Hauptfeld beim Smart Beachtour Debüt

Smart BeachCup Nürnberg

Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit. Nachdem wir es uns schon lange vorgenommen hatten stand dieses Wochenende der Mond günstig und wir kamen Dank einer Wildcard zu unserer ersten Smart Beach Tour Teilnahme.

Der ganze Spaß fand im Herzen Nürnbergs statt.

Fabi und ich nahmen uns vor jede Minute zu genießen und das taten wir bereits auf der Hinfahrt freitagmorgens: Im Prinzip saß in unserem Grafinger Manschaftsbus eine kleine bayerische Beach Volleyballer/innen Delegation, die sich tapfer Mut einredete. Die letzten zwei Ballartisten sammelten wir in Worzeldorf ein, der Nürnberger Stadtteil wo die Einwohner eine artikulationslose Geheimsprache entwickelt haben. Manchmal versteht man sie nur schwer, manchmal gar nicht.

In Nürnberg angekommen waren wir zunächst doch allesamt schwer beeindruckt. Der Centercourt wurde von drei großen Haupttribünen umfasst, auf denen sicherlich 1000 Zuschauer Platz fanden. Selbst die drei Side Courts waren so aufgebaut, dass um jedes Feld eine ganze Traube an Fans anfeuern konnte. Zwischen Center Court und Side Courts stand der große Moderationsturm. An den Rändern waren jede Menge Spielsachen aufgebaut. Zum Beispiel ein Surfbrettrodeo, auf dem unser lieber Flo Schweikart wohl den ganzen Tag verbracht hätte. Oder einen 2 Quadratmeter Smart-Wendeplatz, wo man seine Einparkkünste beweisen durfte. Es wurde Eistee verschenkt. Sonnenbrillen, einfach alles was man im Sommer so brauchen kann. Auch sehr beeindruckend die Sky Lounge, in der die ganze Zeit DFB Pokal übertragen wurde.

Im Spielerbereich gabs Getränke, Obst, Kuchen, Frühstück und Mittagessen for Free. Eieieiei, soviel Ablenkung, Star-Gefühl und Verführungen, es fiel mir schwer ein bisschen mit den anderen Ball über die Schnur zum Eingewöhnen zu spielen. Dabei fiel vor allem auf, dass die Netzmaschen auf der Smart Tour viel Enger sind. Somit kann man noch fester ins Netz schlagen, ohne einen Schaden zu setzen.

Nach dem Technical Meeting durften wir endlich loslegen. Da wir selbstverfreilich auf dem letzten Platz gesetzt waren konnten wir in jedes Spiel als Außenseiter reingehen. Erstmal gings gegen die an 7 gesetzten Bevers/Geukes. Selbst der Fabi war ein paar Jahre älter und so konnten wir unsere Weisheit dazu benutzen sie in 3 Sätzen fertig zu machen. Der Jubel hielt allerdings nur kurz an, weil wir uns ausrechneten, dass dieser Sieg eigentlich nix Wert ist. Sollten wir das nächste Spiel verlieren, sind wir soweit wie vorher. Gemacht getan. Gegen die an 2 gesetzten Rudolf/Wernitz spielten wir unglücklich und verloren aus meiner Sicht vollkommen unnötig ebenfalls in drei Sätzen. Um die Quali zu schaffen mussten wir drei weitere Partien gewinnen und das bei über 40° Hitze! Genau für diesen Moment hatten wir das ganze Jahr trainiert. Wir haben diese Saison eigentlich kaum eine Möglichkeit ausgelassen so schnell wie möglich in die Loserrunde einzuziehen und dort teilweise bis zum Turniersieg zu gehen. Auch die Temperaturen waren wir von Ebersberg und Augsburg gewohnt. Wir waren also bestens gewappnet. In einem Dreisatzkrimi konnte zunächst Benthien/Krüger besiegt werden. Das war übrigens das einzige Team des gesamten Turniers, in dem der Blockspieler kleiner als ich war. Viele Frauenteams mit eingeschlossen.

Ab jetzt hieß es für mich nur noch beißen. Das wussten die Gegner. Just/Stark schickten mich ständig kurz-lang in der Annahme, versuchten mich und damit uns, über die Kondition zu knacken, wie sie auch später zugaben. Im ersten Satz konnte ich noch dagegen halten. Durch viele Sprungaufschlagasse besiegten wir sie 15:13. Mitte des zweiten Satzes aber mussten wir abreißen lassen. Ich musste die Kräfte schonen und schenkte zur Verwunderung meines Abwehrspielers ab. Aber eben nur um im dritten Satz wieder alles zu geben und so konnten wir das Spiel noch knapp mit 16 zu 14 über die Ziellinie retten. Ich war praktisch schon komplett leer. Jetzt ergab sich aber folgende Konstellation: Wir spielten das letzte Spiel des Tages auf einem vollen (!!) Center Court gegen den Bayerischen Meister Beck/Noack. Die hatten uns eine Woche zuvor knapp im Halbfinale geschlagen und uns damit vom Thron gestoßen. Außerdem haben sie in Bayern erst ein einziges Spiel verloren und das ganz am Anfang auf einem relativ unwichtigen Beach Cup Turnier. Also nochmal alles raushauen was geht. Hilft ja nix. Die Mädels Karnbaum/Niemczyk erkannten unsere Not und fütterten uns mit isotonischen Getränken, Power Riegel und Tabletten. Zumindest der Placebo Effekt hilft in so einer Notsituation auch einem Arzt.

Ohne Aufwärmen gings jetzt rein ins Spiel. Wir konnten uns im ersten Satz überraschend ein kleines Polster erspielen, welches bis zum Ende reichen sollte. 15:13. Zweiter Satz gleiches Spiel wie im vorherigen Match. Auch wenn das mit Fabi‘s Logik nicht zu vereinen ist, musste ich wieder den zweiten Satz her schenken. Da ging einfach nix mehr. Im dritten Satz beim Stand von 14:13 für uns dann ein kleines Blackout meinerseits. Der fiese Yannic hat mich wieder mit so einem Aufschlagsaal an der Außenschulter erwischt. Die Annahme suboptimal. Mein ebenfalls fertiger Partner konnte nur noch im Bagger mir in den Rücken zuspielen. Blockfrei. Somit boten sich für mich zwei Möglichkeiten: Entweder voll draufzuhauen und zu hoffen, dass es wie in 90 % der Fälle ein Punkt wird, oder einen technisch anspruchsvollen kurzen Drive-Schlag auspacken, der bei so einem schnellen Abwehrspieler wie dem Yannic nur zum Erfolg führen kann, wenn er bei denen auf den ersten Meter fällt und dessen Gesamtchancen somit bei unter 2 % standen. Ich entschied mich für zweitere Variante und war am Ende froh, dass der Ball immerhin noch die untere Netzkante berührte. Ein Raunen ging durch das begeisterete Publikum. Sowas Dummes haben mir selbst die Freunde zuhause vor dem Live Stream nicht zugetraut. Kurz geschüttelt, noch zwei saubere Side-outs gespielt und am Ende den Yannic geblockt.

Somit standen wir nach 15 Sätzen am Ziel: Einzug Hauptfeld! Yeah!! Dasselbe gelang unseren Freunden Julius Höfer und Carsten Vielmeier sowie den heißen Twinnies Krissi und Kathi Standhardinger. Ein unbeschreibliches Gefühl! Bayern des samma mir!!

Der wortkarge und bescheidene Harry Schlegel bot uns seine Wohnung zum Grillen und übernachten an, was ich sehr gerne annahm. Somit konnten wir den Tag nochmal Revue passieren lassen und uns viele Tipps für die nächsten Spiele abholen. Die waren aber gar nicht nötig. Der Spannungsabfall und der körperliche Zustand ließen nicht noch einen Sieg am nächsten Tag zu.

Es war trotzdem eine Ehre gegen die Deutsche Nummer 4 Holler/Schröder zu spielen und im zweiten Spiel die Erkenntnis zu gewinnen, dass alle Manschaften zwischen Platz 13 und uns an einem guten Tag wirklich machbar sind. Lohmann/Wacker besiegelten in einem engen Match unser Ausscheiden.

Nürnberg war ein super gelungener Saisonabschluss! Fabi und ich konnten gegen Ende der Saison unsere besten Leistungen wieder abrufen und hatten jede Menge Spaß !

Jetzt geht’s endlich wieder in die Halle, auf die wir uns auch schon wieder riesig freuen!

Beste Grüße

Euer Smart-Beach-Team Konsti Schmid und Fabi Wagner

Zack, rauf aufs Treppchen

Bayerische Meisterschaften Beachvolleyball Augsburg

Die erste gute Nachricht kam schon im Laufe der Woche: Die neue Schmid-Wagner Kollektion 2015 ist angekommen! Ganz bunt und mit gepimpten Schmid-Wagner Logo konnte das Saisonfinale eingeläutet werden. Ich habe immer noch niemanden gefunden, der nicht hin und weg ist von unserem neuen Litfaßsäulen-Look inklusive Wasserzeichen!

Die zweite gute Nachricht gleich hinterher: Wir haben uns aufgrund unserer besonderen Verdienste und unseres gepflegten Aussehens für die Qualifikation zum Smart Beach Cup kommende Woche in Nürnberg die Wildcard gesichert!

Na wenn diese zwei Nachrichten nicht Grund genug sind uns den letzten nötigen Motivationsschub für die Bayerische Meisterschaft zu geben, was dann? Vielleicht ein perfekt organisiertes Turnier im Herzen Augsburgs? Vielleicht bestes Wetter und über 1200 Zuschauer auf dem Centercourt?

Der Schmid-Wagner läuft zur Höchstform auf!

Da diese ganzen Schlüsselreize nicht immer in dieser Saison vorhanden waren machte es unter den Experten inzwischen die Runde, dass wir im ersten Spiel ein sehr machbares Los seien. Fabi konnte sich davon live überzeugen, als er in der Früh (wie immer) Mäuschen auf der Herrentoilette spielte. Soweit war es also schon gekommen. In den letzten Jahren waren wir noch bekannt dafür im Erstrundenspiel eine richtig miese Vorstellung abzugeben, aber am Ende immer knapp und unverdient zu gewinnen. Jetzt sind wir also nur noch Erstrundenopfer. Naja, das muss sich wieder ändern. Den Anfang haben wir noch in diesem Turnier geschafft: Auch dank eines eher ungewollt platzierten Aal-Aufschlags ins linke Kreuzeck gewannen wir gegen die Liberolegende Mo Dobler mit seinem durch nichts aus der Ruhe bringenden Partner Hane Künecke mit 2:0.

Im zweiten Spiel ging es gegen zwei Gegner, die genau wissen wie man auf solchen Meisterschaften agieren muss – haben sie das Ding doch immerhin schon drölf Mal  gewonnen: Die seit 2001 harmonierenden Hannes Buchner und Dome Richter. Beide haben sich ihre Fangemeinde durch mehrmaliges Papa werden hart erarbeitet! In diesem Spiel kam allerdings unsere altbekannte Waffe, der Sprungaufschlag, in seiner ganzen Brutalität zum Einsatz! Somit zogen wir schon in das Viertelfinale der Winnerrunde ein. Nochmal: Der „WINNER“ Runde.

Die weiteren Teams die sich in diese Runde qualifizieren konnten: Beck/Noack, Höfer/Vielmeier und Doranth/Hauser. Alle ohne Satzverlust. Das hat sich schon über die ganze Saison herauskristallisiert, dass diese vier Teams die großen Favoriten auf die Meisterschaft sein werden. Alle hatten einen guten Tag erwischt. Gegen letztere durften wir das herrliche Sommerabendspiel auf dem Centercourt bestreiten. Quasi als Neuauflage des Finals 2014. Im ersten Satz traten wir recht couragiert auf, trafen aber zu oft die falsche Entscheidung. Unzählbare Male erinnerte mich der Fabi daran, mich erst nach dem gegnerischen Zuspiel vom Block zu lösen, egal wie gut der Aufschlag war. Doch jedes Mal wieder guckte ich lächelnd-verträumt der eigenen Aufschlagsbombe nach, bis der Ball schon wieder blockfrei in unser Feld einschlug. Im zweiten Satz verloren wir komplett den Faden. Damit ging es mit etwas Magengrummeln ins Bett.

Allerdings nicht ohne noch vorher ungeduscht die neuen, inzwischen sandigen Klamotten in einem schicken Griechischen Restaurant den schwäbischen Gästen zu präsentieren! Die waren alle begeistert!

Genauso wie die vielen Autobesitzer mit ihren neuen Schmid-Wagner Logos! Die sind übrigens sehr gut, ohne Lackschäden zu hinterlassen, wieder ablösbar. Als kleine Anmerkung für Anwälte und Metzger.

Sonntagmorgen wurde es also wieder ernst: Der Gegner war das 3 Meter Team Winter/Wehl. Die Stärken von Ben Winter: Sich mitreißend freuen und ärgern können, Donnerblitz Aufschläge und seine Freundin. Die Stärken von Michi Wehl: Der immer freundliche Gemütszustand, Krakententakel, sowie die Fähigkeit auf jeder Unterlage wie ein Baby schlafen zu können.

Der Fakt, dass ich den Ben so oft blockieren konnte, wie ich selten einen Spieler blockiert habe, wird vollkommen zur Nebensache, wenn man weiß, dass er mich im Gegenzug auch blocken konnte. Physikalisch kaum möglich, aber wer diesen Worten keinen Glauben schenken mag: Es kursiert ein Videobeweis. Somit gingen wir faktisch als Sieger, moralisch allerdings als Verlierer aus diesem Spiel.

Einmal geschüttelt und dann hieß es Halbfinale gegen Beck/Noack! Mit Sicherheit eines der besten Spiele dieses Turniers. Leider am Nebencourt ausgetragen, wo die Sprungaufschlageinflugschneise sehr knapp bemessen war. Es ging hin und her. Den ersten Satz können wir eigentlich schon gewinnen, geben ihn aber knapp ab. Im zweiten Satz holen wir zum Ende hin drei Punkte durch direkte Asse auf. Danach betreiben wir 4 Aufschläge lang Arbeitsverweigerung. Dann nochmal Ass. Letztendlich heißt es aber 25:27! Leider, leider! Ade, du schöne Titelverteidigung. Die Enttäuschung hielt sich jedoch in Grenzen, weil es einfach ein tolles Spiel war. Wenn man schon verlieren muss, dann so. Noch dazu gegen unsere Grafinger Teamkollegen die sich am Ende die Krone aufsetzten! Herzlichen Glückwunsch! Sie haben es sich redlich verdient. Jedes Turnier an dem sie in Bayern teilnahmen und an denen sie sich nicht einbildeten verletzt zu sein, konnten sie gewinnen. Im ganzen Jahr verloren sie nur einen Spiel! Auf der Bayerischen keinen einzigen! Respekt!

Außerdem wurden wir mit einem Centercourtspiel um Platz 3 belohnt. Wieder mal gegen Doranth/Hauser. Nach längerer Zeit aber endlich mal wieder ein Sieg für uns, dank eines tollen Spiels. Und das vor 1200 frenetischen Zuschauern! Wow! Super Augsburg!

Damit ging Platz 1 bis 3 an die Trainingsgruppe Rothof. Es war ein wunderbares Jahr und ich muss mir eine Träne verdrücken, wenn ich an den ganzen Spaß denke, den wir zwei bis dreimal die Woche am Rothof hatten. Am Ende sogar mit unserem neuen Hallencoach Alex Hezareh, der uns schonmal als Vorgeschmack im Sand zeigte wo es lang geht! Vielen Dank hierfür, es hat alle drei Teams nochmal einen Schritt nach vorne gebracht! Das klappt in der Halle bestimmt auch, davon sind Fabi, Yannic und ich jetzt schon vollauf überzeugt!

Bei der Siegerehrung schoss mir dieser kleine Beck dann die als unzerstörbar geltende Sonnenbrille mit dem Sektkorken kaputt. Der große Noack revanchierte sich dafür aber bei München TV mit einer Schmid-Wagner Schleichwerbung an der Schuhsohle. Noch offensichtlicher machte es sogar unser Beach Koordinator, der uns inzwischen offensichtlich im Herzen trägt! Ihr zwei habt uns mit eurem Auftritt wirklich eine riesen Freude gemacht, vielen Dank!

Das Sahnehäubchen setzen wir uns jetzt am Freitag in der Quali für Nürnberg auf. Da wird einfach jedes Spiel in vollen Zügen genossen. Daumen drücken!

Mit Bronzegrüßen

Euer Schmid-Wagner

Gute Gastgeber

BVV Beach Masters Kat. 1+ Oberschleißheim

Beim allerersten Kat. 1 Plus Turnier Bayerns präsentierten sich zumindest die Herrenteams als sehr gute Gastgeber. Kein einziges bayerisches Team konnte in die zweite Winnerrunde ziehen. Kein Team platzierte sich besser als Rang 9.

Da machte leider auch der Schmid-Wagner keine Ausnahme. Wir hatten uns viel vorgenommen, spielten wir doch auf denselben Courts auf denen wir vor einem Jahr in Oberschleißheim Bayerischer Meister geworden sind. Auch unser erster Gegner erinnerte an damals: Daniel Malescha haute uns wie vor einem Jahr einige Sprungaufschläge um die Ohren. Trotzdem konnten wir gegen ihn und seinen Interimspartner Tim Rosenow gewinnen.

Seit 5 Jahren sind wir immer unter den besten 8 Teams gesetzt. Diesmal aber nur an Rang 13. Deshalb brachte uns der erste Sieg im Prinzip keinen Schritt weiter, außer natürlich Ruhm und Ehre.

Im entscheidenden zweiten Spiel wollten wir zeigen, dass wir auch deutsche Top Teams schlagen können. Mit Hellmuth/Stadie trafen wir auf die aktuelle Nummer 14 in Deutschland und somit gegen ein Team, das mit hoher Wahrscheinlichkeit in Timmendorf an den Start gehen wird. Wir spielten ordentlich und teilweise sogar sehr gutes Volleyball. Für den großen Coup reichte es aber leider nicht. Zwei bis drei unnötige Side-out Fehler pro Satz zu viel. Das Ergebnis 18:21 und 19:21. Unser Gegner zog im weiteren Verlauf bis ins Finale ein. Es hat trotzdem irre viel Spaß gemacht und es ist einfach mal schön gegen ein unbekanntes Team zu spielen vor allem in der Underdog Rolle.

Um nicht Letzter zu werden und die ewige Diskussion führen zu müssen, ob ein letzter Platz trotz dreier Spiele immer noch als One-Two-Barbecue zählt schlugen wir den SV Schwaig (Klement/Späth) ein weiteres Mal.

Beim vierten Match des Tages ging es wieder auf den Center Court gegen Höfer/Vielmeier. Genau dieselbe Paarung, Ort und Uhrzeit wie beim Halbfinale der Bayerischen 2014. Der klitzekleine Unterschied zu damals: Der Julius packte drölf mal im Block zu! Das war leider nicht zu kompensieren und so mussten wir uns deutlich geschlagen geben. Platz 13. Das schlechteste Ergebnis, das sich der Schmid-Wagner jemals einfuhr, aber es war auch ein bitteres Los alles in allem.

Ein ungewohntes Gefühl den Sonntag frei zu haben. Ausschlafen, regenerieren und jetzt alle Konzentration auf Augsburg in 3 Wochen!!! Es wird Ernst

BVV Beach Master Ebersberg: 40,3° und es wird noch heißer!

BVV Beach Masters Kat. 1 Ebersberg

Vergangenes Wochenende fightete der Schmid-Wagner um wichtige Deutsche Punkte auf unserem Heimturnier im Klosterbauhof zu Ebersberg.

Die Setzliste bei Männlein und Weiblein waren eins zu eins dieselbe, die man sich auf der Bayerischen Meisterschaft erwarten kann. Alles was Rang und Name hatte gab sich die Ehre und es wurde wirklich Sahnevolleyball geboten. 

Der gemeinsame Gegner von allen Teams war die brüllen Hitze an diesen wunderschönen Tagen. Bei weit über 30 Grad wurden die Spiele in der Mittagshitze in Zeitlupentempo absolviert. Erst gegen Abend wurde das Spiel wieder schneller.

Deshalb konnten wir es uns diesmal auf gar keinen Fall erlauben wieder das erste Spiel zu verlieren. Der Kraftverlust wäre nicht zu kompensieren gewesen.

Gegen die zwei Schweizer Cherbin/Eberle holten wir unerwartet souverän den gefühlt ersten Erstrundensieg dieser Saison. Nie hatten die zwei im dritten Satz mehr als einen Punkt Vorsprung (12:13) 😉

Im zweiten Spiel ging es gegen Schwaig (Klement/Späth). Im ersten Satz mächtig vorgeführt konnten wir uns auf unsere Stärken im Side-out und Block-Feldabwehr besinnen und machten den Sack zu. Unser Ehrenpräsident Günther Schmidt und die Grafinger Beach Legende Harry Kaupa gaben zwar nach dem ersten Satz keinen Pfifferling mehr auf uns, waren am Ende aber doch versöhnlich gestimmt.

Nach zwei Spielen standen wir somit im Viertelfinale! Kräfte geschont, puh! Gefeiert wurde das in kleiner Grillrunde auf dem Land mit Tischtennis und Swimmingpool!

Sonntagmorgen wurde dann das Finale der Bayerischen Meisterschaft wieder neu aufgelegt: Doranth/Hauser standen bereit. Zu keinem Zeitpunkt habe ich gedacht, dass wir dieses Spiel verlieren würden. Genau das haben wir dann aber doch getan. Noch dazu in zwei Sätzen. Bis jetzt ist es mir nicht ganz erklärlich. Ich freu mich auf jeden Fall schon auf das nächste Aufeinandertreffen.

Im Nachhinein gesehen war das die Entscheidung, dass wir dieses Turnier nicht gewinnen können. Denn durch diese Niederlage mussten wir ein sehr anstrengendes Spiel mehr absolvieren, als wenn es durch die Winnerrunde gegangen wäre. Um überhaupt noch ins Halbfinale einzuziehen musste Buchner/Richter auf dem Side-Court besiegt werden. Das haben wir dank guter Sprungaufschläge im dritten Satz auch geschafft.

Im Traumhalbfinale gegen unsere Grafinger Kollegen Beck/Noack war der Centercourt trotz 37 Grad im Schatten komplett ausverkauft. Plätze hat man nur noch über den Schwarzmarkt kaufen können. Im ersten Satz funktionierte bei uns alles. Deutlich konnten wir diesen mit 21:16 für uns entscheiden. Der Aufschlagdruck blieb weiterhin hoch, aber man merkte mit zunehmender Spieldauer, wie uns die Konzentration in Zuspiel und Angriff immer mehr fehlte. In meinen Augen machte das eine Spiel mehr in dieser brütenden Hitze den kleinen aber feinen Unterschied. Die Gegner übernahmen erst im letzten Satzdrittel die Führung und konnten sich schleichend immer weiter absetzen. Auch im dritten Satz fehlten uns am Ende die entscheidenden Körner. Es hat trotzdem irre Spaß gemacht. So ein anstrengendes Spiel habe ich selten erlebt, aber auch selten so spektakuläre Bälle von allen 4 Spielern. Die Zuschauer kamen definitiv auf ihre Kosten. Letztendlich gewannen unsere Grafinger Kollegen das gesamte Turnier! Herzlichen Glückwunsch!! Geiler Volleyball!

Das Spiel um Platz 3 schenkten wir völlig entkräftet an Doranth/Hauser ab. Die hatten zu diesem Zeitpunkt 141 Bälle weniger spielen müssen.

Summa summarum steht ein toller 4ter Platz zu buche und noch wichtiger: Die ersten 4 Teams der bayerischen Setzliste (Doranth/Hauser; Beck/Noack; Höfer/Vielmeier; Schmid/Wagner) sind hauchdünn zusammengerückt in ihrem spielerischen Können. Im Moment haben Beck/Noack das Momentum auf ihrer Seite. Wer weiß wie es in Oberschleißheim und vor allem dann letztendlich auf der Bayerischen Meisterschaft in Augsburg aussieht. An Spannung und Attraktivität ist diese Saison wohl kaum zu überbieten!

Auf der Heimfahrt im Grafinger Bus waren alle Gesichter von diesem Turnier gezeichnet. Julius Höfer konnte sich nicht erklären wie eine Sektflasche im Auto ohne Fremdeinfluss platzen konnte, während sein in Scherben sitzender Partner Carsten Vielmeier immer noch nicht mitbekommen hat, dass eine Flasche explodiert ist. Yannic Beck ist um 5 Jahre gealtert, Tim Noack gar um 6. Somit kommen sie langsam in mein Alter 😉

  DAM DAM DAM…

Es riecht nach unserem 1. BVV Beach Masters Kat. 1 Sieg

BVV Beach Masters Kat. 1 Kempten

BVV Kat. 1 Sieg in Kempten!!

Leck, hat sich der Schmid-Wagner da durch getankt.

Gleich beim allerersten Spiel mussten wir uns gegen Mo Steinberg und Paul Cherbin geschlagen geben. Der Mo hat uns durch sein hartes Angriffsspiel und vor allem durch seine noch nie dar gebotene Konstanz so dermaßen überrascht, dass wir noch bevor wir auch nur die Chance hatten ein bisschen mitzudenken und vielleicht mal über seinen Schweizer Kollegen zu spielen, schon 2:1 besiegt wurden. Mir war bewusst, dass die eingetretene Situation suboptimal für uns ist, aber wie ernst es wirklich um uns stand, begriff ich erst, als mir mein kleiner Beach Partner verboten hat, das neue Auto von Bierbenni Pfister mit einem Schmid/Wagner Aufkleber zu verschönern.

Das Wetter passte zur Stimmungslage. Es regnete nur dann nicht, wenn es hagelte.

Frierend, müde und entnervt ging es mit dem gestellten Shuttle Service Richtung Center Court. Die Stimmung hellte sich aber etwas auf, weil Be eeen Winter im selben Auto saß und auch sein erstes Spiel verloren hat. Der kleine Ben kann so unglaublich schön leiden, schimpfen und traurig sein, dass es einem selbst direkt etwas besser geht.

Das One Two Barbecue konnten wir durch einen Sieg gegen Kulzer/Prosch abwenden. Zumindest die Sprungaufschläge fanden schon wieder öfter ihr Ziel. Auch das Side-out wurde besser. Da tat es auch nichts zur Sache, dass der Fabi immer noch auf seine erste Abwehr warten musste.

Im Loser 13 Spiel bekamen wir es mit dem zweiten Schweizer Gentleman zu tun. Ein sehr galanter Frauenschwarm namens Luis Geiser. Auch wenn sein Partner kleiner ist und Markus Zimmerer heißt, mussten wir einfach aus Prinzip über Luis spielen. Der Plan ging auf. Schmid/Wagner gegen die Schweiz: 3 zu 2 nach Sätzen! Kollege Zimmerer wird sich ärgern. Noch hält unsere Serie gegen ihn. Spätestens bei den Paraolympics 2028 ist es dann aber so weit!

Das letzte Spiel des Tages bestritten wir gegen Johnny Januschke. Ein gnadenloser Physiotherapeut mit einem Körperfettanteil von unter 2 Prozent. Im ersten Satz hatten wir ihn und seine Athletik noch gut im Sack. Aber im Zweiten Satz brachten wir kein einziges Break mehr gegen ihn zustande. Der Beweis, dass der Schmid/Wagner lernfähig ist: Wir wechselten einfach auf seinen Partner. Ein gewisser Maximilian Hauser – ein von Volleyballfunktionären frustrierter Erstligatrainer, der nächstes Jahr die Bayerische Nationalmanschaft im Trikot des GCDW gegen Restdeutschland antreten lassen wird. Ich lernete meine Wadenkrämpfe zu nutzen, um den optimalen Zeitpunkt zum Abschlag beim Sprungaufschlag zu finden. Beim leichten Einsetzen des Krampfes voll drauf auf den Ball 😉 Daraufhin machte Maxi ein bis zwei Fehler zu viel und ärgerte sich, dass es ihm in der Annahme nicht anders erging, als seinen Lieblingsbene.  Aus die Maus!

Jetzt hielt mich nichts mehr davon ab jede Menge Autos zu verschönern – unter den wohlwollenden Augen meines Beach Partners.

Glücklich gingen wir ins Bett – wussten wir doch, dass uns am nächsten Morgen endlich, endlich, endlich wieder Alex Hurler und Flo Schweikart erwarteten! Wer die beiden auf der Straße nicht erkennen würde: Der Alex sieht genauso aus wie der Fabi, inzwischen auch mit Schienbeinschoner, oder wie man die Dinger nennt. Der Flo sieht im Vergleich zu mir ein bisschen abgemagert aus, aber er fühlt sich wohl mit seinem Body Maß Index. Wirklich! Da wir letztes Jahr, auch bei Loser 7, genau an gleicher Stelle die erste Niederlage gegen die zwei Friedberger hinnehmen mussten, waren wir natürlich top motiviert! Es durfte am Ende der erste Sieg gefeiert werden, bei dem wir auch wirklich besser als die zwei waren.

Im Viertelfinale kam es zum Duell gegen Eugen Bakumovski und Martin Peiske. Die zwei waren nur aus der Winnerrunde ausgeschieden, weil sie im Gegensatz zu ihren Gegnern um 19 Uhr vor lauter Dunkelheit den Ball kaum mehr sehen konnten. Ihr Einspruch gegen das Ergebnis wurde aber abgelehnt. Was tun gegen zwei so erfahrene Spieler? Auf jeden Fall nicht über den Ex-Nationalspieler Bakumovski gehen, soviel war klar. Also musste der Martin dran glauben. Alles Jammern, Beschweren und Wehklagen im ersten Satz half nix und wir konnten klar gewinnen. Anfang des zweiten Satzes verletzte sich Eugen am Rücken. Das ganze hatte eine 15 minütige Unterbrechung zur Folge. Als ich mit bekam, dass sie den Notarzt rufen wollten, weil sie sich nicht sicher waren wie schwer die Verletzung ist, erinnerte ich mich dunkel an meinen Arzthintergrund. Immerhin konnte ich einen Notarzteinsatz verhindern und dafür sorgen, dass das Spiel zu Ende gespielt wurde. Für den Kopf war das ein sehr schweres Spiel und ich bin froh, dass wir gewonnen haben.

Halbfinale! Wer hätts gedacht nach dem ersten Spiel?? Ein voller Center Court inklusive Buchner/Richter erwartete uns! Das erste Spiel für das unser neuer Hallen und auch Beach Coach Alex Hezareh keine Tipps parat hatte. Anscheinend kannte er unseren Gegner nicht so gut.

Wir zeigten unsere bis dato beste Saisonleistung und konnten uns mit 2:0 durchsetzen. Ab dem zweiten Satz krampften meine Wadeln aber so stark, dass ich ab sofort auf Sprungaufschläge verzichten musste. Schmid/Wagner ohne Sprungaufschläge… Das konnte nicht gut gehen.

Auf den anderen Feldern kam es über die zwei Tage zu einer Sensation: Ein Basketballspieler zog in einem BVV Beach Master Kat. 1 Turnier bis ins Halbfinale ein! Die Rede ist von unserem lieben Trainingspartner David Drexler! Leider konnte er sich im Halbfinale nicht mehr durchsetzen und so durften wir nicht gegen ihn im Finale ran, aber er ist der lebende Beweis, dass sich ein guter Sportler sehr leicht mit fachfremden Sportarten tut.

Das Finale Grande konnten wir hauchdünn gegen Janis Späth und Lennart Kroha gewinnen. Ich war mit meinen Kräften komplett am Ende. Der erste Satz ging noch gut rum, aber im zweiten hab ich kaum mehr den Ball mit den Augen fixieren können. Erst Mitte des dritten Satzes kam die zweite Luft und durch reine Willenskraft konnten wir einen 7:11 Rückstand in einen 18:16 Sieg ummünzen. Grenzenloser Jubel! Unser erster Sieg bei einem Kat 1 Turnier! Vielen Dank an alle, die zugeschaut haben, vor allem unserem neuen Coach Alex, der vielleicht das berühmte Quäntchen ist, das uns bis hierhin gefehlt hat.

Somit konnten wir unsere Spielklamotten von letzten Jahr standesgemäß verabschieden, denn im Laufe der Woche kommt die 2te Kollektion „Schmid-Wagner“ powered by Panzeri!

Bei der Siegerehrung bekamen alle Spielerinnen und Spieler der ersten drei Platzierungen einen Siegerstern! Alles Sieger !! Außerdem zusätzlich eine wunderschöne Blume! Herrlich!

Kempten hat sich mal wieder großartig präsentiert. Der Centercourt ist selbst bei Platzregen und Hagel gut gefüllt. Die Organisation makellos. Ich hoffe sehr, dass wir hier noch das ein oder andere Mal spielen dürfen. Bitte macht weiter so!

Nächste Woche hat der Fabi die Schnauze voll von mir und meinen Romanen und er spielt mit dem fiesen Julius Höfer in Mühldorf. Dieser konnte dieses Wochenende die deutsche Vizemeisterschaft des Hochschulhallenvolleyballs nach München holen.

Fabi und ich spielen erst am 4ten und hoffentlich auch am 5ten Juli bei unserem Heimturnier in Ebersberg wieder zusammen!

Bis dahin süße Träume!

Eure Fabi und Konsti Schmid-Wagner

Bayerische Top Teams im Lohhofer Sand

BVV Beach Masters Kat. 2 Unterschleißheim

Der Schmid-Wagner konnte seinen Stempel leider nicht auf das BVV Masters Kat 2 Turnier in Unterschleißheim aufdrücken. Zu früh mussten wir die erste Niederlage einstecken. Bereits um 13 Uhr bei unserem allerersten Spiel verloren wir knapp gegen Sevi Bienek und Leo Angerer. Ersterer schaut genauso aus wie ich, nur größer, dünner und verrückter. Der andere ist ein braungebrannter, durchtrainierter Musterathlet, der zu 100 % eine Hauptrolle bei Baywatch bekommen hätte, wäre er nur 20 Jahre älter. So wie es sich für eine Baywatch Folge gehört war es auch ordentlich windig an diesem Tag.

Die Kombination war zu viel für mein Nervenkostüm in einem Erstrundenspiel.

Dann kommt es natürlich wie es kommen muss: Wir treffen in einer solch blamablen Situation auf das Team das den Trash Talk erfunden hat: (Bier)Benni Pfister, bekannt für schnittige Aufschläge, sowie seine Angriffsbomben in den 3 Meter Raum und Marko Knauer, halb Mensch, halb Maschine (mit Platte versteiftes Handgelenk – arretiert in optimaler Blockstellung). Obwohl der Knausi in einer brenzligen Situation eine Netzberührung zugab (Respekt!!) und wir dadurch in einem wichtigen Moment in Führung gehen konnten verloren wir den zweiten Satz doch noch. Im dritten Satz hatten wir schon Matchball gegen uns und der Grillmeister hatte uns schon zwei saftige Steaks aufgelegt, aber in genau solchen Situationen braucht man halt Nerven aus Drahtseil um die Rosineneier festzuhalten.

Nach diesen zwei 3 Satzspielen ging es weiter Schlag auf Schlag.

Erst besigten wir die erfahrenen Joschi Schöberl (zweifacher Bayerischer Meister) und Falk Ullmann (Erfolgscoach der Geilen Uschis) und dann warfen wir Schwaig aus dem Wettbewerb (Erst Janis Späth und Yannick Klement und anschließend Lüdje/Rosenow) Wir standen somit von 13 Uhr bis 19 Uhr durchgehend im Sand. Das letzte Spiel liest sich übrigens recht lustig: 1. Satz 21 zu 10; 2. Satz 33:31.

Während wir uns von Spiel zu Spiel quälten ereignete sich auf den anderen Feldern eine Sensation: Die auf 12 gesetzten Ben Winter und Michi Wehl gingen knallhart durch die Winnerrunde ins Halbfinale. Noch nie seit der Gründung von Schmid/Wagner vor 5 Jahren waren wir im Endergebnis schlechter platziert als dieser Eistorten-verschmähende Bee-een! An diesem Wochenende sollte diese Serie allerdings reißen.

Um gegen die beiden Spielen zu dürfen fehlte uns am folgenden Tag „nur“ noch ein Sieg gegen Höfer/Vielmeier. Mit 1:2 zogen wir leider den Kürzeren gegen unsere Trainingspartner. Immerhin reichte es für uns zu Platz 5. Vor dem Turnier wären wir wahrscheinlich enttäuscht gewesen, aber wenn man sich den Verlauf ansieht, sind wir doch zufrieden und haben auch ab Samstag 16 Uhr sehr ordentlich gespielt. Für bessere Endergebnisse wird es aber mit ordentlichen Leistungen nicht reichen. Wir müssen uns weiter steigern.

Im Halbfinale konnten sich Ben und Michi übrigens sensationell gegen Julius und Carsten durchsetzen!! Die Wetten standen davor nicht gut. Erst im Finale wurden sie das erste Mal in diesem Turnier geschlagen. Die verdienten Sieger wurden die zwei Grafinger Tim Noack und Yannic Beck! Unseren herzlichen Glückwunsch!!! Auf den STV !!

SchmidWagner im Land der Berge.

Daylong SuperCup Lienz

In unserer fünften gemeinsamen Saison fühlten wir uns endlich gerüstet aus unserem Schneckenhaus zu kriechen und internationale Luft zu schnuppern.

Der österreichische Super-Cup in Lienz drängte sich hierfür geradezu auf. Da Heike (Spielerfrau von Schmid-Wagner) Verwandtschaft in Osttirol hat, konnten wir sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Zur geographischen Einordnung: Liiiienz liegt 3,5 Stunden Autofahrt süd-westlich von Linz.

Das große Abenteuer begann schon Freitagabend, da wir als brave Gäste pünktlich frühmorgens für das Technical Meeting Präsenz zeigen wollten. In einem urigen Gasthof („Zum Falken“) wurden wir um Mitternacht herzlich empfangen und konnten unser gemeinsames 3er Zimmer beziehen. One Team one Dream!

Nach einer viel zu kurzen Nacht zwängten wir ein paar Frühstückshappen runter um schnellstmöglich an den Center Court zu kommen. Dort ernteten wir wegen unserer deutschen Pünktlichkeit spöttische und mitleidige Blicke. Außer den zwei Teams die das erste Spiel bestreiten mussten waren wir nämlich weit und breit die Einzigen vor Ort. In Österreich ist es Usus erst zum eigenen Spiel zu kommen und das war für uns erst für 13 Uhr angesetzt. Das war ein herber Tiefschlag – 3 Stunden Schlaf verschenkt!! Wir müssen noch ein ernsthaftes Wörtchen mit unserem deutschesten BVV Koordinator Roland H. reden.

Wir nutzten unsere gewonnene Zeit für kleine Ratschereien mit den Veranstaltern. Hier erfuhren wir, dass die Beachtour von Daylong gesponsert wird und der Name war anscheinend Programm. Unsere gemütlichen Nachbarn zogen nämlich das reine 16er Herrenturnier in Sage uns Schreibe 3 Tagen durch! Jedes Spiel fand am Center Court im Herzen der Innenstadt statt.

In unserer ersten Begegnung spielten wir gegen den einzig uns bekannten Spieler, nämlich Patrick Kain. Den durften wir schon letztes Jahr in Lohhof an der Seite von Chris Otte bewundern. Damals baute er das Turnier für die Lohhofer quasi im Alleingang auf und spielte anschließend auch noch unverschämt gut. Ein Traum von einem Mann! Trotzdem konnten wir uns an diesem Wochenende gegen ihn und seinen Partner Robert Moser in zwei Sätzen durchsetzen.

Als nächstes mussten die zwei Slowenen Tadej BOŽENK  und Danijel POKERŠNIK  dran glauben und das obwohl das Spiel mit 1:8 gegen uns begann. Blödes Side-out! Einer von beiden war übrigens schon 4maliger slowenischer Meister.

Wir waren nach diesem Tag mega erleichtert, dass unsere Generalprobe so geschmiert lief. Wir waren jetzt schon im Viertelfinale Winnerrunde! 320 Euro waren auch schon sicher und somit zumindest das Hotel wieder reingespielt. Im Nachhinein betrachtet hätten wir an diesem Punkt eigentlich schon wieder heim fahren können. Das einzige Spiel am Samstag wurde nämlich leider 22 zu 20 und 21 zu drölf gegen die späteren Silbermedaillengewinner Jörg WUTZL und Simon FRÜHBAUER verloren. Erschwerend hinzu kam, dass wir vorher offiziell mit den Ausrichtern ausgemacht hatten, dass der Verlierer auch gleichzeitig die Niederlage im Eurovision Song Contest, der ja am Abend zuvor glorreich 0 zu 0 zwischen beiden Ländern geendet hat, eingestehen muss. Hiermit ist es also amtlich: Deutschland ist Letzter, Österreich auf einem hervorragenden  vorletzten Platz!

Auch bei unserer zweiten Chance ins Halbfinale einzuziehen, mussten wir uns den späteren Turniersiegern Helmut MOSER und Martin STREITFELLNER mit 21 zu 19 und 21 zu 16 geschlagen geben. In beiden Spielen zeigten wir extrem untypisch gerade bei Breakchancen und in entscheidenden Aufschlägen Nerven und zahlten somit Lehrgeld. Für den Ärger und den flehenden Blick gen Himmel wurde man aber jedes Mal mit einem herrlichen Dolomitenpanorama entschädigt.

Mit etwas Abstand kann man sagen, dass wir uns zwar sportlich etwas unter Wert verkauft haben und noch mehr drin gewesen wäre, aber die Erfahrung, die wir auf unserer kleinen Reise gemacht haben, ist noch viel viel mehr Wert. Außerdem haben wir viele unheimlich nette Menschen kennen gelernt. Sehr bewegend auch, dass die Österreicher uns letztendlich als Bayern und nicht mehr als Deutsche einordneten! Wer weiß, vielleicht machen wir irgendwann wieder einen Abstecher ins Land der Berge. Es hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht!

Nächstes Wochenende steht das BVV Masters Kategorie 2 in Unterschleißheim an und wir brennen geradezu darauf unsere Erfahrungen gegen die bajuwarische Konkurrenz auszuspielen!

Rot-weiß-rote Grüße!!!

Fabi und Konsti

Die Saison erfolgreich eröffnet!

BVV Beach Masters Kat. 2 Erlangen

Endlich geht es auch für uns wieder los!! Das erste Masters Turnier ist zugleich auch unser erstes Turnier überhaupt in diesem Jahr: Erlangen.

Es entwickelte sich in den zwei Tagen ein sehr munteres und interessantes Turnier. Als amtierender bayerischer Meister spürt man schon einen gewissen Erwartungsdruck von allen Seiten. Vor allem bei kleineren und größeren Serien vergebener Side-out Chancen sieht man schon den Triumph und Häme aus den gegnerischen Augen blitzen und zugleich sinkt die akute Depressionsschwelle bei einem selber auf ein Minimum.

Bestes Beispiel bot gleich unser erstes Spiel gegen die „Krake“ Michi Wehl und den Tischtennisprofi Be-een Winter vom GCDW (Herrsching Anm. d. Red.). Im zweiten Satz führten wir schon mit 12:8, doch das sollte gegen das 3 Meter Team nicht reichen. Im dritten Satz lagen wir zwischenzeitlich mit 1:7 zurück. Bei mir kamen schon Zweifel auf, ob ich mich auch richtig ernährt hatte. Bei der Hinfahrt verköstigte uns Dani Malescha nämlich noch mit Eistorte, die ich im Prinzip alleine essen musste, da ein gewisser Beeen Winter so kurz vor dem Spiel nie daran denken würde eine Kalorienbombe solchen Ausmaßes zu verzehren. Hätte er doch lieber davon gegessen…

Den zweiten Streich wollten wir gegen Flo Schweikart und Alex Hurler setzen. Gegen die zwei haben wir (fast) noch nie verloren und schielten schon auf das darauffolgende Spiel, weil ein Sieg eigentlich nur Formsache ist. Allerdings war der Herr Hurler deutlich gewachsen und hatte nicht mehr so liebliche Gesichtszüge an sich. Außerdem nennt er sich Roger. Komplett verwirrt verloren wir in diesem Spiel den Kopf und zwei Sätze und standen auf einmal viel zu früh in der Loser-Runde. Oje.

Die Angst, das erste Mal den zweiten Tag zu verpassen konnten wir nicht mehr verheimlichen.

Doch ab sofort machte sich endlich das fleißige Training bemerkbar: Gegen Bendikowski /Spachmann rettete uns noch die leichten Fitnessvorteile. Mit den beiden werden wir uns übrigens auch in der Halle messen dürfen. Mit Hammelburg schafften sie den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Wir freuen uns schon drauf!

Die nächsten Gegner waren die Young Guns Lennart Kroha und Tino Zepeck. Die insgesamt 17 Jahre mehr Erfahrung spielten wir schon in der Spielvorbereitung aus. Wir erzählten Ihnen von der Eistortengeschichte und sie bestellten sich prompt jeweils Currywurst mit Pommes. Die lag ihnen wohl ein bisschen im Magen.

Für diesen Tag sollte es mit Ernährungsberatung reichen. Geschafft!

Gut ausgeschlafen wurde am nächsten Tag um 6.30 Uhr aufgestanden und brav zum ersten Spiel angetreten. Tim Rosenow und Wichard Lüdje konnten knapp besiegt werden. Dazu muss man sagen, dass es schon eine Ehre ist gegen Wichard zu spielen. Immerhin war er schon auf der Smart Beach Tour die letzten Jahre im ganzen Bundesland unterwegs gewesen. Aber selbst an seinen Nerven geht so ein fieser Sprungaufschlagnetzroller nicht spurlos vorbei.

Das Halbfinale gegen die an 1 gesetzten Höfer/Vielmeier war zugleich die Neuauflage unseres letzten Halbfinales: Damals auf der bayerischen Meisterschaft. Wir waren mega motiviert gegen unsere Trainingspartner. Im Training sehen wir kaum Land gegen diese Block-Feldabwehr. Auch in diesem Turnier holte sich der Julius gefühlte 99 Blocks. Büchsenschuß/Schweikart können das aber besser erörtern. Die Rollenverteilung war für alle deutlich sichtbar: Gut (in weiß vom TSV Grafing) gegen Böse (in schwarz vom GCDW).

Wir trafen unsere Aufschläge bestens. Auch sonst spielten wir mit einer viel geringeren Eigenfehlerquote. Einstudierte Trainingsabläufe funktionierten. Unerwartet deutlich konnten wir mit 2:0 gegen das Böse gewinnen.

Nach diesem heroischen Sieg wartete nur noch das Finale, welches wir gerne unserem grafinger Team-Kameraden Yannic Beck schenkten. Denn es war sein erster A-Turnier Sieg. Wie oft wird er schon die Gelegenheit dazu haben? Eben. Das einzig ärgerliche ist, dass er mit Dani Malescha (wieder vom GCDW) unter einer Decke steckte. Aber egal. Wir gönnens auch dem Bäckermeister!

Wie ihr seht war schon im ersten Turnier einiges geboten. Jetzt wir wieder fleißig trainiert. Es gibt noch viel zu tun!