Kleiner Dämpfer in den Los Wochos

Beachvolleyballteam Schmid Wagner

BVV Beach Masters Kat. 2 Mühldorf

Das Mühldorfer Altstadtturnier. Immer ein Highlight im Terminkalender. Hier haben Fabi und ich eine ausgesprochen schöne Erfolgsgeschichte vorzuweisen in den letzten Jahren. Man kann sich auf top motivierte Ausrichter genauso verlassen, wie auf ein starkes Gewitter was die Zuschauerzahlen und die gute Stimmung am Samstagabend etwas drückt. Das ist auch wichtig für diejenigen zu wissen, die eine Sommerparty/Hochzeit planen. Ja nicht an dem Wochenende an dem die Mühldorfer Verantwortlichen ihr Turnier planen.

Sportlich angefangen hat es mit einer Dreistigkeit von Schlauderer/Schmidrrrrkal. Anstatt wie jede vernünftige Mannschaft die Morgenspiele über den verschlafenen Mittelblocker zu spielen, versuchten sie es über den wachen Abwehrmann. Die Quittung: Ein 0:2.

Metzger/Vogel agierte da schon deutlich routinierter und brachten mich mit Aufschlägen von unten immerhin soweit in Bedrängnis, dass es gegen Ende nochmal knapp wurde. Aber letztendlich haben wir uns durchgewurschtelt und bei schwül-heißer Hitze den Minimalaufwand von 4 Sätzen gespielt. Das Viertelfinale gegen die Schwaiger Sisters wurde gewitterbedingt auf den nächsten Tag verschoben.

Wie immer wurde in der Pension Wagner ordentlich aufgekocht und mehrere Teams verköstigt und mit Schlafplätzen versorgt.  Satt, ausgeschlafen und endsandet ging es Sonntagmorgen das erste Mal gegen die Schwaiger Sisters. Wie immer konnte man sie mit 2:1 aus dem Weg räumen. Aber schon hier mussten wir alle Tricks anwenden. Im dritten Satz gewannen die Gegner nämlich eigentlich das Annahmerecht. Aber eine selbstbewusste Ballübergabe 2 Minuten später ließ doch Yannick und Janis aufschlagen. Ein kleiner aber feiner Vorteil, den wir zu nutzen wussten!

Im Halbfinale kam es schließlich zu dem ersten kleinen Dämpfer unserer bisher traumhaft verlaufenden Saison. Gegen Herrmann/Kaduk spielten wir zu kreativlos. Auf einen festen Schlag in den Block haute ich den nächsten wieder in den Block, nur etwas weniger kräftig. Auf einen knappen Schlag diagonal ins Aus folgte ein noch diagonalerer Ball und auf diesen ein noch diagonalererer. Bei den zwei auf der anderen Seite des Netzes funktionierte dagegen fast alles und sie machten sich verbal noch nicht mal wie sonst gegenseitig ihr Zuspiel madig. Somit haben sie völligst verdient gewonnen.

Um noch aufs Treppchen zu kommen musste am Side-Court wieder Schwaig dran glauben. Der Side Court wies zunächst 9×9 Quadratmeter Fläche auf, was mir nicht weiter aufgefallen wäre. Funny Dillinger und Partnerin Lisa Schnürer schon. Diese gewannen vor uns ihr kleines Finale und nehmen ohne Schiedsrichterlizenz ganze 64 BVV und 0 DVV Punkte mit nach Augsburg.

Im kleinen Finale der Männer kamen unsere Gegner nicht damit klar, dass wir unsere treuesten Fans auf den abgelegenen Platz mitbrachten und stimmungsmäßig einfach klar im Vorteil waren. Wir konnten uns statt 2:1 mit 2:0 durchsetzen. Höchst ungewöhnlich. Irgendwas war an Yannick und Janis anders in diesem Turnier. 

Fabi und ich gehen jetzt wieder an unserer Vielseitigkeit arbeiten und melden uns in 2 Wochen wieder. Dann geht es in Kempten weiter um unseren persönlichen DVV Punkte Rekord. Der liegt bei 78. In der aktuellen Saison haben wir 74. Wir freuen uns auf ein mega gut besetztes Feld und die Herausforderung!!

Schmidwagner auf Platz 1!

©Lothar F.

BVV Beach Masters Kat. 1 Bayreuth

Das Turnier in Bayreuth war herrlich organisiert. Mit zwei Feldern auf der Landesgartenschau waren Zuschauer garantiert, auch wenn diese ein für Beach Volleyball ungewöhnlich hohes Durchschnittsalter hatten. Zwischen den ganzen schönen Blumen ist es aber sicherlich ein besonderes Highlight beispielsweise die zwei Edelgewächse Herrmann/Kaduk zu bestaunen. Den Herrmann müssen die Eltern aufgrund seiner Größe und den langen Haaren besser gegossen haben. Einer der Turnierhauptverantwortlichen ist mein neuer Hallen Coach Milan Dörnhöfer. Dem wollte ich gleich beweisen, dass an mir als Zuspieler nächstes Jahr kein Weg vorbei führt. Kein einziges Zuspiel wurde mir abgepfiffen! Nur um das nochmal zu verdeutlichen.

Das Highlight dieses Turniers war mit Sicherheit das Moderator/DJ-Duett. Die beiden nennen sich „Pfeilgrad Entertainment“ und es ist erstaunlich wieviel Blödsinn man mit passenden Jingles hinterlegt zwei ganze Tage von sich geben kann. Da ist selbst ein Harry Schlegel baff. Dabei ist dieser Blödsinn so lustig und mitreißend, dass die Stimmung trotz sehr durchwachsenem Wetter bei allen Zuschauern prächtig war.

Spätestens nach Zitaten von Edmund Stoiber und Olli Kahn huschte selbst Eugen Bakumovski ein Grinsen durchs Gesicht, obwohl er gerade eine Niederlage gegen das Grafinger Hallenteam Langer/Stretz (Becks und Strizzi) hinnehmen musste. Die zwei sind im internationalen Beach Volleyball Geschäft noch eher unbekannte Namen und flößen dem Gegner (noch) keinen Angstschweiß auf die Stirn, aber in Schmid-Wagner Hosen (zu ihnen war noch nicht durchgedrungen, dass man außerhalb des Freibades in gleichen Hosen spielen muss) flößen sie zumindest einem Flo Schweikart soviel Furcht ein, dass dieser mit seinem international sehr bekannten Bakumovski (an 2 gesetzt) klein beigeben musste. Fast hätte es auch noch bei Schweikarts Ex Partner Alex Hurley gereicht, aber dieser verhinderte dann Gott sei dank mit Ach und Krach das Vordringen unseres Grafinger Experiments auf einen 7ten Platz. Das hätte ihnen psychisch auf lange Sicht nicht gut getan.

Fabi und ich machten es gegen den hoffentlich zukünftigen Grafinger Alex (mit Partner Michael Stöcker) besser und durfte dann selbstverständlich wieder gegen Klement/Späth (vom SV Schwaig) ran. Inzwischen legen wir uns fest: Schmid/Wagners Lieblingsgegner 2015/16.  Yannic und Yannis nennen wir ab sofort in Anspielung an das beste österreichische Beach Volleyballteam der letzten Jahre die Schwaiger-Sisters. Wie immer waren wir klassisch bei 0:1 Satzrückstand bereits aussichtslos und völlig verdient hinten, weil ich wie immer klassisch am Turnieranfang nicht in die Pushen kam. Am Ende siegten wir logischerweise im Tie Break. Falls  jemand einen Tipp für mich hat, wie man gut ins Turnier kommt … ich bin für jeden Rat sehr dankbar. Ich habs für die Schlaumeier unter euch aber auch schon mit frühem Aufstehen, gesunder Ernährung, Waldläufen und Liegestützen versucht, alles ohne Erfolg (ebenso gegenteilige Erwärmung).

Hilfe diesbezüglich erwarte ich vor allem von der Legendengruppe. Zur kurzen Erklärung wer oder was diese Legendengruppe ist: Es handelt sich um mehrere unter 185 cm große Münchner, die das Beach Volleyball erfunden haben. Wer genau hinter diesem Geheimverbund steckt ist nicht bekannt. Fabi und ich wissen nur, dass wir bei diesem elitären Kreis in Ungnade gefallen sind, weil wir Mitglieder genötigt und benutzt haben am Anfang des Jahres die für uns nötigen BVV Punkte zu erhaschen, damit wir zur Bayerischen Meisterschaft zugelassen werden. Wir entschuldigen uns hiermit in aller Form!

Zurück zum 233 km entfernten Bayreuth. Da wir inzwischen schon fast erwachsen geworden sind haben wir uns über Nacht in der Pension zum „edlen Hirschen“ einquartiert. Wow! Das Einzelzimmer mit Beistellbett ist zwar ein wenig klein für zwei Personen, aber eigentlich hätte es schon gepasst. Wäre da nicht der etwas weniger erwachsene Carsten Vielmeier, der sich wie ein echter Herrschinger um gar nichts gekümmert hat. In einer Nacht und Nebel Aktion konnten wir ihn noch mit einer Zusatzmatratze in unserem Zimmer einquartieren. Da er allerdings bereits in aller herrgottsfrüh spielen musste war es nur ein kurzes Kuschelvergnügen mit ihm. Kurz aber sehr schön !

Ich konnte mich noch weitere 3 Stunden mental auf unseren nächsten Gegner Peter und Georg Wolf vorbereiten. Dies war auch bitter nötig, da die zwei am Anfang des ersten Satzes wie ein ganzes Wolfsrudel über uns hergefallen sind. Dann haben wir sie aber gezähmt und die zwei hungrigen DVV Spieler haben sich nur noch gegenseitig angeknurrt. Typisch Brüder. Damit konnten wir ein weiteres nationales Team besiegen. Das macht langsam richtig Spaß.

Apropos national: Unsere bayerischen Landesvertreter und Trainingspartner Doranth/Höfer gewannen Bronze im Smart Beach Cup zu Dresden. Beck/Noack gar Silber !!! Unfassbier! Wir haben das Ganze am Live Ticker verfolgt und konnten die Siege über hochkarätige Gegner wie die Poniewatz Brüder kaum fassen. In der Familie bleiben sie aber gewohnt pessimistisch/bescheiden. Nina Gleich ist sich nämlich sicher, dass alle Gegner von ihrem Gspusi Yannic entweder schon über dem Zenit hinaus sind, oder aber einen schlechten Tag erwischt haben mussten. Diese bizarre Einstellung stellt für mich einen unheimlich willkommenen Gegenpol zum modernen Facebook Leben dar in dem alles nur noch „geil“ ist. Wir sind uns sicher, dass Yannic über den zweiten Platz von Nina in Bayreuth genauso urteilt! Herrlich sympathisch!

Im Finale erwartete uns Erstligatrainer Max Houser mit dem wortkargen Harry Schlegel. Eine eigentlich souveräne und klare Angelegenheit für Schmid/Wagner bis wir den Start Knopf von Max gefunden haben. Für alle die es interessiert: dieser befindet sich in seinem rechten Daumengrundgelenk: Nachdem ich ihm dieses Gelenk nämlich mit einem Faustball beim Netzduell luxiert habe und im Anschluss wieder reponieren durfte (meine neue Taktik: Patienten selber produzieren), spielte er wie ausgewechselt und machte uns den Sieg durch tolle Abwehrarbeit und geschicktes Angriffsspiel fast streitig. Ich ziehe meinen Hut vor diesem Ausnahmesportler! Die Situation ist bezeichnend für seine großen Erfolge in Halle und Sand! Chapeau!

Kategorie 1 Turniersieg für Schmid/Wagner!! Als Schmankerl oben drauf haben wir die Führung in der bayerischen Rangliste übernommen. Wir freuen uns auf nächstes Wochenende in Mühldorf!

Es Schmidwagnert weiter

Ebersberg_Beachvolleyball

BVV Beach Masters Kat. 1+ Ebersberg

Zunächst darf ich alle aktiven Beacher beruhigen: Der Fabi wird diese Saison nicht mit einem neuen fiesen Partner alias Daniel Malescha, oder sonst einem Ungeheuer an den Schtarrt gehen. Von daher wird er verwundbar und besiegbar bleiben. Aber man muss sich schon ein bisschen anstrengen.

Die erste Duftmarke konnten wir am vergangenen Wochenende bei dem wieder einmal hervorragend organisierten BVV Beach Masters Kat. 1 Plus (allerhögschdes Niveau) in Ebersberg hinterlassen. In dem 16er Feld wurden einige Deutsche Punkte und viel Preisgeld vergeben weshalb die Teams teilweise sogar aus Argentinien angereist kamen! Ei Karamba!! Die Firma Beach2Go unter der Führung von Dieter Heidrich und Barthel Spranger legten sich voll ins Zeug und stellten ein Turnier auf die Beine die seinesgleichen in Bayern sucht. Auch wenn es mit Nieselregen Samstag früh begann und der Wettergott sich das Motto „je später desto Regen“ ausdachte kamen viele Zuschauer und verfolgten gespannt die hochklassigen Partien.

Die Vorbereitung von Schmid-Wagner auf dieses Turnier gestaltete sich etwas anders als in den vergangenen Jahren und bestand aus zwei Telefonaten. Da ich eine neue sportliche Perspektive im Großraum Regensburg suche, musste ich den Fabi mit den Höfers, Doranths, Becks, Noacks und Vielmeiers dieser Welt im Rothof alleine weitertrainieren lassen. Dabei fungiert mein Abwehrspieler parallel auch als Spion und analysiert gewissenhaft alle Schwächen unserer potentiellen Gegner. Bisher ist sein DINA 4 Blatt aber noch ziemlich leer.

Wir durften dieses Wochenende gleich zweimal gegen Klement/Späth (im Folgenden Schwaig genannt) ran. Damit setzen sie sich langsam aber sicher an der Spitze der am häufigsten bespielten Gegner fest. Einzig Hurler/Schweikart haben noch ein paar Spiele mehr gegen uns gespielt. Die zwei sympathischen Friedberger haben sich aber ebenso getrennt wie alle anderen Duos mit denen wir schon vor 6 Jahren im Sand standen. Wenn nicht Buchner/Richter nochmal einen Rappel bekommen stellen wir das am längsten zusammen spielende Team Bayerns dar. Ein Hauch von Treue in dieser kalten Welt…

Erstaunlich souverän im Vergleich zu unseren sonstigen Saisonauftaktspielen konnten wir gleich unser erstes Spiel gegen Schwaig gewinnen. Lediglich zwei Matchbälle gegen uns hatten wir abzuwehren. Den ersten Satz verloren wir indem Fabi zweimal in einem Ballwechsel einen wuchtigen Angriffsschlag mit dem Gesicht abwehrte und dabei seine neue Sonnenbrille und sein Lieblingscap im Sand verstreute. Den perfekt zur Netzkante fliegenden Ball vergoldete ich mit einem missglückten Cut ins Netz.

Mein Abwehrspieler blieb in der Satzpause erstaunlich gefasst und verständnisvoll während er seine zarte Nase wieder gerade rückte.

Im weiteren Verlauf hatten wir die Ehre uns am Centercourt gegen die an eins gesetzten Becker/Romund zu duellieren. Gegen Paul Becker haben wir schon in den vergangenen Jahren spielen dürfen, allerdings noch nie gewonnen. Diesmal sollte es klappen. Ich denke dieses Spiel ist für uns nicht nur der Türöffner für das Turnier in Ebersberg gewesen, sondern vielleicht sogar der Türöffner für die laufende Saison. Man bekommt mächtig Selbstvertrauen im Siegesrausch gegen so ein deutsches Top Team.

Am Sonntag wiederholten wir das Kunststück gegen Ehlers/Hellmuth. Die zwei gehören ebenfalls zur deutschen Volleyballelite und das nicht nur wegen ihren zwei Meter drölf und ein Meter Zwünfzig Körpergröße. Körperlich knetete mich unser Hallenphysiotherapeut Jan Schmolling nach einiger Minuten des Anflehens für dieses Spiel fit, der praktischerweise direkt über dem Klosterbauhof arbeitet. Erstaunlich was eine kurze und knackige Behandlung für Schmerzen auslösen-, aber auch ein Überleben auf dem Feld sichern kann. Taktisch nutzten wir die Gegebenheit, dass Toni Hellmuth nicht auf seiner gewohnt rechten Seite spielte, durch cleveres Aufschlagspiel aus. Die blind reingebombten Sprungaufschläge zeigten die gewünschte Wirkung. Das Spiel fand am Side Court statt und steht somit, im Gegensatz zu allen Center Court Spielen, leider nicht auf sportdeutschland.tv on Demand zur Verfügung.

Durch die Siege gegen Becker/Romund und Ehlers/Hellmuth haben wir unseren Freunden Doranth/Höfer und Beck/Noack alle direkten Konkurrenten für die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft 2016 aus dem Weg geräumt. Bene und Julius haben wir auch noch als Sahnehäubchen das Finale gewinnen lassen. Somit stehen beide Teams tief in unserer Schuld. Wir haben dabei bereits einige Ideen wie sie das wieder gut mache können: Tim und Yannic sollten auch in der Halle für Grafing spielen und nicht nur alibimäßig im Sand für die Bären starten. Dabei ist uns völlig egal, ob Tims Knie abfällt oder Yannic sein Studium schmeißen muss. Von Julius und Bene wünschen wir uns in Zukunft mehr Gnade was Netzrolleraufschläge angeht!

Abseits unserer Spiele ereignete sich noch etwas Erwähnenswertes:

Das weibliche Team Meuter/Weber zogen sensationell in ihrem Comeback ins Halbfinale der Damen ein. Dabei setzten sie sich ebenfalls wie wir gegen favorisierte Gegner durch. Es muss gesagt sein, dass sich beide Zuhause um Kleinkinder kümmern müssen: Linda um ihr vor kurzem geborenes Baby und Alex um den Bierbenni. Wir gratulieren von ganzem Herzen!

Es war uns eine innerliche Magenbrotzeit endlich wieder all die netten Menschen die das Beach Volleyball ausmachen zu sehen. Insgesamt war dieses Turnier zum Saisoneinstieg genauso schön wie ohne Reus zur Europameisterschaft zu fahren.

Livestream und der SchmidWagner ist dabei!!

Abwehr Beachvolleyball

Unbedingt einschalten!

Für alle, die es nicht rechtzeitig nach Ebersberg zum BVV Beach Masters Kat. 1 + schaffen, gibt es erstmals einen Livestream vom Centercourt auf Sportdeutschland.tv . Es kommt noch besser! Wir spielen unser erstes Spiel um 10:10 Uhr am einen der schönsten Centercourts Bayerns und ihr könnt live dabei sein!