Großer Sport gegen namenhafte Teams in Kempten und Ebersberg

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BVV Beach Masters Kat. 1+ Ebersberg

Die Saison geht in die entscheidende Phase. Die wirklich wichtigen Turniere, wegen denen man am Ende den Sport so sehr liebt, fanden dieses Jahr Mitte Juli in Kempten und Ebersberg statt. Teams aus ganz Deutschland gaben sich hier die Ehre: Ich möchte hier nur diejenigen Teams kurz vorstellen die aktuell zu den Top 20 der deutschen Rangliste zählen: Rangliste 18 Harms/Peemüller: Letztendlich Platz 4 in Kempten und 9 in Ebersberg. Gaben mir den Rat öfter auf die 6 zu schlagen. Die Legende Benjamin Pfister korrigiert das gewalttätige altdeutsche Verb „schlagen“ auf das ebenso gewalttätige neudeutsche Verb „shotten“. Rangliste 16 Dollinger/Kulzer: Unsere zwei bayerischen Vertreter, die keine Kosten (Kulzer) und Mühen (Dollinger) scheuen, um sich für internationale Turniere zu qualifizieren. Armin Dollinger wurde 2015 bereits deutscher Meister. Trotzdem schafften sie es in beiden Turnieren nicht ins Halbfinale. Damit sollte auch der Traum für die Qualifikation zur bayerischen Meisterschaft ausgeträumt sein. Es bleibt hoffentlich der schwache Trost der Qualifikation zur deutschen Meisterschaft. Rangliste 14 Wolf/Wolf: Das Wolfsrudel gab sich nur die Ehre in Kempten. Hier konnten sie sogar das Turnier gewinnen, was ihnen 200 wichtige deutsche Punkte eingebracht hat. Die zwei jungen und sympathischen Rüsselsheimer besiegten uns in der zweiten Gewinnerrunde knapp mit – na klar- 2:1. Den ersten Satz konnten wir dank starker Sprungaufschläge und guter Block/Feldabwehr mehr als deutlich mit 15:7 gewinnen! Pünktlich zur entscheidenden Phase der Saison zeigen wir unseren besten Volleyball. Es fehlte in dem Spiel nicht viel, um die große Überraschung wahr zu machen. Im dritten Satz kratzte Georg Wolf (Namensvetter von einer Eittinger Legende) einen sehr gut gespielten Cut aus der Ecke und die beiden verhinderten den entscheidenden, sicheren Punkt. Solche Situationen entscheiden eben große Spiele und das muss man akzeptieren. Rangliste 13 John/Stadie: Die beiden traten lediglich in Ebersberg an, aber wie: Erster Platz! Sie konnten das Finale überraschend gegen Becker/Schröder gewinnen. Auf dem Weg dorthin konnten sie sich knapp mit -na klar- 2:1 im Viertelfinale gegen uns durchsetzen. Wir waren somit eins von zwei Teams, die den beiden Ausnahmekönnern überhaupt einen Satz abtrotzen konnten. Der dritte Satz begann um 20:45 Uhr und wer weiß, ob da nicht noch mehr drin gewesen wäre, würde mein Partner nicht genauso zu seiner Sehschwäche stehen wie ich und sich Kontaktlinsen anschaffen. Er sprach nach dem Spiel von vollkommener Finsternis und stark erschwertem Side-out! Trotzdem gelang es uns gegen den Deutschen Vizemeister von 2017, Erik Stadie, das Ebersberger Publikum auf unsere Seite zu holen. Wir lieben unser Heimturnier sehr und sind gespannt, was uns Beach2Go nächstes Jahr alles bieten wird. Dieses Jahr war eine riesige Leinwand aufgebaut, Nebelkanonen zum einlaufen und eine Live-Übertragung aus mehreren Perspektiven. Unglaublich! Weiter so Dieter und Bartl, dann wird die deutsche Beach Prominenz wieder Schlange stehen! Rangliste 12 Rudolf/Wernitz: An Position 2 in Ebersberg gesetzt verschliefen die beiden den Turnierstart und mussten sich völlig überraschend den an 15 gesetzten Müller/Vogel geschlagen geben. Diese wuchsen sportlich und verbal in diesem Spiel über sich hinaus! Obwohl sich Rudolf/Wernitz noch durch die Looser-Runde vorwärts kämpften reichte es nur zu Rang 7. Das hatte sich das deutsche Spitzenduo sicher anders vorgestellt. Nachher erklärten sie mir, dass sie mit der „bayerischen Spielweise“ überhaupt nicht klarkommen würden und froh sind, dass nicht mehr von uns auf der deutschen Tour angreifen können. Ich denke nicht, dass wir sie in Bayern wieder sehen werden. Schade, aber wir nehmen es als Kompliment für unsere BVV Serie! Rangliste 5 Becker/Schröder: Die zwei fühlen sich pudelwohl in Bayern. Paul Becker lässt sich des Öfteren auf Turnieren in Kempten, Ebersberg oder Herrsching blicken. Im Schnitt würde ich sagen einmal pro Jahr. Dieses Jahr gab er sich zusammen mit Jonas Schröder die Ehre in Ebersberg. Die beiden gehören wohl hinter einem gewissen Clemens Wickler zu den besten Abwehrspielern Deutschlands. Weil es mit einem Blockspieler an ihrer Seite zu einfach ist spielen die zwei Spaßvögel einfach zusammen und blocken abwechselnd – und das verdammt erfolgreich: Letztes Jahr konnten sie die Turniere der Techniker Beach Tour in Kühlungsborn, St. Peter-Ording und Leipzig gewinnen und erreichten einen für sie nicht ganz zufriedenstellenden 5ten Platz bei den Deutschen Meisterschaften. Es ist jedes Mal eine Ehre die beiden in Bayern begrüßen zu dürfen. Sie verloren in Ebersberg nur 3 Sätze. Zwei davon im Finale und einen Satz gegen Beck/Doranth. Wenn ich schon unsere Freunde erwähne: Die zwei sind in fast jedem Turnier in Bayern für das Halbfinale gesetzt und haben sehr gute Chancen das Turnier zu gewinnen. Trotzdem reichte es bei diesem hohen Niveau nur für zwei neunte Plätze. Das unterstreicht unsere hervorragende Leistung. Platz 7 und Platz 5 hört sich zunächst nicht optimal an und entspricht auch nicht unserem Anspruch. Trotzdem sind wir sehr zufrieden mit diesen Ergebnissen. Nicht viele bayerische Teams können bessere Ergebnisse vorweisen. Die Bayerischen Meister der letzten zwei Jahre Kroha/Schlegel machten einen bock-starken dritten Platz in Kempten. Auf dem Weg dorthin konnten sie uns in einem – na klar- 3 Satz Match bezwingen. Dafür rächten wir uns in Ebersberg in der ersten Runde mit einem hauchdünnen 2:1 Sieg. Am Ende Platz 13 für die beiden. Nur einer aus den Anwärtern für die Bayerische Krone 2019 war wirklich besser: Carlos Burgis! In Kempten noch mit einem starken 5ten Platz mit seinem Standartpartner Jojo – die Feder- Klinkert. Unter anderem wurden Harms/Peemüller in den Looser-Baum geschickt. Noch besser das Ergebnis in Ebersberg: Bronze mit dem Notnagel Julius Höfer! Sie mussten von Anfang an durch die Looser Runde und das bei konstant über 30 Grad Außentemperaturen. Sie schickten unter anderem Harms/Peemüller und Rudolf/Wernitz unter die kalte Dusche. In ihrem Hitzerausch konnten auch wir sie nicht stoppen und unterlagen verdient im Viertelfinale mit – na klar- 2:1. Was bleibt unsere Erkenntnis von diesen zwei irren Turnieren? Erstens: Wir können noch Kroha/Schlegel schlagen. Zweitens: Wir können selbst mit einigen der besten Teams aus Deutschland mithalten. Drittens: Für den ganz großen „Wow-Effekt“ fehlt noch Konstanz. Viertens: Ein Beach-Volleyball Spiel dauert drei Sätze. Ich denke ein so enges Feld für die Bayerische Meisterschaft wie in diesem Jahr gab es noch nie. In meinen Augen sind Kroha/Schlegel, Beck/Doranth, Burgis/Klinkert, Sagstetter/Sagstetter, Höfer/Noack, Schweikart/Stooß, Kirchner/Seitz und wir fast auf einer Augenhöhe. Leichte Vorteile bei Kroha/Schlegel und den Sagstetter-Schwestern. Aber wetten für den 25ten August möchte ich nicht. Ich werde dafür weiter fleißig mit Carlos im Sand trainieren und Fabi wird weiter fleißig Golf spielen.

Schönwetterspieler

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BVV Beach Masters Kat.1 Freising

Bereits eine Woche nach dem großartigen Auftakt in Mühldorf geht’s weiter in Freising. Die Freisinger um den Schafkopfspezialisten Dejan Jankovic (DJ) haben anlässlich ihres 100-jährigen Vereinsjubiläums ein Kategorie 1 Turnier ausgetragen. An und für sich eine schöne Idee, aber ohne Center Court in der Innenstadt oder eingebettet in ein Volksfest verirren sich außer ein paar Mückenschwärme keine weiteren Lebewesen zu den Beach Plätzen. Somit handelt es sich um eine reine Insiderveranstaltung. Die Insider haben es aber in sich: Fast das komplette bayerische Oberhaus des Beach Volleyballs war angetreten, um wichtige Punkte für weitere Setzlisten zu sammeln. Nur Clemens Wickler hatte diesmal besseres zu tun, aber das muss jeder selbst wissen. Für uns standen als die ersten zwei Gegner, wie schon in der Vorwoche, Metzger/Vogel und Höfer/Noack bereit. In beiden Spielen konnten wir uns deutlich zu letzter Woche steigern und gewannen jeweils relativ deutlich in 2 Sätzen. Die Leistungskurve zeigt steil nach oben. Das Selbstvertrauen wächst. Es passieren immer weniger dumme Fehler und immer weniger spielerische Einbrüche, auf die unsere Gegner sonst immer bauen können. Im Gewinnerbaum Einzug Halbfinale kam es dann zum ersten Aufeinandertreffen mit den Sagstetter-Buben im Jahr 2019. Das Halbfinale der Beach-Weltmeisterschaft in Hamburg wurde unterbrochen, um unser Spiel dort live auf der Leinwand zu übertragen. Durch viele Blocks und geile Abwehrarbeit konnten wir sie bis zum 7:1 dominieren. Die beiden hatten wenig Lösungen parat. Dann passierte leider genau das mit dem man in Deutschland immer rechnen muss: Wetterumschwung von 25° und schöner Abendsonne in einen stürmischen Platzregen. Jeder Aufschlag wurde fies verweht, jede Annahme kaum zu kontrollieren. Im Angriff verlor man den Ball aus den Augen. Innerhalb von 3 Minuten stand es 7:7. Da sich das schlechte Wetter nur auf unserer Spielhälfte abspielte konnten die zwei kleinen immer besser ins Side-out finden und bei uns war definitiv der Wurm drin. Die Möglichkeit einer Auszeit kam uns aber nicht in den Sinn. Das Wetter beruhigte sich, unsere Nerven leider nicht. Den Satzball bei 20:19 konnten wir nicht nutzen. Den ersten Satzball der Gegner fiel uns durch ein Netzkanten-Ass vor unsere Füße. Konsequenterweise suchte ich die Ausrede weiter beim Wettergott (der sich schon längst wieder beruhigt hatte) und verweigerte den zweiten Satz. Positiv bleibt zu vermerken, dass wir die beide im Basketball kurz vor dem Spiel richtig nass gemacht haben. Zeit, um nach Hause zu fahren und das Spiel von Clemens Wickler gegen die Norweger in der Wiederholung zu genießen und in der Nacht von Blocks 50 cm in der gegnerischen Hälfte zu träumen. Mir würden eigentlich schon 5 cm reichen. Das Unglück nahm seinen Lauf mit der nächsten Paarung gegen Doranth/Malescha. Den beiden wollten wir nur zu gern aus dem Weg gehen und wenn dann erst im Finale begegnen. Für uns waren die zwei klarer Titelfavorit. Daniel Malescha gehört zu den zwei besten Diagonalspielern Deutschlands. Er spielt für den Rekordmeister VFB Friedrichshafen und flößt mit seiner Reichweite und Blockhöhe sogar Julius Höfer gewaltigen Respekt ein. Um einen Shot über diesen Kerl drüber zu bringen muss man die Flugkurve leider so hoch berechnen, dass am Ende Schnee auf dem Ball liegt. Trotzdem behaupteten wir uns gut. Im ersten Satz noch mit dem ein oder anderen Side-out Fehler zu viel konnten wir den zweiten Satz bis zum 17:10 dominieren, um ihn dann souverän 21:19 nach Hause zu schaukeln. Im dritten Satz landeten unsere Angriffe leider sehr oft wenige Zentimeter im Aus. Am Ende konnten die zwei Mecker- und Jammerlielsn zwar das Turnier gewinnen, müssen aber anerkennen, dass ich besser zuspielen kann als sie! Rückblickend war das Ergebnis zwar schlechter als in Mühldorf, aber die Formkurve zeigt eindeutig nach oben! Wir sind sowohl für das Kategorie 1 + Turnier in Kempten als auch in Ebersberg qualifiziert. Hier heißt das Ziel: Ein Spiel gewinnen und somit eine einstellige Platzierung zu erreichen! Damit könnten wir mächtig viele Punkte sammeln. Wir freuen uns riesig auf diese zwei Herausforderungen! Jetzt wird an Block und Aufschlag gefeilscht. Vielleicht auch ein bisschen am Angriff. Aber sicher nicht am Zuspiel!

Schmidwagner ist zurück!

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Heißer und vielversprechender Auftakt in Mühldorf

Während die Konkurrenz schon die letzten Wochen fleißig Punkte sammeln konnte war das BVV Kategorie 1 Turnier in Mühldorf der Auftakt für Schmid/Wagner für das Jahr 2019. Zu beschäftigt war der eine im OP Saal und der andere auf dem Golfplatz. Zu mehr als insgesamt 5 gemeinsamen Turnieren in diesem Sommer reicht der Zeitplan leider nicht aus. Auch diese knappe Anzahl an Turnieren ist nur theoretischer Natur, da man immerhin ein paar DVV Punkte, oder zumindest BVV Punkte benötigt, um in die hochklassigen Innenstadtturniere rein zu rutschen in denen wir so gerne baden. Wären wir doch nur als Frauen geboren, dann könnten wir einfach jedes Turnier in Bayern mitspielen. 

Dazu kommen im Alter immer mehr Blessuren. Bei mir wars weniger schlimm mit lediglich einem Außenbandriss am Sprunggelenk vor einer Woche. Aber der Fabi musste neben seinen, durch den ruppigen Golfschlag am laufen gehaltenen, chronischen Schulterschmerzen noch eine weitere schwere Verletzung aushalten: Zwei riesige Blasen an den beiden kleinen Zehen! Großer Onkel, Zeigezeh, Stinkezeh und Ringzeh sind in den Golfschuhen wohlig eingebettet, aber für die kleinen Zehen reicht einfach der Platz nicht aus. Dieses kleine Geheimnis konnten wir aber gut für uns behalten und somit lag die ganze Annahmelast wieder wie gewohnt Spiel für Spiel auf meinen schmächtigen Schultern. Diese drohten bereits im ersten Spiel gegen Metzger/Vogel zusammenzubrechen. Zum Glück reichte unsere Routine gegen die zwei Nachwuchsspieler aber zu einem gewohnt knappen Sieg.

In der nächsten Gewinnerrunde erwartete uns schon mit gezücktem Selfie-Stick das Instagram-Team Höfer/Noack. Die beiden 1,95 Meter und 2,02 Meter großen Unterwäschemodels, die für Umweltschutz der Ozeane, Sixpack, Haifisch-Halsketten, Muscheltauchen und Weltfriede stehen wollten ihren Followern beweisen, dass sie weiterhin das angesagteste Beach Volleyball Team nördlich der Copacabana sind. Im Laufe des ersten Satzes schwoll ihnen die gebräunte Brust auch zurecht immer weiter an. Zu sehr hatten sie meine kläglichen Angriffsversuche im Sack und fischten entweder im Block die Bälle ab oder ließen sie grinsend ins Aus gewähren. Zum Glück stabilisierte sich mein Angriff in Satz 2 und wir konnten uns hauchdünn in den Tiebreak retten. In diesem dritten Satz boten wir unser bestes Volleyball des gesamten Turniers auf und konnten uns durch gute Blockarbeit und herausragender Abwehrleistung Punkt für Punkt absetzen und das Spiel überraschend zu unseren Gunsten entscheiden. Somit durften wir uns für die Niederlage auf der Bayerischen Meisterschaft letztes Jahr revanchieren. Ich fürchte wir werden uns an diesen beiden Grinsebären noch das ein oder andere Mal die Zähne ausbeißen. Bis dahin werden wir Team Höfer/Noack (Gemeinsam mit 100 Boys und 20.000 Girls) weiter auf Instagram und Facebook followen und freuen uns riesig auf weitere, nur minimal zensierte, Duschfotos!

Das Turnier bewegte sich langsam aber sicher auf den unumstrittenen Höhepunkt zu. Dieser ist, im Gegensatz zu allen anderen Turnieren, nicht das Finale am Sonntag sondern das letzte Spiel Samstagabend. Dazu muss man wissen, dass dieses Kategorie 1 Turnier in das Mühldorfer Altstadtfest integriert ist und die Moderation das Traumduo „Pfeilgrad Entertainment“ führt. Diese zwei völlig verrückten, Möchtegern Österreicher schaffen es mit einer pfeilgraden Präzision die Zuschauer und sich selbst gegen 21 Uhr auf den besten Pegel zu bringen. Dabei bringen sie gewagte Sprüche und passende Einspielungen, so dass selbst U-Bahn Kontrolleure Tränen lachen müssen. Somit besteht das Publikum, auch anders als bei anderen Turnieren, zu 90% aus Nicht-Volleyballern. Das entspricht genau unserem Geschmack. Anstatt höflichem Beifall, oder wertschätzenden Oooohs und Aaaaahs werden in einer solch aufgeheizten Stimmung tönender Beifall, Gesänge und Buh Rufe wie in einem Eishockeystadion praktiziert. Man versteht sein eigenes Wort nicht. Kinder und übertrieben alkoholisierte Jugendliche und Rentner sitzen und torkeln nur wenige Dezimeter von den Feldbegrenzungen herum. In einem anderen Turnierformat undenkbar, ist dieses Gefühl dort als Gladiator einzulaufen einer der Gründe warum man den ganzen Zirkus mitmacht. Vor ca 600 Zuschauern boten wir den Bayerischen Meistern der letzten zwei Jahre und den späteren verdienten Turniersiegern Kroha/Schlegel die Stirn und es fehlte nicht viel, um dieses 3 Satz Match für uns zu entscheiden. Darum geht es aber gar nicht. Wenn Beach Volleyball es schafft eine solche Stimmung zu erzeugen, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Begeisterung!

Der bereits mindestens erreichte 5te Platz bedeutete für uns schon mächtig viele Punkte und gute Chancen für weitere Turnierteilnahmen. Den Abend konnten wir zufrieden bei einem Bierchen ausklingen lassen. Zeit das Wetter, das Stadtfest, die Freunde, Familie und den Moment zu genießen.  

Dank unserer mentalen Stärke, konnten wir dem Gruppenzwang wiederstehen mit den vernünftigen Bierbennis, Becks`s`ses und Pfeilgräder die Mühldorfer Partyszene zu rocken und machten uns auf den Weg zu Fabis Familienschloss. Im Gepäck: Unsere nächsten Gegner Burgis/Klinkert. Als wir diese im Westflügel einquartiert haben gabs noch ein Abendessen, welches für 20 Personen gereicht hätte. 

Somit war alles für Sonntag 10 Uhr gerichtet: Das Duell gegen meine Trainingspartner und lieben Freunde Carlos Burgis und Jojo Klinkert. Carlos und ich waren schon 2 mal zusammen im Urlaub und kennen uns in und auswendig. Es ist das Team dem ich immer am festesten die Daumen drück und wenn sie gewinnen freu ich mich genauso als ob ich selbst gewonnen hätte. Zusammen arbeiten wir daran uns im Training die Stärken zu stärken uns unsere Schwächen aufzudecken. Leider gibt’s bei den beiden vielbeschäftigten Studenten kaum mehr Schwächen. Jojo Klinkert ist exakt so groß wie ich und ähnlich Muskel-bepackt. Trotzdem wiegt er 20 kg weniger. Das macht mich zum einen leicht depressiv, zum anderen kommt da meine ärztliche Fürsorge ins Spiel. Wenn ich mir dann aber ansehe mit welcher Hingabe er 3 volle Teller Spaghetti Bolognese im Speisesaal der Wagners verdrückt beruhigt mich das Ganze wieder. Im Training flößt mir sein Krakenblock mächtig Angst ein. In diesem Spiel kann er mich lediglich 12 mal blocken. Geschenkt. Der andere, dieser Carlos, ist fast noch gefährlicher. Mit seiner Stahlbrust hat er zuvor mit einem (weichen) Beach Volleyball eine Fensterscheibe zerschossen. Auwehzwick! Im ersten Satz spielen wir meine vorgeschlagene Taktik (weil ich die beiden ja so gut aus dem Training kenn): Alles auf den Carlos. Nach dem 13:21 im ersten Satz dann die ernüchternde Anmerkung von Fabi: „Na gut Consti, ich hatte ihn in der Abwehr kein einziges Mal. Wie oft hast du ihn geblockt?“ Ohne diese Antwort zu präzisieren wechselten wir im stillen Einverständnis auf seinen Partner mit Body-Mass-Index 19. Die Umstellung fruchtete. Zwar nicht unbedingt, weil wir den Schlacks besser im Griff hatten, aber durch die Mehrbelastung zeigten sich winzige Lücken im Block die ich gut nutzen konnte. Es entwickelte sich schließlich ein richtig spannendes Spiel auf hohem Niveau. Wir schenkten uns einander nichts. Gewinnen konnten wir dieses Spiel, welches keinen Verlierer verdient hatte, aber nur wegen einer Sache: Fair Play. Carlos gab zu, dass einer meiner Angriffe noch die letzten Millimeter der Außenline berührt hatte, für den Schiedsrichter nicht zu sehen. Jojo gab gleich zweimal einen Touch im Block zu, einer davon beim Spielstand 15:15. Hierfür kann ich mich gar nicht tief genug verneigen. Was andere, zum Teil mehrfache Bayerische Meister, noch nicht verstanden haben zeigen diese zwei Jungspunde: Fairness gewinnt auf Dauer immer. Die Pokale verstauben. Zu diesem Zeitpunkt tat es mir auch leid, dass ich in die Spaghetti Bolognese des Vortags Abführmittel untergerührt hab.

Halbfinale! Bei angenehmen Temperaturen um die 36 Grad im Schatten spielten wir um 13 Uhr gegen die Nummer eins der Setzliste: Beck/Doranth. Wieder einer meiner genialen Ideen war es bei dieser Mittagshitze auf den roten Kopf von Yannic Beck zu zielen. Nach der Hälfte des ersten Satzes verzeichneten wir zwar einen Teilerfolg (die Farbe seiner Ohrwaschel wechselten bereits ins dunkel-lila) aber so richtig punkten ließ sich über den Worzeldorfer nicht. Somit mussten wir über den unangenehmen Linkshänder gehen. Es lief besser als befürchtet. Wir konnten ihnen einen Satz abluchsen, konnten den Bene immer wieder in Block-Feldabwehr entwaffnen. Dies war auch das einzige Spiel in disem Turnier in dem ich keinen völligen Einbruch in einem der ersten zwei Sätze hatte. Nur einmal traf mich eine Hitzewelle besonders heftig, als im dritten Satz beim Spielstand von 1:2 durch meinen Kopf geisterte eine Zuspielfinte auszutesten. Nachdem der Ball nicht einmal das Netz berühren konnte wollte mein Partner bereits eine Auszeit nehmen. Aber die brauchte mein inzwischen entgeisterter Kopf noch für später, also machten wir schnell den Anschlusspunkt zum Seitenwechsel. Gesehen hatte es eh keiner. Warum haben wir dieses Spiel am Ende eigentlich verloren? Ich weiß gar nicht so genau. Wahrscheinlich zu wenig aus der eigenen Abwehr gemacht. Wir haben wirklich großartig gespielt und können mächtig stolz sein.

Eigentlich war das das gefühlte würdige Ende unseres Turniers. Aber Flo -die Heuschrecke- Schweikart und Niklas Stooß wollten noch ein bisschen bei den angenehmen Temperaturen und dem gut spielbaren Treibsand der Side-Courts trainieren. Also haben wir uns als Trainingspartner angeboten und so das Spiel um Platz 3 ausgespielt. Nach dem ersten Satz haben die zwei aber so enttäuscht dreingeschaut (7:15 ohne Gegenwehr), dass wir uns doch noch mal einen Ruck gegeben haben. Weils gar so schön war gings natürich in den dritten Satz. Wer gewonnen hat weiß ich nicht mehr. Mir wurde schwarz vor Augen. Aufgewacht bin ich wieder in der Sprenkelanlage des Fußballplatzes wo sich Flo und Fabi duelliert haben wer den schöneren Regenbogen über seinen Allerwertesten produzieren kann.

Am Ende bleibt die Frage wie man bei einem 24er Baum und 257:262 Bällen dritter werden kann?!

Wir freuen uns auf nächste Woche in Freising!!

Ebersberg eskaliert!

Grillen bei den Schmidwagners

Bayerischer Vize-Meister 2017 Ebersberg

Was war das für eine Meisterschaft? Wetter und damit eingeplanter Sonnenbrand auf Fabis Nasenspitze: Check! Perfekt organisiertes Turnier durch Beach2Go: Check! Turniersieg bei den Damen durch unsere Lieblinge Kettenbach/Mirtl: Check! MVP oder bester Abwehrspieler (aus meiner Sicht seit 2011 eigentlich jedes Jahr beides)- Fabi Wagner: Check! Obwohl auch Julius Höfer nächstes Jahr für Grafing in der zweiten Bundesliga an den Start gehen wird (der bislang wohl größte Coup von Manager Johannes Oswald) galten die Sympathien der Zuschauer mit Sicherheit uns. Ich schätze ca. 1500 Kehlen feuerten uns in ohrenbetäubender Lautstärke an. Jeder Punkt wurde frenetisch bejubelt. Fabi und ich sind uns einig: Vor so einer Gänsehautatmosphäre hatten wir noch nie die Ehre zu spielen. Die Zuschauer trugen uns von ganz allein von einem spielerischen Höhepunkt zum anderen. Unmögliche Abwehrbälle wurden von Fabi im Spiel gehalten. Blockstafetten am Netz, Pog-Zuspiele, Sprungaufschlag-Asse … Es war alles geboten. Dieses ganze Spektakel gegen eine Mannschaft die letztes Jahr am Timmendorfer Strand unter den besten 16 Teams Deutschlands um die Deutsche Meisterschaft kämpfte und auch dieses Jahr wieder darum kämpfen wird – Doranth/Höfer. Mit soviel Gegenwehr und so wenig Angst hatten die zwei nicht gerechnet und mussten sich in zwei Sätzen geschlagen geben. Auch im Internet schlug diese Sensation ein wie eine Bombe. Der Bayerische Rundfunk übertrug den Großteil der Meisterschaft live in einem Online-Stream, kommentiert von Tim Noack, der jeden einzelnen Spieler in und auswendig kennt. Dementsprechend lustig und unterhaltsam war dieser Service, auch wenn aufgrund von Überlastung das Bild das ein oder andere Mal wackelte. Kommentare wie „Der Unfallchirurg kanns nicht nur mit dem Skalpell, sondern auch mit dem Breitschwert“ sind jetzt schon legendär. All das führte zu noch mehr Andrang für das Finale gegen Kroha/Schlegel. Um auf den Center Court zu gelangen, mussten wir die in drei Reihen stehenden Zuschauer zur Seite schieben. Wir konnten die Ausgelassenheit und Euphorie des Halbfinales noch mit in den ersten Satz retten. Auch hier gewannen wir durch spektakulären Volleyball mal wieder weit in der Satzverlängerung mit 27:25. Danach konnten wir unser Niveau aber leider nicht halten. Wir boten immer noch sehr guten Sport, keine Frage, aber dieses selbst übertreffen und über dem Limit spielen ging in Satz zwei und drei leider nicht mehr. Auf der Gegenseite spielten Harry und Lenni weiterhin fehlerfreien Volleyball. Die Shots vom 19 jährigen Abwehrspieler waren wie Messerstiche. Schleichend setzten sie sich ab. Bei uns fehlten jetzt die letzten Körner. Im dritten Satz konnten wir nochmal von 5:8 auf 7:8 anschließen. Den folgenden Punkt verwertete Harry mit einem diagonalen Schlag an die Netzkante und im Anschluss erzielte er ein Netzroller- Ass. Das war der Genickbruch für uns. Wir gratulieren den zwei sympathischen Männern zum verdienten ersten Platz. Lenni Kroha ist jetzt mit 19 Jahren der jüngste Spieler, der Bayerischer Meister ist. Er spielt schon so abgezockt, unfassbier. Wir hatten eigentlich gehofft, dass ihm in so einem Spiel ein bisschen die Nerven versagen, aber Pustekuchen. Wir entschuldigen uns auch bei allen Bekannten von Harry Schlegel, vor allem bei seiner Freundin. Das Geschwätz wird in den nächsten Monaten ins Unerträgliche gehen. Aber man muss ihn einfach gern haben! Ein weiser Mann (Harry Kaupa) hat mir mal vor ca. 10 Jahren gesagt, dass Beach Volleyball ein ziemlich frustrierender Sport ist. Es starten je nach Teilnehmerfeld bis zu 24 Teams bestens gelaunt und voller Optimismus in ein Turnier. Am Sonntagabend jedoch ärgern sich 23 Teams und hadern mit ihrem letzten Spiel und nur ein einziges Team ist zufrieden. Wir wollen hier mal eine Ausnahme darstellen: Fabi und ich sind mächtig stolz auf unsere Leistung. Der zweite Platz ist ein riesiger Erfolg, die gebotene Leistung im Halbfinale gegen die Topfavoriten Julius und Bene kann uns keiner mehr nehmen. Wir konnten viele Menschen für diesen großartigen Sport begeistern. Nach dem Turnier waren unsere Unterschriften und Fotos heiß begehrt. Kinder fragten uns wo man Beach Volleyball lernen kann. Natürlich in Grafing und Mühldorf. Und auf keinen Fall in Herrsching oder Dachau war unsere prompte Antwort! Wobei ich an dieser Stelle auch sagen muss, dass man im Alter etwas milder wird. Samstagabend war das halbe Teilnehmerfeld bei uns Zuhause in Frauenreuth und aßen meiner armen Mama bis 1 Uhr nachts die Haare vom Kopf. Egal ob aus Strohdoof, Dachau, Herrsching, Köln oder Rio de Janeiro. Das sind schon alles gute Mädels und Jungs. Ich bin sehr glücklich Teil dieser Volleyball-Familie zu sein! Kichernd muss ich noch die Fehleinschätzung des Moderators Georg Kettenbohrer erwähnen als er vor dem Finale ankündigte, dass im Gegensatz zu Kroha/Schlegel, die ohne Niederlage bis ins Finale spaziert sind, das Turnier für das Team Schmid/Wagner nicht nach Plan verlaufen sei. Immerhin verloren sie gleich ihr erstes Spiel gegen Karnbaum/Strohbach. Eigentlich müsste uns der erfahrene Schorschi inzwischen so gut kennen um zu wissen, dass unser Plan voll aufgegangen ist! Bitter für den neu-Grafinger Pablo Karnbaum und dem besten Außenangreifer der ersten Liga, Tom Strohbach: Obwohl sie in einem Turnier Doranth/Höfer und Schmid/Wagner geschlagen haben reicht es nur für Platz 3. Noch bitterer: Sie mussten sogar ein Spiel mehr durchstehen als wir. Das ist eine Seltenheit! Aber sie sind auch jünger und stecken das bestimmt besser weg. Nach und nach kämpften wir uns in dieses Turnier. Der eitle Hahn unter den Teilnehmern, Daniel Müller, konnte uns mit seinem Partner Carlos Burgis nicht stoppen. Aber die Frisur sitzt! Carlos Burgis spielt in der Halle mit mir in Deggendorf. Die Entwicklung dieses Ausnahmesportlers ist beachtlich. Der neunte Platz bei der Bayerische Meisterschaft mit Sicherheit sein bislang größter Erfolg. Noch ein paar Plätze besser kletterte mein zweiter Deggendorfer Padawan, Paul Seidel: Platz 5. Er hat aber auch einen alten Fuchs, die selbsternannte „Legende“ Makke Zimmerer an seiner Seite. Im Achtelfinale kam es auf den Side-Courts zum ewigen Duell gegen meinen vor Urzeiten ehemaligen Partner Dominik Budger mit Kollege Marco Vogel. Weil es bei diesen Duellen immer hitzig her geht, versuchten wir vor dem Spiel noch ein paar ca. 9 jährige Fußballkinder zum Anfeuern zu motivieren. Das taten sie auch, allerdings für die Gegner „weil die lustiger sind“. Da verschlägts einem doch die Sprache! “Die kennen diese zwei Vögel aber schlecht!” dachte ich mir. Vor ca. 50 Zuschauern besiegten wir unsere Freunde überraschend deutlich mit 29:27 und 22:20. Auch das Viertelfinale gegen die Sagstetter-Buam (und nicht Brandstetter!! Immer verwechsel ich die Namen, was vor allem beim Papa nicht gut ankommt) konnten wir mega souverän mit 21:18 und 29:27 gewinnen. Hier war im ersten Satz noch ein Punkt Luft. Vielleicht hätten wir uns da nicht so übertrieben reinhängen sollen. So steigerten wir uns von Spiel zu Spiel. Der weitere Turnierverlauf ist Geschichte. Was bleibt von dieser Saison? In 4 Turnieren wurden wir einmal Erster, einmal zweiter, einmal dritter und einmal vierter. Ich habe gelernt, dass halbfeste Schläge und der kurze Pog auf die 2 (also müsste die 2 sein. Rechts vorn halt. Aus Gegner Sicht. Egal) keinen Erfolg hat. Fabi und ich hatten wieder mächtig viel Spaß und konnten vor allem in Ebersberg beweisen, dass wir es auch ohne gemeinsames Training in den letzten 2 Jahren noch drauf haben. Wir gehen jetzt hoch motiviert wieder in die Halle. Fabi hat in Grafing mit Sicherheit eine großartige Saison vor sich. Eine so vielversprechende Mannschaft hatte der TSV noch nie. In meinen Augen mit Fabi den besten Zuspieler der Liga, mit Julius Höfer den besten Außenangreifer der Liga, mit Piel Zierhut den besten Diagonalspieler der Liga und mit Domi Dreier den mächtigsten Bizeps der Liga. Ich hoffe sehr, dass man diesmal seit gefühlt 10 Jahren nicht im Abstiegskampf stecken wird, sondern endlich mal oben angreifen kann. Ich selbst werde für den TSV Deggendorf alles geben und zwar endlich endlich endlich auf meiner Wunschposition: Diagonal. Dann kann ich vielleicht auch mal einen Ball blocken! Danke für die warmherzige Unterstützung!

Peace out! Schmid-Wagner

Die heiße Phase!

BVV Beach Masters Kat. 1 Kempten

BVV Beach Masters Kat. 1 Kempten

Fabi und ich haben am letzten Wochenende in Kempten wieder das System ausgetrickst. Trotz eines „Double Elimination“ Turniermodus haben wir es geschafft das mathematisch unmögliche zu vollbringen und drei Spiele zu verlieren. Allerdings nur gegen zwei Teams. Dieser Flo Schweikart wurde naturgetreu mal wieder zur Wanderheuschrecke und nahm den nächsten vielversprechenden Partner Niklas Stooß unter Vertrag. Dieses Team bereitete uns so viel Freude, dass wir nach einer knappen Niederlage am ersten Tag gleich nochmal gegen sie spielen wollten. Unser Wunsch erfüllte sich im Halbfinale. Mit der trügerischen Gewissheit niemals zweimal in einem Turnier gegen die Wanderheuschrecke verlieren zu können, scheiterten wir dort abermals. Das kann doch eigentlich nicht von höheren Mächten so gewollt gewesen sein. Irgendwie fühlten wir uns ausgetrickst und im Stich gelassen und hatten dem Team Kroha/Schlegel beim Spiel um Platz 3 psychisch und physisch nichts mehr entgegenzusetzen. Zu gern hätten wir das Finale vor maximal angeheiztem Kemptner Publikum durch die Moderation von Pfeilgrad Entertainment gegen das österreichische Nachwuchsnationalteam Trummer/Waller bestritten. So müssen wir ohne direktes Duell den zwei Sympathieträgern aus der Ferne zum verdienten ersten Platz gratulieren. Sie gaben keinen einzigen Satz ab. Dieses Spiel hätte mich persönlich sehr gereizt, vielleicht ergibt sich die Chance ja nächste Saison, sie haben versprochen den Titel verteidigen zu wollen. Alles in allem spielten wir aber wieder guten und zum Teil sehr guten Volleyball. Teams wie Wehl/Winter wurden in 15 Spielminuten gefrühstückt. Der 5 fache Bayerische Meister Max Hauser konnte uns mit seinem talentierten Philip Eser auch nicht in Bedrängnis bringen. Beide haben aber im Moment auch Wichtigeres zu tun, sorgen sie doch für Nachwuchs für die Beachvolleyball- bzw Basketball Familie. Laut sicherer Facebook-Quelle scheint es beim Max gestern tatsächlich geklappt zu haben. Ein Denkzettel für alle, die gedacht haben dieser Mann kann nur Volleyball. Wir gratulieren von ganzem Herzen und wünschen beiden Eltern viel Geduld! Die Sagstetter-Buam konnten in unserem Duell noch viel lernen. Die Seitenwahl bei tief stehender Sonne kann beispielsweise wichtiger sein als die Annahme zu wählen. Allerdings spielen die zwei erschreckend gut für ihre 13 Jahre. Selbst die ostdeutsche Wand Ellmrich/Winkler konnten durch uns und dem bayerischen Schiedsrichter überlistet werden. Die heiße Phase ist voll im Gange. Wir denken Vorbereitet zu sein. Die Vorfreude auf die Bayerische Meisterschaft am Wochenende ist riesig! Der Ebersberger Klosterbauhof wird Kopf stehen. Mit den Zuschauern im Rücken werden wir alles geben! Man muss Trump sein oder die eiszapfige Theresa May, um davon unberührt zu bleiben. Wir haben in Kempten eine steigende Formkurve gezeigt und wollen mindestens bis ins Halbfinale kommen. Leicht wird es nicht. Die Besetzung ist bärenstark. Das zeigt sich schon daran, dass das Smart Beach Team Doranth/Höfer nur mit viel Glück als Vorletzter hineingerutscht ist. Unsere Freunde Beck/Noack sind sogar zu schlecht um zugelassen zu werden. Sie bleiben weit hinter der Bayerischen Elite wie Pfister/Zierhut zurück. Flo Schweikart scheitert an den Statuten. Es geht drunter und drüber und mitten drin: Schmid/Wagner!

Auftakt im Fribbe

Augsburg

BVV Beach Masters Kat. 2

Die Beach Saison 2017 wurde von uns mit einem dritten Platz im Fribbe Freibad Augsburg eingeläutet. Im Vordergrund bei diesen ersten Turnieren stehen ja zunächst die ausgedehnten Begrüßungen mit Ausrichtern, Spielern und Spielerinnen.

Da es dieses Jahr aber nur wenige Turniere mit uns geben wird, nehmen wir uns für die weiteren Turniere eine Abschottung zu allen anderen Teilnehmern vor. Die Kapuzenpullis und Strohhüte werden tief ins Gesicht gezogen. Aufgewärmt wird nicht mehr an einer Tischtennisplatte mit Konkurrenten. In Erlangen, aber spätestens in Kempten ist Schluss mit lustig.

Diese Liebesbekundungen zur bayerischen Beachvolleyballfamilie kostet nämlich über zwei Tage soviel Konzentration, dass irgendwann eben diese fehlt. So bei uns im Halbfinale gegen Flo (die Heuschrecke) Schweikart und seinem jugendlichem Partner Lenni Kroha. Die beiden waren fokussierter und brachten mehr als 40 Prozent ihrer Side-Outs durch, was uns bei unserem eigenen Spielaufbau vor eine unlösbare Aufgabe stellte.

Zuvor konnten wir unsere Spiele noch ganz souverän gestalten. Der inzwischen wieder offiziell im deutschen Basketball agierende David Drexler zum Beispiel konnte beim fachfremden Volleyball nicht gegen uns gewinnen. Ebenso wenig wie der 4 fache bayerische Meister Max Hauser mit seinem neusten Nachwuchstalent Philip Eser. Dessen Kind traute seinen Augen nicht als mein kleiner Abwehrspieler einen für ihn untypisch dämlichen Angriffsbagger im Senkflug mit einer Geschwindigkeit von 75km/h circa 5 Meter ins Aus wuchtete. Sonst ist so ein Schabernack immer mir vorbehalten gewesen.

Zuvor scheiterte mein liebster Hallenteamkamerad Carlos Burgis daran, mich mit Aufschlägen in Verlegenheit zu bringen. Der Grund hierfür ist, dass mein neuer, geduldiger Annahmetrainer, Michi Brunner, mir das mittelblockertypische Gehopse im letzten Moment der Ballentschärfung (bei uns Mittelblockern ist jede Annahme grundsätzlich eine Abwehrleistung) versucht abzugewöhnen.

Naja, bis uns bzw. mir die Konzentration im ersten K.O. Spiel, nämlich im Halbfinale abhanden gekommen ist. Andererseits sind Umarmungen und Liebesbekenntnisse bei dieser politischen Weltlage ja eigentlich nicht unangebracht. Da die Franzosen aber vom rechten Weg abgekommen sind müssen wir nicht weiter für gute Stimmung und Brüderlichkeit sorgen und werden uns für die nächsten Turniere in abgelegenen Seitengassen warm machen. Dann werden auch keine Fäden mehr gezogen oder MRT Bilder diagnostiziert (was wahrscheinlich für alle Beteiligten das Beste ist).

Wie es funktionieren kann bewiesen wir gegen den mächtigen John Dan (oder Dan John) mit seinem bescheiden auftretenden Blondchen Simon Kulzer, dem Kapitän und Kopf des Teams. Ein Sieg zum Schluss und somit ein Treppchenplatz versüßten uns am Ende das perfekt ausgerichtete Turnier in Augsburg.

Unsere Glückwünsche gehen an die hochverdienten Sieger Julius und Bene. Vielleicht reicht dieser Sieg bei den wenigen bayerischen Turnieren ja um unter die besten 12 Teams zu kommen, welche am Ende berechtigt sind an den Bayerischen Meisterschaften teilzunehmen. Dies ist für alle ambitionierten DVV Spieler nämlich gar nicht so leicht dieses Jahr. Von daher haben wir sie geschickt umgangen um ihnen die Chance hierauf zu lassen.

Hochachtungsvoll,

Dr. Schmidwagner

Bestes Wetter und beste Laune in Kempten

Abwehr Beachvolleyball

BVV Beach Masters Kat. 1 Kempten

Wir stellen die drei Teams der Setzliste 1-3 in durcheinandergewürfelter Reihenfolge vor:

Seed 2: Das neu aufgestellte Grafinger Team Beck/Beck’s versuchte es mit optischer Verwirrungstaktik: Unser Beck’s dachte, dass beim Beachvolleyball ebenfalls immer Fußball am Anfang gespielt wird und versorgte sich prophylaktisch mit Schienbeinschonern. Das macht zwar schon allein deshalb keinen Sinn, weil beim echten Fußball alle Schienbeinschoner brauchen außer ihm, aber das spielt in seinen Gedanken wohl keine Rolle. Dazu eine Beck/Noack Cap, die Beck‘s ca. drölfmal während des Spiels vom Kopf gefallen ist. Yannic hatte seinen Spaß. Geholfen hat die optische Verwirrungstaktik nix. Am Ende Rang 13, dafür der Sieg auf der Partymeile in Kempten.

Seed 1: Die an Platz eins gesetzten Doranth/Höfer können zwar noch so erfolgreich auf der Smart Beach Tour sein, für wahre Legenden sind sie trotzdem noch nicht gewappnet. Gleich im ersten Spiel verloren sie 15:0 und 15:0 gegen Bierbenni Pfister und Michi Knörr. Was für eine Packung! Die große Frechheit dabei ist, dass bis in die Morgenstunden immer noch Zuschauer an den Plätzen gewartet haben um die beiden Adoniskörper zweimal nackig um das Feld laufen zu sehen! Ich denke sie sind aber Sportsmänner genug das noch nachzuholen. Im weiteren Turnierverlauf haben sie es gemacht wie Schmid/Wagner im Vorjahr: Einfach nicht mehr verloren.

Wobei wir schon bei Seed 3 wären: Fabi und ich spielten ein super Turnier. Wir konnten richtig guten Volleyball zeigen und hatten bei bestem Wetter in dem perfekt organisierten Turnier mächtig Spaß. Zwischen den Spielen räumte ich sogar den ersten Platz beim Schlagwettbewerb ab. Durch einmalige „Faust-Technik“ schaffte ich 98 km/h und verdiente mir dadurch ein Handtuch und ein Shirt des TV Kempten sowie 15 Minuten Schulterschmerzen. Ein Alex Hurler konnte die 90 km/h beim Wettbewerb nicht knacken, feuerte aber kurze Zeit später mit gefühlt über 100 km/h den Ball in das Gesicht meines Abwehrspielers. Das verursachte kurzzeitigen Schwankschwindel, was uns immerhin den ersten Satz kostete. Ein gewisser Max Kaduk erreichte an der Geschwindigkeitsmaschine den Negativrekord (ein schon leicht aufgemotztes Mofa könnte seinen am stärksten geschlagenen Ball überholen). Bekannterweise braucht Max Kaduk aber keinen festen Schlag. Durch seine Cuts, Shots und Mundwerk bringt er die meisten Gegner auch so zur Verzweiflung. Gestoppt werden kann er nur durch seinen kongenialen Partner, der ihm im richtigen Moment (aus Sicht der Gegner) wertvolle Tipps zuruft. Außerdem hat er wohl eine Zigarette bei dieser Hitzeschlacht zu viel gesmökert. Das nutzten wir mit unserer geballten Erfahrung natürlich knallhart aus, um uns für die Halbfinalniederlage vor einer Woche in Mühldorf zu revanchieren. Gegen Julius Höfer und Bene Schöberl (in Anlehnung an den immer komplett mit Sonnencreme überladenen Joschi, der von uns in früheren Berichten auch gerne als Geist bezeichnet wurde) hat es für uns dieses Mal leider noch nicht gereicht. Zu schlecht unsere Verwertung bei Breakchancen und zu groß das Mistrauen in Benes Abwehrvermögen. Diesbezüglich hat er uns schön das Gegenteil bewiesen. Fabi und ich sind für die Bayerische Meisterschaft in zwei Wochen in Augsburg gewappnet. Dort starten wir ebenfalls von Setzlistenplatz 3 (oder vielleicht 4), haben aber vor zu klettern. Am Besten nach oben.

Übrigens haben wir es geschafft in diesem Jahr mit nur 4 gespielten Turnieren mit DVV Wertungen unseren persönlichen Rekord aufzustellen: 90 deutsche Punkte für Schmid-Wagner 2016.

Vielen Dank, sonniges Kempten !! It’s been real!

Kleiner Dämpfer in den Los Wochos

Beachvolleyballteam Schmid Wagner

BVV Beach Masters Kat. 2 Mühldorf

Das Mühldorfer Altstadtturnier. Immer ein Highlight im Terminkalender. Hier haben Fabi und ich eine ausgesprochen schöne Erfolgsgeschichte vorzuweisen in den letzten Jahren. Man kann sich auf top motivierte Ausrichter genauso verlassen, wie auf ein starkes Gewitter was die Zuschauerzahlen und die gute Stimmung am Samstagabend etwas drückt. Das ist auch wichtig für diejenigen zu wissen, die eine Sommerparty/Hochzeit planen. Ja nicht an dem Wochenende an dem die Mühldorfer Verantwortlichen ihr Turnier planen.

Sportlich angefangen hat es mit einer Dreistigkeit von Schlauderer/Schmidrrrrkal. Anstatt wie jede vernünftige Mannschaft die Morgenspiele über den verschlafenen Mittelblocker zu spielen, versuchten sie es über den wachen Abwehrmann. Die Quittung: Ein 0:2.

Metzger/Vogel agierte da schon deutlich routinierter und brachten mich mit Aufschlägen von unten immerhin soweit in Bedrängnis, dass es gegen Ende nochmal knapp wurde. Aber letztendlich haben wir uns durchgewurschtelt und bei schwül-heißer Hitze den Minimalaufwand von 4 Sätzen gespielt. Das Viertelfinale gegen die Schwaiger Sisters wurde gewitterbedingt auf den nächsten Tag verschoben.

Wie immer wurde in der Pension Wagner ordentlich aufgekocht und mehrere Teams verköstigt und mit Schlafplätzen versorgt.  Satt, ausgeschlafen und endsandet ging es Sonntagmorgen das erste Mal gegen die Schwaiger Sisters. Wie immer konnte man sie mit 2:1 aus dem Weg räumen. Aber schon hier mussten wir alle Tricks anwenden. Im dritten Satz gewannen die Gegner nämlich eigentlich das Annahmerecht. Aber eine selbstbewusste Ballübergabe 2 Minuten später ließ doch Yannick und Janis aufschlagen. Ein kleiner aber feiner Vorteil, den wir zu nutzen wussten!

Im Halbfinale kam es schließlich zu dem ersten kleinen Dämpfer unserer bisher traumhaft verlaufenden Saison. Gegen Herrmann/Kaduk spielten wir zu kreativlos. Auf einen festen Schlag in den Block haute ich den nächsten wieder in den Block, nur etwas weniger kräftig. Auf einen knappen Schlag diagonal ins Aus folgte ein noch diagonalerer Ball und auf diesen ein noch diagonalererer. Bei den zwei auf der anderen Seite des Netzes funktionierte dagegen fast alles und sie machten sich verbal noch nicht mal wie sonst gegenseitig ihr Zuspiel madig. Somit haben sie völligst verdient gewonnen.

Um noch aufs Treppchen zu kommen musste am Side-Court wieder Schwaig dran glauben. Der Side Court wies zunächst 9×9 Quadratmeter Fläche auf, was mir nicht weiter aufgefallen wäre. Funny Dillinger und Partnerin Lisa Schnürer schon. Diese gewannen vor uns ihr kleines Finale und nehmen ohne Schiedsrichterlizenz ganze 64 BVV und 0 DVV Punkte mit nach Augsburg.

Im kleinen Finale der Männer kamen unsere Gegner nicht damit klar, dass wir unsere treuesten Fans auf den abgelegenen Platz mitbrachten und stimmungsmäßig einfach klar im Vorteil waren. Wir konnten uns statt 2:1 mit 2:0 durchsetzen. Höchst ungewöhnlich. Irgendwas war an Yannick und Janis anders in diesem Turnier. 

Fabi und ich gehen jetzt wieder an unserer Vielseitigkeit arbeiten und melden uns in 2 Wochen wieder. Dann geht es in Kempten weiter um unseren persönlichen DVV Punkte Rekord. Der liegt bei 78. In der aktuellen Saison haben wir 74. Wir freuen uns auf ein mega gut besetztes Feld und die Herausforderung!!

Schmidwagner auf Platz 1!

©Lothar F.

BVV Beach Masters Kat. 1 Bayreuth

Das Turnier in Bayreuth war herrlich organisiert. Mit zwei Feldern auf der Landesgartenschau waren Zuschauer garantiert, auch wenn diese ein für Beach Volleyball ungewöhnlich hohes Durchschnittsalter hatten. Zwischen den ganzen schönen Blumen ist es aber sicherlich ein besonderes Highlight beispielsweise die zwei Edelgewächse Herrmann/Kaduk zu bestaunen. Den Herrmann müssen die Eltern aufgrund seiner Größe und den langen Haaren besser gegossen haben. Einer der Turnierhauptverantwortlichen ist mein neuer Hallen Coach Milan Dörnhöfer. Dem wollte ich gleich beweisen, dass an mir als Zuspieler nächstes Jahr kein Weg vorbei führt. Kein einziges Zuspiel wurde mir abgepfiffen! Nur um das nochmal zu verdeutlichen.

Das Highlight dieses Turniers war mit Sicherheit das Moderator/DJ-Duett. Die beiden nennen sich „Pfeilgrad Entertainment“ und es ist erstaunlich wieviel Blödsinn man mit passenden Jingles hinterlegt zwei ganze Tage von sich geben kann. Da ist selbst ein Harry Schlegel baff. Dabei ist dieser Blödsinn so lustig und mitreißend, dass die Stimmung trotz sehr durchwachsenem Wetter bei allen Zuschauern prächtig war.

Spätestens nach Zitaten von Edmund Stoiber und Olli Kahn huschte selbst Eugen Bakumovski ein Grinsen durchs Gesicht, obwohl er gerade eine Niederlage gegen das Grafinger Hallenteam Langer/Stretz (Becks und Strizzi) hinnehmen musste. Die zwei sind im internationalen Beach Volleyball Geschäft noch eher unbekannte Namen und flößen dem Gegner (noch) keinen Angstschweiß auf die Stirn, aber in Schmid-Wagner Hosen (zu ihnen war noch nicht durchgedrungen, dass man außerhalb des Freibades in gleichen Hosen spielen muss) flößen sie zumindest einem Flo Schweikart soviel Furcht ein, dass dieser mit seinem international sehr bekannten Bakumovski (an 2 gesetzt) klein beigeben musste. Fast hätte es auch noch bei Schweikarts Ex Partner Alex Hurley gereicht, aber dieser verhinderte dann Gott sei dank mit Ach und Krach das Vordringen unseres Grafinger Experiments auf einen 7ten Platz. Das hätte ihnen psychisch auf lange Sicht nicht gut getan.

Fabi und ich machten es gegen den hoffentlich zukünftigen Grafinger Alex (mit Partner Michael Stöcker) besser und durfte dann selbstverständlich wieder gegen Klement/Späth (vom SV Schwaig) ran. Inzwischen legen wir uns fest: Schmid/Wagners Lieblingsgegner 2015/16.  Yannic und Yannis nennen wir ab sofort in Anspielung an das beste österreichische Beach Volleyballteam der letzten Jahre die Schwaiger-Sisters. Wie immer waren wir klassisch bei 0:1 Satzrückstand bereits aussichtslos und völlig verdient hinten, weil ich wie immer klassisch am Turnieranfang nicht in die Pushen kam. Am Ende siegten wir logischerweise im Tie Break. Falls  jemand einen Tipp für mich hat, wie man gut ins Turnier kommt … ich bin für jeden Rat sehr dankbar. Ich habs für die Schlaumeier unter euch aber auch schon mit frühem Aufstehen, gesunder Ernährung, Waldläufen und Liegestützen versucht, alles ohne Erfolg (ebenso gegenteilige Erwärmung).

Hilfe diesbezüglich erwarte ich vor allem von der Legendengruppe. Zur kurzen Erklärung wer oder was diese Legendengruppe ist: Es handelt sich um mehrere unter 185 cm große Münchner, die das Beach Volleyball erfunden haben. Wer genau hinter diesem Geheimverbund steckt ist nicht bekannt. Fabi und ich wissen nur, dass wir bei diesem elitären Kreis in Ungnade gefallen sind, weil wir Mitglieder genötigt und benutzt haben am Anfang des Jahres die für uns nötigen BVV Punkte zu erhaschen, damit wir zur Bayerischen Meisterschaft zugelassen werden. Wir entschuldigen uns hiermit in aller Form!

Zurück zum 233 km entfernten Bayreuth. Da wir inzwischen schon fast erwachsen geworden sind haben wir uns über Nacht in der Pension zum „edlen Hirschen“ einquartiert. Wow! Das Einzelzimmer mit Beistellbett ist zwar ein wenig klein für zwei Personen, aber eigentlich hätte es schon gepasst. Wäre da nicht der etwas weniger erwachsene Carsten Vielmeier, der sich wie ein echter Herrschinger um gar nichts gekümmert hat. In einer Nacht und Nebel Aktion konnten wir ihn noch mit einer Zusatzmatratze in unserem Zimmer einquartieren. Da er allerdings bereits in aller herrgottsfrüh spielen musste war es nur ein kurzes Kuschelvergnügen mit ihm. Kurz aber sehr schön !

Ich konnte mich noch weitere 3 Stunden mental auf unseren nächsten Gegner Peter und Georg Wolf vorbereiten. Dies war auch bitter nötig, da die zwei am Anfang des ersten Satzes wie ein ganzes Wolfsrudel über uns hergefallen sind. Dann haben wir sie aber gezähmt und die zwei hungrigen DVV Spieler haben sich nur noch gegenseitig angeknurrt. Typisch Brüder. Damit konnten wir ein weiteres nationales Team besiegen. Das macht langsam richtig Spaß.

Apropos national: Unsere bayerischen Landesvertreter und Trainingspartner Doranth/Höfer gewannen Bronze im Smart Beach Cup zu Dresden. Beck/Noack gar Silber !!! Unfassbier! Wir haben das Ganze am Live Ticker verfolgt und konnten die Siege über hochkarätige Gegner wie die Poniewatz Brüder kaum fassen. In der Familie bleiben sie aber gewohnt pessimistisch/bescheiden. Nina Gleich ist sich nämlich sicher, dass alle Gegner von ihrem Gspusi Yannic entweder schon über dem Zenit hinaus sind, oder aber einen schlechten Tag erwischt haben mussten. Diese bizarre Einstellung stellt für mich einen unheimlich willkommenen Gegenpol zum modernen Facebook Leben dar in dem alles nur noch „geil“ ist. Wir sind uns sicher, dass Yannic über den zweiten Platz von Nina in Bayreuth genauso urteilt! Herrlich sympathisch!

Im Finale erwartete uns Erstligatrainer Max Houser mit dem wortkargen Harry Schlegel. Eine eigentlich souveräne und klare Angelegenheit für Schmid/Wagner bis wir den Start Knopf von Max gefunden haben. Für alle die es interessiert: dieser befindet sich in seinem rechten Daumengrundgelenk: Nachdem ich ihm dieses Gelenk nämlich mit einem Faustball beim Netzduell luxiert habe und im Anschluss wieder reponieren durfte (meine neue Taktik: Patienten selber produzieren), spielte er wie ausgewechselt und machte uns den Sieg durch tolle Abwehrarbeit und geschicktes Angriffsspiel fast streitig. Ich ziehe meinen Hut vor diesem Ausnahmesportler! Die Situation ist bezeichnend für seine großen Erfolge in Halle und Sand! Chapeau!

Kategorie 1 Turniersieg für Schmid/Wagner!! Als Schmankerl oben drauf haben wir die Führung in der bayerischen Rangliste übernommen. Wir freuen uns auf nächstes Wochenende in Mühldorf!

Es Schmidwagnert weiter

Ebersberg_Beachvolleyball

BVV Beach Masters Kat. 1+ Ebersberg

Zunächst darf ich alle aktiven Beacher beruhigen: Der Fabi wird diese Saison nicht mit einem neuen fiesen Partner alias Daniel Malescha, oder sonst einem Ungeheuer an den Schtarrt gehen. Von daher wird er verwundbar und besiegbar bleiben. Aber man muss sich schon ein bisschen anstrengen.

Die erste Duftmarke konnten wir am vergangenen Wochenende bei dem wieder einmal hervorragend organisierten BVV Beach Masters Kat. 1 Plus (allerhögschdes Niveau) in Ebersberg hinterlassen. In dem 16er Feld wurden einige Deutsche Punkte und viel Preisgeld vergeben weshalb die Teams teilweise sogar aus Argentinien angereist kamen! Ei Karamba!! Die Firma Beach2Go unter der Führung von Dieter Heidrich und Barthel Spranger legten sich voll ins Zeug und stellten ein Turnier auf die Beine die seinesgleichen in Bayern sucht. Auch wenn es mit Nieselregen Samstag früh begann und der Wettergott sich das Motto „je später desto Regen“ ausdachte kamen viele Zuschauer und verfolgten gespannt die hochklassigen Partien.

Die Vorbereitung von Schmid-Wagner auf dieses Turnier gestaltete sich etwas anders als in den vergangenen Jahren und bestand aus zwei Telefonaten. Da ich eine neue sportliche Perspektive im Großraum Regensburg suche, musste ich den Fabi mit den Höfers, Doranths, Becks, Noacks und Vielmeiers dieser Welt im Rothof alleine weitertrainieren lassen. Dabei fungiert mein Abwehrspieler parallel auch als Spion und analysiert gewissenhaft alle Schwächen unserer potentiellen Gegner. Bisher ist sein DINA 4 Blatt aber noch ziemlich leer.

Wir durften dieses Wochenende gleich zweimal gegen Klement/Späth (im Folgenden Schwaig genannt) ran. Damit setzen sie sich langsam aber sicher an der Spitze der am häufigsten bespielten Gegner fest. Einzig Hurler/Schweikart haben noch ein paar Spiele mehr gegen uns gespielt. Die zwei sympathischen Friedberger haben sich aber ebenso getrennt wie alle anderen Duos mit denen wir schon vor 6 Jahren im Sand standen. Wenn nicht Buchner/Richter nochmal einen Rappel bekommen stellen wir das am längsten zusammen spielende Team Bayerns dar. Ein Hauch von Treue in dieser kalten Welt…

Erstaunlich souverän im Vergleich zu unseren sonstigen Saisonauftaktspielen konnten wir gleich unser erstes Spiel gegen Schwaig gewinnen. Lediglich zwei Matchbälle gegen uns hatten wir abzuwehren. Den ersten Satz verloren wir indem Fabi zweimal in einem Ballwechsel einen wuchtigen Angriffsschlag mit dem Gesicht abwehrte und dabei seine neue Sonnenbrille und sein Lieblingscap im Sand verstreute. Den perfekt zur Netzkante fliegenden Ball vergoldete ich mit einem missglückten Cut ins Netz.

Mein Abwehrspieler blieb in der Satzpause erstaunlich gefasst und verständnisvoll während er seine zarte Nase wieder gerade rückte.

Im weiteren Verlauf hatten wir die Ehre uns am Centercourt gegen die an eins gesetzten Becker/Romund zu duellieren. Gegen Paul Becker haben wir schon in den vergangenen Jahren spielen dürfen, allerdings noch nie gewonnen. Diesmal sollte es klappen. Ich denke dieses Spiel ist für uns nicht nur der Türöffner für das Turnier in Ebersberg gewesen, sondern vielleicht sogar der Türöffner für die laufende Saison. Man bekommt mächtig Selbstvertrauen im Siegesrausch gegen so ein deutsches Top Team.

Am Sonntag wiederholten wir das Kunststück gegen Ehlers/Hellmuth. Die zwei gehören ebenfalls zur deutschen Volleyballelite und das nicht nur wegen ihren zwei Meter drölf und ein Meter Zwünfzig Körpergröße. Körperlich knetete mich unser Hallenphysiotherapeut Jan Schmolling nach einiger Minuten des Anflehens für dieses Spiel fit, der praktischerweise direkt über dem Klosterbauhof arbeitet. Erstaunlich was eine kurze und knackige Behandlung für Schmerzen auslösen-, aber auch ein Überleben auf dem Feld sichern kann. Taktisch nutzten wir die Gegebenheit, dass Toni Hellmuth nicht auf seiner gewohnt rechten Seite spielte, durch cleveres Aufschlagspiel aus. Die blind reingebombten Sprungaufschläge zeigten die gewünschte Wirkung. Das Spiel fand am Side Court statt und steht somit, im Gegensatz zu allen Center Court Spielen, leider nicht auf sportdeutschland.tv on Demand zur Verfügung.

Durch die Siege gegen Becker/Romund und Ehlers/Hellmuth haben wir unseren Freunden Doranth/Höfer und Beck/Noack alle direkten Konkurrenten für die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft 2016 aus dem Weg geräumt. Bene und Julius haben wir auch noch als Sahnehäubchen das Finale gewinnen lassen. Somit stehen beide Teams tief in unserer Schuld. Wir haben dabei bereits einige Ideen wie sie das wieder gut mache können: Tim und Yannic sollten auch in der Halle für Grafing spielen und nicht nur alibimäßig im Sand für die Bären starten. Dabei ist uns völlig egal, ob Tims Knie abfällt oder Yannic sein Studium schmeißen muss. Von Julius und Bene wünschen wir uns in Zukunft mehr Gnade was Netzrolleraufschläge angeht!

Abseits unserer Spiele ereignete sich noch etwas Erwähnenswertes:

Das weibliche Team Meuter/Weber zogen sensationell in ihrem Comeback ins Halbfinale der Damen ein. Dabei setzten sie sich ebenfalls wie wir gegen favorisierte Gegner durch. Es muss gesagt sein, dass sich beide Zuhause um Kleinkinder kümmern müssen: Linda um ihr vor kurzem geborenes Baby und Alex um den Bierbenni. Wir gratulieren von ganzem Herzen!

Es war uns eine innerliche Magenbrotzeit endlich wieder all die netten Menschen die das Beach Volleyball ausmachen zu sehen. Insgesamt war dieses Turnier zum Saisoneinstieg genauso schön wie ohne Reus zur Europameisterschaft zu fahren.