Zack, rauf aufs Treppchen

Bayerische Meisterschaften Beachvolleyball Augsburg

Die erste gute Nachricht kam schon im Laufe der Woche: Die neue Schmid-Wagner Kollektion 2015 ist angekommen! Ganz bunt und mit gepimpten Schmid-Wagner Logo konnte das Saisonfinale eingeläutet werden. Ich habe immer noch niemanden gefunden, der nicht hin und weg ist von unserem neuen Litfaßsäulen-Look inklusive Wasserzeichen!

Die zweite gute Nachricht gleich hinterher: Wir haben uns aufgrund unserer besonderen Verdienste und unseres gepflegten Aussehens für die Qualifikation zum Smart Beach Cup kommende Woche in Nürnberg die Wildcard gesichert!

Na wenn diese zwei Nachrichten nicht Grund genug sind uns den letzten nötigen Motivationsschub für die Bayerische Meisterschaft zu geben, was dann? Vielleicht ein perfekt organisiertes Turnier im Herzen Augsburgs? Vielleicht bestes Wetter und über 1200 Zuschauer auf dem Centercourt?

Der Schmid-Wagner läuft zur Höchstform auf!

Da diese ganzen Schlüsselreize nicht immer in dieser Saison vorhanden waren machte es unter den Experten inzwischen die Runde, dass wir im ersten Spiel ein sehr machbares Los seien. Fabi konnte sich davon live überzeugen, als er in der Früh (wie immer) Mäuschen auf der Herrentoilette spielte. Soweit war es also schon gekommen. In den letzten Jahren waren wir noch bekannt dafür im Erstrundenspiel eine richtig miese Vorstellung abzugeben, aber am Ende immer knapp und unverdient zu gewinnen. Jetzt sind wir also nur noch Erstrundenopfer. Naja, das muss sich wieder ändern. Den Anfang haben wir noch in diesem Turnier geschafft: Auch dank eines eher ungewollt platzierten Aal-Aufschlags ins linke Kreuzeck gewannen wir gegen die Liberolegende Mo Dobler mit seinem durch nichts aus der Ruhe bringenden Partner Hane Künecke mit 2:0.

Im zweiten Spiel ging es gegen zwei Gegner, die genau wissen wie man auf solchen Meisterschaften agieren muss – haben sie das Ding doch immerhin schon drölf Mal  gewonnen: Die seit 2001 harmonierenden Hannes Buchner und Dome Richter. Beide haben sich ihre Fangemeinde durch mehrmaliges Papa werden hart erarbeitet! In diesem Spiel kam allerdings unsere altbekannte Waffe, der Sprungaufschlag, in seiner ganzen Brutalität zum Einsatz! Somit zogen wir schon in das Viertelfinale der Winnerrunde ein. Nochmal: Der „WINNER“ Runde.

Die weiteren Teams die sich in diese Runde qualifizieren konnten: Beck/Noack, Höfer/Vielmeier und Doranth/Hauser. Alle ohne Satzverlust. Das hat sich schon über die ganze Saison herauskristallisiert, dass diese vier Teams die großen Favoriten auf die Meisterschaft sein werden. Alle hatten einen guten Tag erwischt. Gegen letztere durften wir das herrliche Sommerabendspiel auf dem Centercourt bestreiten. Quasi als Neuauflage des Finals 2014. Im ersten Satz traten wir recht couragiert auf, trafen aber zu oft die falsche Entscheidung. Unzählbare Male erinnerte mich der Fabi daran, mich erst nach dem gegnerischen Zuspiel vom Block zu lösen, egal wie gut der Aufschlag war. Doch jedes Mal wieder guckte ich lächelnd-verträumt der eigenen Aufschlagsbombe nach, bis der Ball schon wieder blockfrei in unser Feld einschlug. Im zweiten Satz verloren wir komplett den Faden. Damit ging es mit etwas Magengrummeln ins Bett.

Allerdings nicht ohne noch vorher ungeduscht die neuen, inzwischen sandigen Klamotten in einem schicken Griechischen Restaurant den schwäbischen Gästen zu präsentieren! Die waren alle begeistert!

Genauso wie die vielen Autobesitzer mit ihren neuen Schmid-Wagner Logos! Die sind übrigens sehr gut, ohne Lackschäden zu hinterlassen, wieder ablösbar. Als kleine Anmerkung für Anwälte und Metzger.

Sonntagmorgen wurde es also wieder ernst: Der Gegner war das 3 Meter Team Winter/Wehl. Die Stärken von Ben Winter: Sich mitreißend freuen und ärgern können, Donnerblitz Aufschläge und seine Freundin. Die Stärken von Michi Wehl: Der immer freundliche Gemütszustand, Krakententakel, sowie die Fähigkeit auf jeder Unterlage wie ein Baby schlafen zu können.

Der Fakt, dass ich den Ben so oft blockieren konnte, wie ich selten einen Spieler blockiert habe, wird vollkommen zur Nebensache, wenn man weiß, dass er mich im Gegenzug auch blocken konnte. Physikalisch kaum möglich, aber wer diesen Worten keinen Glauben schenken mag: Es kursiert ein Videobeweis. Somit gingen wir faktisch als Sieger, moralisch allerdings als Verlierer aus diesem Spiel.

Einmal geschüttelt und dann hieß es Halbfinale gegen Beck/Noack! Mit Sicherheit eines der besten Spiele dieses Turniers. Leider am Nebencourt ausgetragen, wo die Sprungaufschlageinflugschneise sehr knapp bemessen war. Es ging hin und her. Den ersten Satz können wir eigentlich schon gewinnen, geben ihn aber knapp ab. Im zweiten Satz holen wir zum Ende hin drei Punkte durch direkte Asse auf. Danach betreiben wir 4 Aufschläge lang Arbeitsverweigerung. Dann nochmal Ass. Letztendlich heißt es aber 25:27! Leider, leider! Ade, du schöne Titelverteidigung. Die Enttäuschung hielt sich jedoch in Grenzen, weil es einfach ein tolles Spiel war. Wenn man schon verlieren muss, dann so. Noch dazu gegen unsere Grafinger Teamkollegen die sich am Ende die Krone aufsetzten! Herzlichen Glückwunsch! Sie haben es sich redlich verdient. Jedes Turnier an dem sie in Bayern teilnahmen und an denen sie sich nicht einbildeten verletzt zu sein, konnten sie gewinnen. Im ganzen Jahr verloren sie nur einen Spiel! Auf der Bayerischen keinen einzigen! Respekt!

Außerdem wurden wir mit einem Centercourtspiel um Platz 3 belohnt. Wieder mal gegen Doranth/Hauser. Nach längerer Zeit aber endlich mal wieder ein Sieg für uns, dank eines tollen Spiels. Und das vor 1200 frenetischen Zuschauern! Wow! Super Augsburg!

Damit ging Platz 1 bis 3 an die Trainingsgruppe Rothof. Es war ein wunderbares Jahr und ich muss mir eine Träne verdrücken, wenn ich an den ganzen Spaß denke, den wir zwei bis dreimal die Woche am Rothof hatten. Am Ende sogar mit unserem neuen Hallencoach Alex Hezareh, der uns schonmal als Vorgeschmack im Sand zeigte wo es lang geht! Vielen Dank hierfür, es hat alle drei Teams nochmal einen Schritt nach vorne gebracht! Das klappt in der Halle bestimmt auch, davon sind Fabi, Yannic und ich jetzt schon vollauf überzeugt!

Bei der Siegerehrung schoss mir dieser kleine Beck dann die als unzerstörbar geltende Sonnenbrille mit dem Sektkorken kaputt. Der große Noack revanchierte sich dafür aber bei München TV mit einer Schmid-Wagner Schleichwerbung an der Schuhsohle. Noch offensichtlicher machte es sogar unser Beach Koordinator, der uns inzwischen offensichtlich im Herzen trägt! Ihr zwei habt uns mit eurem Auftritt wirklich eine riesen Freude gemacht, vielen Dank!

Das Sahnehäubchen setzen wir uns jetzt am Freitag in der Quali für Nürnberg auf. Da wird einfach jedes Spiel in vollen Zügen genossen. Daumen drücken!

Mit Bronzegrüßen

Euer Schmid-Wagner

FaWa

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