Auftakt im Fribbe

Augsburg

BVV Beach Masters Kat. 2

Die Beach Saison 2017 wurde von uns mit einem dritten Platz im Fribbe Freibad Augsburg eingeläutet. Im Vordergrund bei diesen ersten Turnieren stehen ja zunächst die ausgedehnten Begrüßungen mit Ausrichtern, Spielern und Spielerinnen.

Da es dieses Jahr aber nur wenige Turniere mit uns geben wird, nehmen wir uns für die weiteren Turniere eine Abschottung zu allen anderen Teilnehmern vor. Die Kapuzenpullis und Strohhüte werden tief ins Gesicht gezogen. Aufgewärmt wird nicht mehr an einer Tischtennisplatte mit Konkurrenten. In Erlangen, aber spätestens in Kempten ist Schluss mit lustig.

Diese Liebesbekundungen zur bayerischen Beachvolleyballfamilie kostet nämlich über zwei Tage soviel Konzentration, dass irgendwann eben diese fehlt. So bei uns im Halbfinale gegen Flo (die Heuschrecke) Schweikart und seinem jugendlichem Partner Lenni Kroha. Die beiden waren fokussierter und brachten mehr als 40 Prozent ihrer Side-Outs durch, was uns bei unserem eigenen Spielaufbau vor eine unlösbare Aufgabe stellte.

Zuvor konnten wir unsere Spiele noch ganz souverän gestalten. Der inzwischen wieder offiziell im deutschen Basketball agierende David Drexler zum Beispiel konnte beim fachfremden Volleyball nicht gegen uns gewinnen. Ebenso wenig wie der 4 fache bayerische Meister Max Hauser mit seinem neusten Nachwuchstalent Philip Eser. Dessen Kind traute seinen Augen nicht als mein kleiner Abwehrspieler einen für ihn untypisch dämlichen Angriffsbagger im Senkflug mit einer Geschwindigkeit von 75km/h circa 5 Meter ins Aus wuchtete. Sonst ist so ein Schabernack immer mir vorbehalten gewesen.

Zuvor scheiterte mein liebster Hallenteamkamerad Carlos Burgis daran, mich mit Aufschlägen in Verlegenheit zu bringen. Der Grund hierfür ist, dass mein neuer, geduldiger Annahmetrainer, Michi Brunner, mir das mittelblockertypische Gehopse im letzten Moment der Ballentschärfung (bei uns Mittelblockern ist jede Annahme grundsätzlich eine Abwehrleistung) versucht abzugewöhnen.

Naja, bis uns bzw. mir die Konzentration im ersten K.O. Spiel, nämlich im Halbfinale abhanden gekommen ist. Andererseits sind Umarmungen und Liebesbekenntnisse bei dieser politischen Weltlage ja eigentlich nicht unangebracht. Da die Franzosen aber vom rechten Weg abgekommen sind müssen wir nicht weiter für gute Stimmung und Brüderlichkeit sorgen und werden uns für die nächsten Turniere in abgelegenen Seitengassen warm machen. Dann werden auch keine Fäden mehr gezogen oder MRT Bilder diagnostiziert (was wahrscheinlich für alle Beteiligten das Beste ist).

Wie es funktionieren kann bewiesen wir gegen den mächtigen John Dan (oder Dan John) mit seinem bescheiden auftretenden Blondchen Simon Kulzer, dem Kapitän und Kopf des Teams. Ein Sieg zum Schluss und somit ein Treppchenplatz versüßten uns am Ende das perfekt ausgerichtete Turnier in Augsburg.

Unsere Glückwünsche gehen an die hochverdienten Sieger Julius und Bene. Vielleicht reicht dieser Sieg bei den wenigen bayerischen Turnieren ja um unter die besten 12 Teams zu kommen, welche am Ende berechtigt sind an den Bayerischen Meisterschaften teilzunehmen. Dies ist für alle ambitionierten DVV Spieler nämlich gar nicht so leicht dieses Jahr. Von daher haben wir sie geschickt umgangen um ihnen die Chance hierauf zu lassen.

Hochachtungsvoll,

Dr. Schmidwagner

FaWa

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