Es Schmidwagnert weiter

Ebersberg_Beachvolleyball

BVV Beach Masters Kat. 1+ Ebersberg

Zunächst darf ich alle aktiven Beacher beruhigen: Der Fabi wird diese Saison nicht mit einem neuen fiesen Partner alias Daniel Malescha, oder sonst einem Ungeheuer an den Schtarrt gehen. Von daher wird er verwundbar und besiegbar bleiben. Aber man muss sich schon ein bisschen anstrengen.

Die erste Duftmarke konnten wir am vergangenen Wochenende bei dem wieder einmal hervorragend organisierten BVV Beach Masters Kat. 1 Plus (allerhögschdes Niveau) in Ebersberg hinterlassen. In dem 16er Feld wurden einige Deutsche Punkte und viel Preisgeld vergeben weshalb die Teams teilweise sogar aus Argentinien angereist kamen! Ei Karamba!! Die Firma Beach2Go unter der Führung von Dieter Heidrich und Barthel Spranger legten sich voll ins Zeug und stellten ein Turnier auf die Beine die seinesgleichen in Bayern sucht. Auch wenn es mit Nieselregen Samstag früh begann und der Wettergott sich das Motto „je später desto Regen“ ausdachte kamen viele Zuschauer und verfolgten gespannt die hochklassigen Partien.

Die Vorbereitung von Schmid-Wagner auf dieses Turnier gestaltete sich etwas anders als in den vergangenen Jahren und bestand aus zwei Telefonaten. Da ich eine neue sportliche Perspektive im Großraum Regensburg suche, musste ich den Fabi mit den Höfers, Doranths, Becks, Noacks und Vielmeiers dieser Welt im Rothof alleine weitertrainieren lassen. Dabei fungiert mein Abwehrspieler parallel auch als Spion und analysiert gewissenhaft alle Schwächen unserer potentiellen Gegner. Bisher ist sein DINA 4 Blatt aber noch ziemlich leer.

Wir durften dieses Wochenende gleich zweimal gegen Klement/Späth (im Folgenden Schwaig genannt) ran. Damit setzen sie sich langsam aber sicher an der Spitze der am häufigsten bespielten Gegner fest. Einzig Hurler/Schweikart haben noch ein paar Spiele mehr gegen uns gespielt. Die zwei sympathischen Friedberger haben sich aber ebenso getrennt wie alle anderen Duos mit denen wir schon vor 6 Jahren im Sand standen. Wenn nicht Buchner/Richter nochmal einen Rappel bekommen stellen wir das am längsten zusammen spielende Team Bayerns dar. Ein Hauch von Treue in dieser kalten Welt…

Erstaunlich souverän im Vergleich zu unseren sonstigen Saisonauftaktspielen konnten wir gleich unser erstes Spiel gegen Schwaig gewinnen. Lediglich zwei Matchbälle gegen uns hatten wir abzuwehren. Den ersten Satz verloren wir indem Fabi zweimal in einem Ballwechsel einen wuchtigen Angriffsschlag mit dem Gesicht abwehrte und dabei seine neue Sonnenbrille und sein Lieblingscap im Sand verstreute. Den perfekt zur Netzkante fliegenden Ball vergoldete ich mit einem missglückten Cut ins Netz.

Mein Abwehrspieler blieb in der Satzpause erstaunlich gefasst und verständnisvoll während er seine zarte Nase wieder gerade rückte.

Im weiteren Verlauf hatten wir die Ehre uns am Centercourt gegen die an eins gesetzten Becker/Romund zu duellieren. Gegen Paul Becker haben wir schon in den vergangenen Jahren spielen dürfen, allerdings noch nie gewonnen. Diesmal sollte es klappen. Ich denke dieses Spiel ist für uns nicht nur der Türöffner für das Turnier in Ebersberg gewesen, sondern vielleicht sogar der Türöffner für die laufende Saison. Man bekommt mächtig Selbstvertrauen im Siegesrausch gegen so ein deutsches Top Team.

Am Sonntag wiederholten wir das Kunststück gegen Ehlers/Hellmuth. Die zwei gehören ebenfalls zur deutschen Volleyballelite und das nicht nur wegen ihren zwei Meter drölf und ein Meter Zwünfzig Körpergröße. Körperlich knetete mich unser Hallenphysiotherapeut Jan Schmolling nach einiger Minuten des Anflehens für dieses Spiel fit, der praktischerweise direkt über dem Klosterbauhof arbeitet. Erstaunlich was eine kurze und knackige Behandlung für Schmerzen auslösen-, aber auch ein Überleben auf dem Feld sichern kann. Taktisch nutzten wir die Gegebenheit, dass Toni Hellmuth nicht auf seiner gewohnt rechten Seite spielte, durch cleveres Aufschlagspiel aus. Die blind reingebombten Sprungaufschläge zeigten die gewünschte Wirkung. Das Spiel fand am Side Court statt und steht somit, im Gegensatz zu allen Center Court Spielen, leider nicht auf sportdeutschland.tv on Demand zur Verfügung.

Durch die Siege gegen Becker/Romund und Ehlers/Hellmuth haben wir unseren Freunden Doranth/Höfer und Beck/Noack alle direkten Konkurrenten für die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft 2016 aus dem Weg geräumt. Bene und Julius haben wir auch noch als Sahnehäubchen das Finale gewinnen lassen. Somit stehen beide Teams tief in unserer Schuld. Wir haben dabei bereits einige Ideen wie sie das wieder gut mache können: Tim und Yannic sollten auch in der Halle für Grafing spielen und nicht nur alibimäßig im Sand für die Bären starten. Dabei ist uns völlig egal, ob Tims Knie abfällt oder Yannic sein Studium schmeißen muss. Von Julius und Bene wünschen wir uns in Zukunft mehr Gnade was Netzrolleraufschläge angeht!

Abseits unserer Spiele ereignete sich noch etwas Erwähnenswertes:

Das weibliche Team Meuter/Weber zogen sensationell in ihrem Comeback ins Halbfinale der Damen ein. Dabei setzten sie sich ebenfalls wie wir gegen favorisierte Gegner durch. Es muss gesagt sein, dass sich beide Zuhause um Kleinkinder kümmern müssen: Linda um ihr vor kurzem geborenes Baby und Alex um den Bierbenni. Wir gratulieren von ganzem Herzen!

Es war uns eine innerliche Magenbrotzeit endlich wieder all die netten Menschen die das Beach Volleyball ausmachen zu sehen. Insgesamt war dieses Turnier zum Saisoneinstieg genauso schön wie ohne Reus zur Europameisterschaft zu fahren.

FaWa

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