Der SchmidWagner ist Bayerischer Meister Beachvolleyball 2014!

Bayerische Meisterschaften Beachvolleyball 2014 Oberschleißheim

Freudentaumel!! Nachdem sich der Fabi für den finalen Matchball das ganze Turnier über den Rainbow-Shot erfolgreich aufgehoben hatte, herzten wir unseren kompletten Trainerstab. Da wären zu nennen: Adrian Zoppelt – unser Hallentrainer und rumänisches Vorbild in Sachen Lebensführung, Marvin Polte – unser haarloser Head Coach im Sand, Patrick Steuerwald – Fabi‘s persönlicher Service Coach und (Bier)Benni Pfister – unser Mental Coach!

Sie alle hatten ihren Beitrag, dass wir sensationell bayerischer Meister 2014 werden konnten.

Dazu ein riesen Lob an die Familie und die Freundinnen, die uns anfeuerten, wie die Weltmeister! Meine Schwester war nach dem Turnier völlig außer sich und erklärte mir strahlend, dass sie sich soooo sehr für mich freuen würde. Vor allem wenn man bedenkt, dass ich in meinem Alter nicht mehr oft die Gelegenheit dazu habe in so einem Finale zu stehen… Soll man da lachen oder weinen? Ich weiß es immer noch nicht…

Man kann uns nicht vorwerfen einen leichten Baum gespielt zu haben. Gleich zu Beginn ging es gegen die zwei Freisinger Kanonen Tim Noack und Mo Steinberg. Die beiden verlangten uns alles ab. Mit 21:19 und 21:19 hatten wir am Ende die Nasenspitze vorn. Schon hier sehr hohes Niveau! Dieses Niveau konnten unsere Freunde leider nicht halten und schieden leider viel zu früh aus dem Turnier aus. Obwohl Mo Steinberg am selben Abend mit Sicherheit nicht mehr Alkohol getrunken hat, als er mit aller Gewalt reinschütten konnte und obwohl er nur eine Stunde geschlafen hat, opferte er sich am Sonntag und moderierte für Schorschi Kettenbohrer den Finaltag. Dieser hatte nämlich wichtigeres zu tun, wie seiner Frau Beistand bei der Geburt zu leisten. Pffffft! An dieser Stelle: Herzlichen Glückwunsch Schorschi!!!! Und ein riesen Lob an den Mo! Du bist einfach ansteckend mit deiner immer guten Laune!

Ab jetzt hieß es nur noch: TSV Gafing gegen den Geilsten Club der Welt (alias TSV Herrsching).

Als erstes musste Höfer/Vielmeier dran glauben. 15:13 im dritten Satz. Unser erster Sieg gegen die Zwei überhaupt. Erwähnenswert: Im ersten Satz beim Spielstand von 0:1 flog ein etwas zu gut gemeintes Zuspiel meinerseits über die Netzkante, genau zu Julius Höfer. Ok, bis jetzt noch alles wie immer. Aber dann gesellte sich zu meiner Überraschung mein kleiner Abwehrspieler zu mir für den Doppelblock. Und er blockte den großen Julius. Punkt für Schmidwagner. Hier zeichnete sich ab, dass wir nicht geahnte Talente und Kräfte für dieses Turnier aufgehoben hatten. Zur Ehrenrettung von Höfer/Vielmeier sei gesagt, dass sie sich im dritten Satz mit einem erfolgreichen Doppelblock gegen den Fabi rächen konnten. Mir würd sowas nie passieren. Ich weiß immer wo Block- und Abwehrspieler stehen. Ich kann bei diesen Erinnerungen nur mit dem Kopf schütteln.

Im Spiel um den Einzug ins Halbfinale konnten wir einen weiteren Angstgegner besiegen. Die gierigen Malescha-Möller-Brüder. Auch hier zwei knappe Sätze. Zum Glück hatte der kleine Daniel nicht sein bestes Aufschlagspiel mitgebracht. Ok, das ein oder andere Ass, bei der wir in der Annahme nicht mal zucken konnten, waren schon dabei, aber für seine Verhältnisse trotzdem sehr gnädig.

Die gute Nachricht: Ausschlafen. Unser Spiel am Sonntag sollte erst um 14 Uhr beginnen. Die schlechte Nachricht: Der Gegner hieß wieder Höfer/Vielmeier! Es ist nie gut ein zweites Mal gegen eine schon besiegte Mannschaft zu spielen. Vor allem nicht, wenn der Blockspieler Julius Höfer heißt und später zum besten Blockspieler des Jahres gewählt werden sollte, und der Abwehrspieler Carsten Vielmeier heißt, der in meinen Augen nach einem gewissen Fabian Wagner den besten Abwehrspieler 2014 darstellt.

Ich glaube dieses Spiel war das wohl beste Spiel für die Zuschauer und auch überhaupt in dem gesamten Turnier. Eine Aktion spektakulärer als die andere. Gott sei Dank hatten wir gerade jetzt einen brutal starken Aufschlag parat. Sowohl Fabi als auch ich hämmerten reihenweise Sprungaufschläge über die Netzkante, welche uns immer im Spiel hielten. Anfang des zweiten Satzes musste der Carsten genau wegen so einer Aufschlagbombe die Annahme mit einem Hechtbagger retten. Dabei schlug er mit dem Schlüsselbein auf einem Liegestuhl auf. Selbst Olli Kahn hätte an dieser Stelle das Spielfeld verlassen. Dieser Carsten aus Stahl machte trotzdem weiter. Tendenziell noch besser als zuvor! Ein Traum von einem Kerl!

Zwei Teams auf absoluter Augenhöhe. Das spiegelt sich übrigens auch in der Bayerischen Rangliste wieder. Beide Teams teilen sich jetzt mit 1097 BVV Punkten den Platz an der Sonne. Ich glaub das gab’s auch noch nie!(NACHTRAG: Die 2 im Sinn vergessen und somit herzlichen Glückwunsch an Julius und Carsten für den alleinigen Ranglistenplatz 1 😉 ).

Die Szene des gesamten Turniers kam dann im dritten Satz: Beim Spielstand von 6:5 für uns griff ich einen Ball ziemlich Risikoreich an. Der Ball ging 3 Meter ins Aus. Allerdings tuschierte er vorher ganz leicht den kleinen Finger von Julius Höfer. Selbst Bayerns bester Schiedsrichter, Tom Gailer, konnte diese feine Berührung nicht sehen. Punkt für die Gegner. Eigentlich. Aber der Julius gibt den Tusch zu. Eine sportliche Geste die gar nicht hoch genug anzusehen ist. Dafür hat er später von einem neutralen Zuschauer 10 Euro wegen Fair Play zugesteckt bekommen. Zu Recht!

Am Satzende packte der Fabi jetzt schon mitunter krankhafte Cuts aus. Regelmäßig landeten diese im ersten halben Meter des gegnerischen Feldes. Der letzte Ball könnte evtl sogar schon wieder auf unserer eigenen Seite runtergekommen sein. Ein „hauptsach fest“ Spieler wie ich kann sowas einfach nicht verstehen. Auf jeden Fall konnten wir so das Match knapp für uns entscheiden und standen dadurch vor dem fiesen, bösen Endgegner, der die Prinzessin (Bayerischer Meister Pokal) bewacht: Doranth/Hauser. Zweifacher und Vierfacher Bayerischer Meister. Die zwei stehen zurzeit auf Platz 16 der Deutschen Rangliste, was zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Timmendorf berechtigen würde. An dieser Stelle drücken wir euch ganz fest die Daumen, dass wir endlich, endlich wieder mit einem Bayerischen Team bei den Deutschen Meisterschaften im hohen Norden vertreten sind. Die letzten sind wohl Buchner/Richter gewesen. Irgendwann in der Zeit zwischen Adenauer und Willy Brandt.

Gegen das letzte Herrschinger Erstligateam setzten wir uns aber am Ende knapp durch (Matchball siehe oben). Die Emotionen kochten jetzt über! Völlig unerwartet konnten wir uns an diesem Tag die bayerische Krone aufsetzen. Wir hatten einfach alles rausgehauen was in uns steckt! Fertig!

Vielen herzlichen Dank an alle die uns die Daumen gedrückt haben und die so viele schlechte Spiele von uns in dieser Saison ertragen mussten. Spaß gemacht hat es trotzdem immer! Aber heute halt einfach noch ein bisschen mehr

Wie geht’s jetzt weiter? Fabi wird nächste Woche versuchen mit unserer geilen Münchner Uni Mannschaft den Hochschul-Europameistertitel in Rotterdam zu verteidigen. Ich mach Urlaub (Mit extrem viel Fitnesstraining) und werd immer mit einem Grinsen aufwachen, wenn ich von Oberschleißheim geträumt hab. Dann aber freuen wir zwei uns schon riesig auf die Hallensaison. Gerüchten zufolge soll beim obligatorischen Fußballaufwärmen das Team „Jung“ schon den einen oder anderen Sieg gegen das Team „Alt“ eingefahren haben. Das wird sich jetzt dann leider sehr zum Leidwesen der jungen Hüpfer wieder ändern. Kostet also die nächsten zwei Wochen noch aus…

Das erste Heimspiel haben wir am 20ten September gegen Dachau. Dann kanns tatsächlich wieder zu einem Doppelblock von Schmidwagner kommen!

Und das war‘s noch nicht ganz von uns für dieses Jahr 🙂 Schaut ruhig nächste Woche nochmal auf unserer Homepage vorbei, da kommt noch einiges Material von der Bayerischen Meisterschaften, zum Beispiel Bilder, Interviews ( Heute München TV!!) und das Video zum genialen Halbfinale gegen Julius und Carsten!

Eure Bayerischen Meister

Konsti und Fabi