Schmidwagner auf Platz 1!

©Lothar F.

BVV Beach Masters Kat. 1 Bayreuth

Das Turnier in Bayreuth war herrlich organisiert. Mit zwei Feldern auf der Landesgartenschau waren Zuschauer garantiert, auch wenn diese ein für Beach Volleyball ungewöhnlich hohes Durchschnittsalter hatten. Zwischen den ganzen schönen Blumen ist es aber sicherlich ein besonderes Highlight beispielsweise die zwei Edelgewächse Herrmann/Kaduk zu bestaunen. Den Herrmann müssen die Eltern aufgrund seiner Größe und den langen Haaren besser gegossen haben. Einer der Turnierhauptverantwortlichen ist mein neuer Hallen Coach Milan Dörnhöfer. Dem wollte ich gleich beweisen, dass an mir als Zuspieler nächstes Jahr kein Weg vorbei führt. Kein einziges Zuspiel wurde mir abgepfiffen! Nur um das nochmal zu verdeutlichen.

Das Highlight dieses Turniers war mit Sicherheit das Moderator/DJ-Duett. Die beiden nennen sich „Pfeilgrad Entertainment“ und es ist erstaunlich wieviel Blödsinn man mit passenden Jingles hinterlegt zwei ganze Tage von sich geben kann. Da ist selbst ein Harry Schlegel baff. Dabei ist dieser Blödsinn so lustig und mitreißend, dass die Stimmung trotz sehr durchwachsenem Wetter bei allen Zuschauern prächtig war.

Spätestens nach Zitaten von Edmund Stoiber und Olli Kahn huschte selbst Eugen Bakumovski ein Grinsen durchs Gesicht, obwohl er gerade eine Niederlage gegen das Grafinger Hallenteam Langer/Stretz (Becks und Strizzi) hinnehmen musste. Die zwei sind im internationalen Beach Volleyball Geschäft noch eher unbekannte Namen und flößen dem Gegner (noch) keinen Angstschweiß auf die Stirn, aber in Schmid-Wagner Hosen (zu ihnen war noch nicht durchgedrungen, dass man außerhalb des Freibades in gleichen Hosen spielen muss) flößen sie zumindest einem Flo Schweikart soviel Furcht ein, dass dieser mit seinem international sehr bekannten Bakumovski (an 2 gesetzt) klein beigeben musste. Fast hätte es auch noch bei Schweikarts Ex Partner Alex Hurley gereicht, aber dieser verhinderte dann Gott sei dank mit Ach und Krach das Vordringen unseres Grafinger Experiments auf einen 7ten Platz. Das hätte ihnen psychisch auf lange Sicht nicht gut getan.

Fabi und ich machten es gegen den hoffentlich zukünftigen Grafinger Alex (mit Partner Michael Stöcker) besser und durfte dann selbstverständlich wieder gegen Klement/Späth (vom SV Schwaig) ran. Inzwischen legen wir uns fest: Schmid/Wagners Lieblingsgegner 2015/16.  Yannic und Yannis nennen wir ab sofort in Anspielung an das beste österreichische Beach Volleyballteam der letzten Jahre die Schwaiger-Sisters. Wie immer waren wir klassisch bei 0:1 Satzrückstand bereits aussichtslos und völlig verdient hinten, weil ich wie immer klassisch am Turnieranfang nicht in die Pushen kam. Am Ende siegten wir logischerweise im Tie Break. Falls  jemand einen Tipp für mich hat, wie man gut ins Turnier kommt … ich bin für jeden Rat sehr dankbar. Ich habs für die Schlaumeier unter euch aber auch schon mit frühem Aufstehen, gesunder Ernährung, Waldläufen und Liegestützen versucht, alles ohne Erfolg (ebenso gegenteilige Erwärmung).

Hilfe diesbezüglich erwarte ich vor allem von der Legendengruppe. Zur kurzen Erklärung wer oder was diese Legendengruppe ist: Es handelt sich um mehrere unter 185 cm große Münchner, die das Beach Volleyball erfunden haben. Wer genau hinter diesem Geheimverbund steckt ist nicht bekannt. Fabi und ich wissen nur, dass wir bei diesem elitären Kreis in Ungnade gefallen sind, weil wir Mitglieder genötigt und benutzt haben am Anfang des Jahres die für uns nötigen BVV Punkte zu erhaschen, damit wir zur Bayerischen Meisterschaft zugelassen werden. Wir entschuldigen uns hiermit in aller Form!

Zurück zum 233 km entfernten Bayreuth. Da wir inzwischen schon fast erwachsen geworden sind haben wir uns über Nacht in der Pension zum „edlen Hirschen“ einquartiert. Wow! Das Einzelzimmer mit Beistellbett ist zwar ein wenig klein für zwei Personen, aber eigentlich hätte es schon gepasst. Wäre da nicht der etwas weniger erwachsene Carsten Vielmeier, der sich wie ein echter Herrschinger um gar nichts gekümmert hat. In einer Nacht und Nebel Aktion konnten wir ihn noch mit einer Zusatzmatratze in unserem Zimmer einquartieren. Da er allerdings bereits in aller herrgottsfrüh spielen musste war es nur ein kurzes Kuschelvergnügen mit ihm. Kurz aber sehr schön !

Ich konnte mich noch weitere 3 Stunden mental auf unseren nächsten Gegner Peter und Georg Wolf vorbereiten. Dies war auch bitter nötig, da die zwei am Anfang des ersten Satzes wie ein ganzes Wolfsrudel über uns hergefallen sind. Dann haben wir sie aber gezähmt und die zwei hungrigen DVV Spieler haben sich nur noch gegenseitig angeknurrt. Typisch Brüder. Damit konnten wir ein weiteres nationales Team besiegen. Das macht langsam richtig Spaß.

Apropos national: Unsere bayerischen Landesvertreter und Trainingspartner Doranth/Höfer gewannen Bronze im Smart Beach Cup zu Dresden. Beck/Noack gar Silber !!! Unfassbier! Wir haben das Ganze am Live Ticker verfolgt und konnten die Siege über hochkarätige Gegner wie die Poniewatz Brüder kaum fassen. In der Familie bleiben sie aber gewohnt pessimistisch/bescheiden. Nina Gleich ist sich nämlich sicher, dass alle Gegner von ihrem Gspusi Yannic entweder schon über dem Zenit hinaus sind, oder aber einen schlechten Tag erwischt haben mussten. Diese bizarre Einstellung stellt für mich einen unheimlich willkommenen Gegenpol zum modernen Facebook Leben dar in dem alles nur noch „geil“ ist. Wir sind uns sicher, dass Yannic über den zweiten Platz von Nina in Bayreuth genauso urteilt! Herrlich sympathisch!

Im Finale erwartete uns Erstligatrainer Max Houser mit dem wortkargen Harry Schlegel. Eine eigentlich souveräne und klare Angelegenheit für Schmid/Wagner bis wir den Start Knopf von Max gefunden haben. Für alle die es interessiert: dieser befindet sich in seinem rechten Daumengrundgelenk: Nachdem ich ihm dieses Gelenk nämlich mit einem Faustball beim Netzduell luxiert habe und im Anschluss wieder reponieren durfte (meine neue Taktik: Patienten selber produzieren), spielte er wie ausgewechselt und machte uns den Sieg durch tolle Abwehrarbeit und geschicktes Angriffsspiel fast streitig. Ich ziehe meinen Hut vor diesem Ausnahmesportler! Die Situation ist bezeichnend für seine großen Erfolge in Halle und Sand! Chapeau!

Kategorie 1 Turniersieg für Schmid/Wagner!! Als Schmankerl oben drauf haben wir die Führung in der bayerischen Rangliste übernommen. Wir freuen uns auf nächstes Wochenende in Mühldorf!

FaWa

One thought on “Schmidwagner auf Platz 1!

  1. Big D says:

    Wenn der JohannesMarkmann keinen Bock mehr hat für Grafing die Berichte zu schreiben, wissen wir ja, wer der Nachfolger werden sollte 😛

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