gewonnen haben.

Halbfinale! Wer hätts gedacht nach dem ersten Spiel?? Ein voller Center Court inklusive Buchner/Richter erwartete uns! Das erste Spiel für das unser neuer Hallen und auch Beach Coach Alex Hezareh keine Tipps parat hatte. Anscheinend kannte er unseren Gegner nicht so gut.

Wir zeigten unsere bis dato beste Saisonleistung und konnten uns mit 2:0 durchsetzen. Ab dem zweiten Satz krampften meine Wadeln aber so stark, dass ich ab sofort auf Sprungaufschläge verzichten musste. Schmid/Wagner ohne Sprungaufschläge… Das konnte nicht gut gehen.

Auf den anderen Feldern kam es über die zwei Tage zu einer Sensation: Ein Basketballspieler zog in einem BVV Beach Master Kat. 1 Turnier bis ins Halbfinale ein! Die Rede ist von unserem lieben Trainingspartner David Drexler! Leider konnte er sich im Halbfinale nicht mehr durchsetzen und so durften wir nicht gegen ihn im Finale ran, aber er ist der lebende Beweis, dass sich ein guter Sportler sehr leicht mit fachfremden Sportarten tut.

Das Finale Grande konnten wir hauchdünn gegen Janis Späth und Lennart Kroha gewinnen. Ich war mit meinen Kräften komplett am Ende. Der erste Satz ging noch gut rum, aber im zweiten hab ich kaum mehr den Ball mit den Augen fixieren können. Erst Mitte des dritten Satzes kam die zweite Luft und durch reine Willenskraft konnten wir einen 7:11 Rückstand in einen 18:16 Sieg ummünzen. Grenzenloser Jubel! Unser erster Sieg bei einem Kat 1 Turnier! Vielen Dank an alle, die zugeschaut haben, vor allem unserem neuen Coach Alex, der vielleicht das berühmte Quäntchen ist, das uns bis hierhin gefehlt hat.

Somit konnten wir unsere Spielklamotten von letzten Jahr standesgemäß verabschieden, denn im Laufe der Woche kommt die 2te Kollektion „Schmid-Wagner“ powered by Panzeri!

Bei der Siegerehrung bekamen alle Spielerinnen und Spieler der ersten drei Platzierungen einen Siegerstern! Alles Sieger !! Außerdem zusätzlich eine wunderschöne Blume! Herrlich!

Kempten hat sich mal wieder großartig präsentiert. Der Centercourt ist selbst bei Platzregen und Hagel gut gefüllt. Die Organisation makellos. Ich hoffe sehr, dass wir hier noch das ein oder andere Mal spielen dürfen. Bitte macht weiter so!

Nächste Woche hat der Fabi die Schnauze voll von mir und meinen Romanen und er spielt mit dem fiesen Julius Höfer in Mühldorf. Dieser konnte dieses Wochenende die deutsche Vizemeisterschaft des Hochschulhallenvolleyballs nach München holen.

Fabi und ich spielen erst am 4ten und hoffentlich auch am 5ten Juli bei unserem Heimturnier in Ebersberg wieder zusammen!

Bis dahin süße Träume!

Eure Fabi und Konsti Schmid-Wagner

FaWa

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